Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 15 (1886)
- Issue
- N° 15. (8.4.1886)
- Date
- 1886-04-08
- Page
- Seite 58 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
- Rashi 1× ep/1002670
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— 58 — 28. Im Ghorl Preiset Gott den Herrn, die Hoffnnng Israels. 29. Dort Benjamin der Geringste — führt sie an, die Fürsten Jada’s führen sie an. Dort die Fürsten Zebulans, die Fürsten Naftali’s. 30. Entbiete Gott Deine Maoht, die Macht Gottes, die Macht, die Da uns bethätigt auf Deinen Zügen. 31. Nach Jerusalem werden Könige Dir Geschenke bringen. 32. Bedräue die Thiere des Sohilfes, die Botte Abirams, sammt den Kälbern der Völker, hiugelehnt auf silbernem Getäfel. 33. Zerstreue die Völker, die Gottes Nähe wünsehen. Es werden kommen die Asohimonäer aus Aegypten. Kusch wird Hebe von seinem Wilde geben Gott. במקהלות(״. VV. 5, 11 sind sie (Sänger, Spieler, Dufwthläger) vereinzelt in Action getreten, hier zusammen daher in Chören. ממקור passt nicht; מחוקקי (Dyserinck), dem Graetz folgt, stellt Letzterer selbst in Frage. Entschieden ,מקוד wie Jirmija. ”)Mas. רגמתם ihr Haufen— Steinhaufen, d. h. gemeines Volk, Kimhi, ihm folgt Luth. — רקמתם gestickte Kleider oder ארגמן Purpur, also Fürsten (Menachem, Raschi) רנשתם Masse des Aufzuges, grosser Hauteu (Hupfeid). Vielleicht einfach(•רגמהם :(!׳ (Graetz). Fürwahr, cunose Konjec- ״ \ T I turen. Vergleichen wir abermals diesen V. mit Richter 5, 13.15, so ergiebt sich die Emendation von selbst, 1. שם ,DTV Aber auch Richter 5, 13,19 ist der Ausbesserung bedürftig, st. שריד 1. שרים, st.,יהודה 1 יהוד und st שרים •1 שרשם. Auffallend ist aber, dass Benjamin Juda vorangestellt wird, erwägt man jedoch, dass die Priester aus dem Stamme Zadok, auch die politische Oberhoheit an sich gerissen haben (Zacharja 6,11. wird sogar Zerubabel die Krone streitig gemacht, wieder ein pfätfischer Kunstgriff), so kann es nur in ihrem Interesse gewesen sein, den Stamm Benjamin vorzuziehen. In der That finden wir auch später einen Benjaminiten als Tempel- Vorsteher (2. Makk. 3.). — מהיכלןד(״ ist in diesem V. sehr störend und gehört offenbar als Schluss zum vorherg. V. so scheinen schon LXX (und ihre Nachff. sowie Syr.) verbunden zu haben. Ebenso de W. Maur. 018h., die aber 'על י auch mit herüberzichen, welches hier lästig, aber für den folg. Satz unentbehrlich ist (Hupfeid). Zu lesen להיכלך עך (Grätz) ist geschmacklos. Aber einfacher wohl מהלכיך entsprechend dem V. 26; für אל .1 על, — 5י) Wenn חית קנה ein Bild für Aegypten ist, so kann darunter nur auf den Oniastempel angespielt sein und somit עדת אבירם st. אבירים die richtige L.-A. wie 106,17. Die Verehrer des Oniastempels kräftig so bezeichnend, weil sie dem Centraltempel zu Jerusalem Concurrenz machten, daher auch ועגלי st.כעגלי, da dort doch das Kalb verehrt wurde. Mas. ■מתרפס ברצי בסף hielten alle Ausl, für sehr dunkel. Pott schlägt vor ברצי כ1ב. Nicht 80 Grätz : מתרפם ist nicht dunkel, רפש - ־ רפס Schlamm, folglich התרפם sich im Schlamm wälzen, und ברצי מב ist wahrscheinlich versetzt und ver- «tummelt st. בצברי כסף Silberhanfen. Nun mache sich das zurecht wer kann ״im Schlamm wälzen auf Silberhäufen“. 18t aber hier auf den Oniastempel angespielt, so springt die Emendation in die Augen, es muss רצפת, Estrich lauten, der Oniastempel war gewiss, bei dem damals herrschenden Reichthum der ägyptischen Juden, anstatt mit Marmor wie in Jerusalem, mit Silber ausgelegt. מתרפס ist nicht gesichert viel. מתרפק wie Hohe! 8. 