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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1887-03-10 · N° 11. (10.3.1887) · p. Seite 42

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
16 (1887)
Issue
N° 11. (10.3.1887)
Date
1887-03-10
Page
Seite 42 (sequence 2)
Language
German
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— 42 — das CS אצילי in B zweifelhaft, oh es ״bererhtigt“ ist,9) wi'il es in A nicht steht und das Kehlen des Bikkur אזכרך גואלי in B erweckt ihm den Verdacht, als sei es in A'°) .,von anderer Hand hinzugefügt“ (S. 41). Sucht etwa Herr Prof, de Lagarde dies(‘ Beweise monströser Kritik, wie sie auf dem (!ehiete der Liturgie noch nie vorgekommen ist. zu entkräften? Nein, er zieht es vor. zu schweigen. Schier unglauhlieh ist jedoch, dass er angesichts der von ihm nicht widerlegten Thatsache. «lass sich Teclien. wie ehen gezeigt, iiher Kragen iiussert. die mit den Kigenthümlichkeiten. Kilt- "1 Herr Tochen hat sonderbare Vorstellungen von dem was im Machsor ״eingeschoben“ oder ״berechtigt“ ist. So zählt er die Bestamlt heile des *כל נדר nicht auf, weil er in seiner Besprechung der einzelnen Pijutim nur ״die wirklich e i 11 gesclio bene n 1’ und Sei berücksichtigt“ (S. lli). Teclien scheint also — wenn der Satz überhaupt irgend welchen Sinn ergeben soll — anzunehmen, die ßestdudr heile des ,כל נלך seien nicht ״wirklich eingeschoben“, sondern aus einem (nisse geformt, geboren etwa einem Autor an?! Uder was ist sonst der dunklen Rede Sinn? ,0> Hier bemerkt de Lagarile S. 117 seines Pamphlets in einer Fnssnote: ״in A“ setzt dieser Kritiker aus Eigenem hinzu: siehe Teclien“. Der Herr Protessor sucht durch diese Reinerkung, da er mich sachlich nicht widerlegen kann, beim Leser den unbestimmten Verdacht zu erwecken, als hätte ich Teclien etwas untergeschoben, als Hesse ich ihn etwas behaupten, was er nicht behaupten will. Er spekulirt dabei olfenbar, der Leser werde das Nachschlageu unterlassen. Zu meiner Kechtfertigung jedoch, so wie zur Kennzeichnung der Praktiken des Herrn de Lagardo sei hier die ganze betreffende Stelle angeführt. ׳I’echen S. ■11 : אזכורך :ואלי בארך A 1י״י• in den Worten שלמי יצוד, ברוממו לשמו האל ist gezeichnet ,שלמד בר שמואל Sil allem! vcc: da die übrigen Pijutim des מעריב von יוסף* בר יעקב sind, so wäre «lie Zeichnung 111:t ,שלמד nicht anzuerkennen, wenn nicht das Fehlen des Sil in B den Verdacht hervorriefe, er sei von anderer Hand liinzugelügt: auch bei 11 fehlt er.“ Wenn also Herr Teclien das אזכרך ואלי: als in .V stehend bezeichnet und in Bezug darauf schreibt, dass das Fehlen dieses Sil in B den Verdacht hervorruft, ״er sei von anderer Band hinzugefügt,“ lassen diese Worte etwa eine andere Deutung zu, als wie ich geschrieben habe: ,,Das Fehlen des Kikkur אזכרך :'אלי in B erweckt ihm den Verdacht, als sei es in A ״von anderer Hand hiuzugefügt,“ und hat nicht demnach Herr Prof, de Lagarde mit der verdächtigenden Bemerkung: ..in A“ setzt dieser Kritiker aus Eigenem hinzu■1 abermals e i ne bewusste l'nwahrheit geschrieben? Wie trefllich passt hier der Satz des Herrn Professors: ,.Es ist kläglieh zu erleben, wie tief Hass und lloehmuth die Menschen fallen machen•■ I Da mich nun einmal de Lagarde gezwungen luvt, die obige Stelle aus Terhen in extenso zu bringen, so möge liier noch eine weitere Berichtigung derselben, die ich in meiner Recension unterlassen, ihren Platz linden. Herr Teclien hat nämlich wie an der citirten Stelle, so auch sonst inseineniBuche «lie Bezeichnung ..Bikkuiabgeschatft und dafür c011se«|ue11t ,,Silluk“ gesetzt. Er tiililt sich in seiner Machtvollkommenheit, berechtigt, den aus «ler Mischlin stammenden und durch die Tradition erhaltenen Terminus Bikkur s. S. P. 711 Amu. n zu beseitigen und dafür einen andern zu substituiren. Eigenthümlicher Weise je«10ch ereilt Herrn Teclien fast überall, wo er sich von Zuuz entfernt und sich als Machsorgelehrter!.bald hätte ich zum Entsetzen des Herrn «le Lagardo Liturgiker gesagt) a1׳f eigene l-'üsse stellen will, sofort «lie Nemesis. Hätte er sich an Zunz S, P. 70 gehalten, so wäre ihm dessen Bemerkung nicht entgangen, dass das Bikkur sowohl vom Verfasser des übrigen Maarib, als auch von einem andern Autor herrühren kann. Dann würde er aber sicherlich in der angelührten Stolle die ,.kritische“ Bemerkung unterlassen haben ,,«la die übrigen Pijutim «les מעריב von ייכר כר יעקב »in«!, s«! wäre die Zeichnung mit שלמה nicht anzuerkemien.