Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 15 (1886)
- Issue
- N° 15. (8.4.1886)
- Date
- 1886-04-08
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Darauf kehrtest Da auf jener Höhe ein, dort, wo Da einst Mensohengeschenke annahmst, zum Trotze der Abtrünnigen, za wohnen —. Jab Gott! 21. Gepriesen sei der Herr, tagtäglich steht er ans bei, der Gott unserer Hilfe (Selah). 22. Gott ist uns ein hilfreicher Gott, aber von Jehova dem Herrn hat auch der Tod Ausflüsse. 23. Wahrlioh, Gott wird zerschmettern das Haupt seiner Feinde.— Das Haupt Samariens, das mit seinen Asohimonen wandelt. *•) Mit dem Schweisse ihres AngesicKtes haben die Ausleger den Sinn dieses V. zu entziffern gesucht, aber leider nicht mit verdientem Erfolg. Glücklicherweise lässt sich in Ps. 7,8 eine Farallelstelle auffinaen und somit der ursprüngliche Text ermitteln, was auch aus dem Zusammenhänge erhellt. Jah kam von Sinai und Kadesch und wo fand er die verheissene Ruhe- Stätte? Besagt doch V. 18 ausdrücklich, dass er auf dem Berg, den er erkoren, ewig ruhen wird. Nun hat er aber Moriah erkoren, dahör עליה למוליה שבת, wenn dieser Berg nicht schlechtweg מרום genannt wurde, wie es de Wette zu Ps. 7.8 beigefallen ist. Auf Moriah sollte bekanntlich Isak geopfert werden und ist man berechtigt anzunehmen, dass dort in der That Menschenopfer dargebracht worden, liest man für שם :שבי, findet man es auch hier deutlich ausgedrückt; st באף .1 ואף conform בעברות p»• 7.8 wie dort צוררי Statt hier סוררים) also zm!1 Verdrusse oder zu Trotz der Abtrünnigen, der Griechlinge, die die Decentralisation Jerusalems anstrebten. ״) Eine Benediktion, die nochmals wiederkehrt. Ebenso (Hi. 8.20, was die Einheit des Verfassers beweist. — st. יעמם sehr richtig Graetz יעמד♦ **) Auch dieser V. wurde falsch aufgefasst, was merkwürdig Sist, da der Sinn doch ein ganz offener ist, wenn man לנו rücklich betont. Nach den W. 14, 15 ist Gott nur Israel hilfreich, V. 16 den Feinden Verderben bringend. Mit Ausnahme wird hier der Gottesname Jehova gebraucht, von ,הוד Schrecken, Entsetzen, Unglück, wie kein Mensch ihn schauen und leben bleiben konnte, besonders von der heiligen Lade (I. Sam. 6, 19—21). **) Mit der Gonjectur דשע st. שער Kvochmal, dem Graetz folgt, ist wenig gewonnen , weil der רשע doch eine best verhasste Person sein, und wie zu erwarten, näher bezeichnet wer- 24. Der Herr sprach: vom Innern der Gruft bringe ich zurück, bringe zurück von Meerestiefe. 25. Damit sich Deine Füsse vom Blute färben — die Zange Deiner Hände von den Feinden. 26. Wie ebrfurohtbar sind Deine Umzüge, 0 Gott!, Die Umzüge meines Gottkönigs im Heiligthume. 27. Voran Sänger, nachher Saitenspieler — mit Pauke paukende Jungfrauen. den müsste. Daher שמר Samarien, was auch der Schluss be• sagt, der wandelt 8 באשימיוt. באשמיו. Die Samaritaner verehrten nämlich einen Fetisch, genannt Aschima (2. Könige 17,30). Im Talmud (Traktat Chullin Anfang) wird berichtet, dass die Samaritaner auf Garizim ein Taubenbild göttlich verehrt haben. Sollte dieses nicht mit der Achima identisch gewesen sein? Was also Israel nur Symbol war, war den Samaritanern Gott. — ימחץ ראש erinnert an Rieh. 5.26. 1י) Mas. L. A. מבשן Graetz macht hier den Auslegern den Vorwurf, dass sie es nicht nach Pesch: דמן בית שנא א&ק corrigirt haben, d. h. מבי{ שנים, allein es ist noch nicht gesichert, dass בית שנא nicht בית שאן ist• Auch ist dessen Behauptung, dass מבין שנים, auch wenn man sich Thiere hinzudenkt, parallel ist zu מצלות ים > geradezu verblüffend. Vielmehr passt מבטן und שאול ist sicher ausgefallen, vergleiche Jona 2.3. — Der Psalmist, dessen Geiste das Deboralied vorschwebte, möchte gern Jael aus der Unterwelt zurückführen, um Rache an den Lenkern der Heere zu nehmen, und ich darf es wagen auszusprechen, dass hier auf Judith, die gewiss keine fabelhafte Person ist, wenn auch die Nebenumstände von fabelhafter orientalischer Uebertreibung strotzen, angespielt wird. Judith 16.15 findet Parallelstellen mit 310 und der Schluss, dass sich ihre Geschichte vor deT Zeit Simon II. zutrng, ist wohl zulässig.*) Jedenfalls aber ist das Buch erst später verfasst. ״) Mas. Text למק תמחץ רגליך בדם ist von allen Auslegem als verderbt anerkannt worden. Aber schon R. Juda Chajug liest (oder was ist Buchstabenversetzung anders?) תחמץ röthen. Hat nnn dem Psalmisten die Jael, das Weib des Keniten, vorgeschwebt, so ist תליך mit Bezug auf R ichter 5.27 richtig, wenn aber Judith, so muss בגדיך wie Jesaia 63.1 gelesen werden, weil es zu denken nicht möglich ist, dass beim Abschneiden des Kopfes ihre Kleider vom Blute nicht bespritzt werden sollten. — Das mas. מנהו) welches die Ausleger schier zur Verzweiflung brachte, ist ganz einfach zum folgenden V. zu nehmen. *•) Hier wird der Wiedereinzug Jah’s in den neurestaurirten Tempel geschildert. Ueber das mas. ראו הליכותיך bemerkt Graetz kurz und richtig, ohne Angabe, wer gesehen hat, ist's unverständlich. Es scheint ein Vers zu fehlen. Wir haben מנהו vom vorigen hierhergezogen und 8t.מה נוראו מנהו ראו zu lesen. Vergl. V. 37. ״) Mas. בתוך passt durchaus nicht, selbst wenn man mit Graetz בתוך aussprechen und אחת ihr אחר lesen soll. Aber תוספות führt auf die richtige L. A. r,V□. V. U wurden sie נדבות genannt, weil sie nicht not.hwendig zum Chore gehörten, sondern sich freiwillig anschlossen. *) Etwa in die Zeit des Sohnes Antigono’s, Demetrius Polior ketes, zu setzen, und viell. war Jojakim (Neb. 12.12) damals noch llohepriostcr.