5. חשמנים (״ unerklärlich, leg. ״ משמניםKrieger“ (Grätz). Die genaue Bedeutung des Wortes lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen, die nationale Tradition durch Edele oder dgl. scheint aber Vertrauen zu verdienen (Olshausen). Nun haben wir aber V. 23 gesehen, dass der Psalmist einen Götzen אשימא hervorgehoben, und sicher nur, weil er an das hebr. אשם anklingt, es liegt also auch die Vermuthung nahe, dass in jener Zeit, sowohl Götzen wie Hohenpriester: אשמים oder in verlängerter Form אשמנים (als Spitznamen) genannt wurden. Diese Vermuthung wird aber zur Sicherheit, wenn wir Ezechiel über die allein gUtig sein sollenden Priester nachlesen. Dort heisst es: Die Priester vom Samen Zadoks, die mir nahe sind הקרבים 43,19) אלי). Die Priester, die Söhne Zadoks, welche die Wacht meines Heiligthums gewahrt, zur Zeit als Israel von mir abirrte, sie sollen in mein Heiligthum kommen und sich meinem Tische nahen 44,15 ff. und ״das Heiligthnm den Priestern von den Söhnen Zadoks“ 48.11. Also nur Saducäer oder Zadokiten waren 34. Königreiche der Erde singet Gott, preiset den Herrn! (Selah). 35. Dem, der im Himmel, im urewigen Himmel thronet — sieh er erhebt seine Stimme —> eine mäohtige Stimme. 36. Antwortet: Maoht ist bei Gott, über Israel seine Majestät und seine Stärke in Wolkenhöhen. 37. Erfurohtbar ist, 0 Gott!, Dein Heiligthum. Gott Israels ist es, der Maoht und Stärke dem Volke verleihet. 38. Preiset Gott! ״Einiges Uber Eduard Lasker“ v. Leonhard Freund. Besprochen von Max Weinberg. (Schluss). Zum Schluss noch einiges von dem und über das, was Freund über Laskers Stellung and über das Verhältniss seiner Persönlichkeit zum Judentham äus8ert. —Wenn er da behauptet: ״In den Bann der angeblich ausschliesslich jüdischen Pleonexie wäre er (auch wenn ihm die Betheiligung am öffentlichen Leben verschlossen gewesen wäre), nie gerathen, so mag das mit dieser Einschränkung immerhin zugegeben sein. Dass er aber, wenn die Verhältnisse es erheischt und das Terrain dazu günstiger gewesen, auch selbst am Ausbau des jüdischen Gemeindelebens sich activ betheiligt haben würde, weise ich aus dem Munde eines seiner besten und ältesten Freunde, des sei. Beichstags-Abg. H. B. Oppenheim, in dessen Grenzboten Lasker seine ersten Aufsehen erregenden Arbeiten veröffentlichte, der ihn in die Politik einführte, und der mir im Februar 1871, als wir auf einem gemeinsamen Gange zu Lasker dieses Thema streiften, ausdrücklich sagte, er (Oppenheim) sowohl als Lasker würden sich in früheren Jahren gern am jüd. Gemeindeleben Berlins betheiligt haben; ihre Versuche seien aber gescheitert und sie hätten nach den gemachten Erfahrungen den Gesohmaok daran verloren. — Ganz und voll stimme ich dem Herrn Verfasser auch bei, wenn er Eduard Lasker als einen der bedeutendsten ״represensativ men“ des modernen Judenthums auffasst, der die Entwicklungsstufen in den Bestrebungen, das Princip der Gleichberechtigung der Confessionen aus dem Gebiete unsicherer Versprechungen und nebelhafter Aussichten auf den die rechten oder Gerechten צדיקים, die Priester aber, die ihren Stammbaum nicht auf Zadok zurückführen konnten, waren die unechten, oder nach der Motivirung die Schuldigen אשמים« Die Priester des Oniastempels, die auch Zadokitiscner Abstammung, sich selbst entfernt haben, wurden אשמים oder אשמנים Schuldige oder Aschimonäer Götzenpriester, ihnen wird auch vorgeworfen, ״sie verlangen Gottesnähe“ (statt קרבות lies קרבת gleich Jesaja 58,2) d. h. sie wollen Gott Jerusalem enttühren und nach ihren Tempeln, also in ihre Nähe, bringen. Die Makkabäer, denen sicher die Einführung^ mit einem Hammer Signal zu geben, was aber wieder vom Hohepriester Jochanan Johan Hyrkan abbestellt werden musste, zuzuschreiben ist, (daher der Name Makkabäer, von מקב. Hammer) wurden von den Zadokiten mit Spitznamen אשמנים benannt, und sie selbst, um es zu verwischen. חשמנים genannt Das mas. תריץ ידיו!ordert selbst zur Nachbesserung aut und vergleicht man diese Stelle mit Zefania 3,10, so ergiebt sich diese auch von selbst u. z. — ♦יתרום צידין ״׳) Wir haben wiederholt nachgewiesen, dass dieser 4 eine Nachbildung vom Deboraliede sei, und jenes Lied liebt es, durch Wiederholung der Ausdrücke bei näherer Beschreibung, diesen Kraft zu verleihen, daher auch hier st. כשמים •1 כשמי, vargi. auch 5. Mos. 33.26. — *׳) st. mas. ענו •1 תנו, auch Richter 5,11 יענו st.יתנו vergleiche 2. Mos. 15, 20. 21. — Das 2. Vg. kommt auch 5. Mos. 33,26. vor und muss dort בעמו st. בעזרתו gelesen werden. — ״) mas. ממקדשיך ist das erste 'מ aas אלהים ditto• graphirt —