‘■ Er hätte «lie Zeichnung allerdings anerkannt. da ein Maarib dem einen und das Bikkur einem anderen Dii liter angeboren kann. Wunder muss nur nehmen, dass Herr 'l'echen in dem Bikkur את קולך שמעת־ des t'od. A (N.321) das Akrostichon א2רים anerkennt, obgleich «loch das übrige Maarib daselbs« 1N. OWJ) einem linderen Autor, dem יוסך5 בך שמואל angehört. ('011se«|Uenter Weise müsste Herrn Teclien auch hier «las Fehlen «les Bikkur N. 3:14 in B .,(len Verdacht hervovrnfen, er sei \׳m anderer Hand liinzugelügt.“ Möglich, dass dieser Verdacht in den Worten angedentet ist: ״teldt in B und hei H. die (loch n 3S1 haben“ (S. 011). Hoffentlich wird •r sich nunmehr dieses Fehlen erklären können. lehmmgcii und Moditicationen des synagogalen Ritus niifs Kngste und Innigste Zusammenhängen, die mehrfach citirte Behauptung aufzustellen sich nicht schämt: ״Die Thatsache, dass Tedien über den Ritus und alles damit zusammenhängende in seinem Buche auch nicht eine einzige Silbe sagt, hätte jeden andern als die drei Juden darüber belehrt, dass er nicht Liturgiker sein will.“ Möge auch hier jeder l'nbefangene sich ein Urthcil darüber bilden, auf wessen «Seite die ״absichtliche Verdrehung des Thatbestandes“ sich betindot. wer ,.in nicht zu ([iiiiliticiercuder Weise auf den Hass der wie Kr hassenden Leser spekuliert“ und wer sich durch eine solche Kampfesart seihst an den Pranger gestellt hat? 'Wir alier glauben uns insbesondere 11m die christliehen Knrscher. die sich mit der Maehsorliteratur hefassen wollen, verdient gemacht zu haben, indem wir sie vor den elementaren Irrthiimern und Unzuverlässigkeiten. die das ganz(־ Techen'sche Buch durchziehen, gewarnt. Denn müsste nicht jeder christliche (Jelehrte, der an der Hand dieses Huches das deutsche und pollösche Machsor durchmustert, nach dem Vorhilde Teeheiis — um mir bei dom letzten Beispiele zu bleiben. — all die zahlreichen Abweichungen, Kntlchiiiingen und Kigenthümlichkeiten dieser Machsorim, und die einen sehr erheblichen 'I'lieil derselben ausmachen, als ״uiihercclitigt״, ,.fälschlich eingerückt״, ..verkehrter Weise eiliges!■•hohen“ 11. dgl. m. ansehen und dadurch zu den lächerlichsten Schlussfolgerungen gelangen? I'nd wenn ein<)ricntalist wie Herr Prof, de Lagarde dafür eintritt. dass die Lösung solcher und ähnlicher Kragen, wie überhaupt dieBcschreibung einesMachsor von demand unternommen und zur Zufriedenheit ausgeführt werden kann. ..der nicht Liturgiker sein will,“ dann thut cs doppelt und dreifach nnth. Jedermann dringend zu warnen, sieh an die Bearbeitung eines Machsor heranziiwage.n. bevor er sich nicht mit dem Ritus desselben und mit den verwandten Hituszweigen aufs eingehendste vertraut gemacht und Liturgiker geworden ist, damit es ihm nicht ergehe, wie es Herrn ,Pechen und seinem Lehrer und Meister Prof, de Lagarde ergangen ist. So lialie ich denn die in meiner Recension gegen Techens Buch gemachten Ausstellungen hier unter Hinzufiigung neuen Materials in den Anmerkungen noch einmal vorgoführt und denselben die Erwiederungen des Herrn Prof, de Lagarde entgegengehalten. Ks hat sich hierbei herausgestellt, dass de Lagarde auf die meisten Ausstellungen überhaupt nichts zu sagen wusste, das wenig Sachlich(‘ aber, das er mir eingeweinlet oder vielmehr entgegengepoltert . habe ich als dreiste Kntstellungen der Wahrheit naehgewiesen. Und so bleibt denn von seiner Knviedcrniig nichts übrig als ein rohes Schimpfen und Verdächtigen, dem ich jene Verachtung entgegensetze, die einem solchen Verfahren gebührt, wenn es auch von einem l’uiversitätsprofessor ausgeht. Mag nun der Herr Professor weiter zetern, schimpfen, toben, wiitlion. verdächtigen, mag er immerhin seinem Pamphlete, wie er es in Aussicht stellt, noch ein zweites, brutaleres folgen lassen: der «Schmutz, mit dem er uns bewirft, fällt auf ihn selbst zurück. Oh er :111er den anständigen Weg der Polemik (‘inschlagen, und, das Versäumte naehholeiid, mich sachlich mit (ininden widerlegen wird — das bleibt abzuwarten. Zur Chronologie. Von 1. Colien, Lehrer in Rees a. Rhein. Wenn auf den mannigfachen Gebieten des Wissens, und vorzüglich auf dem der Geschichte, minutiöse Genauigkeit) und hieraus resultirende Zuver-

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