Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 14 (1885)
- Issue
- N° 31. (30.7.1885)
- Date
- 1885-07-30
- Page
- Seite 123 (sequence 3)
- Language
- German
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— 123 — Streben leitete ihn auch bei der Abfassung seiner Werke: 1. גבורות השם, die ״Grossthaten Gottes“ bei der Erlösung aus Egypten, wo Gott mit allmächtiger Hand in die geschichtliche Entwickelung der Menschheit eingreift, 2. לתפארת ישראל das bedeutungsvollste Ereigniss in der Weltgeschichte, die göttliche Offenbarung auf dem Sinai, 3. die ״Ewigkeit und Unvergänglichkeit Israels“ (ל(נצח ישראל trotz der vielfachen Leiden und Verfolgungen im Exil, und die durch die Pro- Sheten verheissene herrliche Zukunft Israels, das sind ie grossen Fragen, die in seinen Schriften ihn beschäftigen. Er fuhrt uns 4. den ״Weg des Lebens“ (דרך החיים) in den Aussprüchen der alten Weisen über Moral und Gottesfurcht vor, geleitet uns 5. zu den ״Pfaden der Ewigkeit“ (נתיבות עולב) durch die erhabenen Lehren des Judenthums über die Sittlichkeit und führt uns 6. zum מ באר הגולה dem nie versiegenden, Labung und Erfrischung des Geistes sprudelnden Brunnen“ des Talmuds, in welch letzter Schrift er auch die Angriffe gegen denselben in meisterhafter Weise schlagend zurüokweist. “ Auoh seines in Posen verfassten grösseren Werkes 7. ״Pfade des Friedens“, נתיבות להשלום über die Moral des Judenthums, sei hier •noch kurz Erwähnung gethan. Fassen wir aber Alles, was wir in dem Vorstehenden aus dem Leben und Streben Lowe’s extranirt und meistens hier nur andeutungsweise und &]$zzirt ausführen konnten, in einen Ausdruck zusaiamen, so haben wir das, was wir unserer Skizze vorangestellt haben: Ein rabbinisohes Charakterbild. Errata des Mairaonidss. I. Jod hachasaka. Von Rabbiner Dr. Caro-Püseu (Schluss.) 27. H. M. Korbonot 11,1 ונדריך 28. H. Akum 4,4. באחת שצריך 29. ibid. 4,6. את בל העיר 30. H. Malwe w’lowe 1,2. לגברי תגש 31. H. Mamrim 1,2 מכל הדבר u. מבל דבר H. Schabat 26,23 מן הדברים 82. H. Melaohim 2,1 ולא ירבה לו 33. H. Geruschin 1,13 צל פי שנים עדים או שלשה עדים 34. H. Gesela 15,2 נדחים בדרך 35. B. Biat hamikd. 3,8 ויצא מחוץ למחנה 36. H. Bikurim 3,3 והנחתו לפני מזבח ה׳ 37. H. Matnat Anijim 10,2 אכזרי המה ולא ירחמו 27. יכל נדריך (5 M. 12,17.) 2S. באחת עריך (5 M. 13,13.) 29. את העיר (5 M. 13,17.) 30. את הנכרי תגש (5 M. 15,3.) מן הדבר אשר ינידו לך .31 (5 M. 17,41); 28,4 heisst es: מכל הדברים, aber ohne אשר יגידו לך 32. כסף רהב לא ירבה לו (5 M. 17,16.) 33. Zur Stelle wäre nicht dieser Vers, sondern 5 M. על פי שני עדים או על 19,15 פי שלשה עדים יקום דבר anzuführen gewesen. 34. bloss נדחים (5 M. 22,1.) ויצא אל מחוץ למחנה .35 (5 M. 23,10.) והנחתו לפני ה׳ אלהיך .36 (5 M. 26,11); Vers 4 heisst es: והניחו לפני מזבח. אכזרי הוא .37 (Jerem. 6,23.) 38. H. Teschuba 9,2 38. לא ילמדו איש 39. H. Owel 14,26 39. ישרפו לך 40. H.Ge8elawe-Awedal,ll 40. ולא ילמדו עוד (Jerem. 31,33.) כן ישרפו לך (ibid. 34,5.) חמדו שדות ונזלו בתים חמדו בתים וגזלו 41. H. Deot 7,4 בקול גדול השכים 42. H. Matnat Anijim 10,3 שעות עניים אתה תשמע? 43. H. Bet habchira לאורים ותומים 44. H. Jssure Bia 12,1 יאשר לו נתן וב׳ ונשאו (Micha 2,2.) 41. בקולצדול בבקר השבים (Mischle 27,14' וצעקת עניים ישמע .42 (Jacob 34,28.) לאורים ולתומים .43 (Ezra 2,63.) 44. Ist kein wortgemässes Citat, sondern xatdt auvsaiv aus Ezra 9,1 und 9,12 zusammengeste 11t. Bibliotheca Samaritana. Der durch zahlreiche Aufsätze in seiner früheren deutschenglischen Vierteljahrsschrift um die Litteratnr der Samaritaner sehr verdiente Gelehrte Dr. M. Heidenheim in Zürich beabsichtigt in 12 Lieferungen die werthvollsten litterarischen Denkmäler der noch heute in einer kleinen Gemeinde im heiligen Lande fortlebenden Secte der Samaritaner, dieser vorgebliehen Erben des Zehnstämmereiches, neu herauszugeben, der grösseren Verbreitung wegen nicht in der fremdartigen und für unsere Pressen ungeschickten Originalsohrift, sondern in der Quadratschrift unserer hebräischen Bibeln, and das allerwichtigste Stück, die Uebersetzung des Pentateuches, welchen die Samaritaner allein als heilige Schrift mit den Juden gemein haben, nicht in Auswahl, sondern vollständig, wenn auch die einzelnen Bücher auf mehrere Hefte vertheilend. Von diesem für den Geschichtsforscher, den Sprachgelehrten, den biblischen Textkritiker überaus nützlichen und dankenswerthen Unternehmen liegt unter dem obengenannten Titel das erste Heft vor. Dasselbe giebt nach der Einleitung den von Dr. Heidenheim theils nach Handschriften theils nach Conjekturen constituirten Text der samaritanisohen Uebersetzung des ersten Buches Mose und zugleich ausser einigen Beilagen aus der sogenannten Barberinischen Triglotte, ausführliche Anmerkungen, welche die vom Herausgeber vorgezogenen Lesarten rechtfertigen und erklären. Wir wünschen dem Unternehmen den besten Fortgang, möchten aber den Herausgeber bitten, dass er in Zukunft wenigstens bei der Pentateuohüber- Setzung sich darauf beschränke, in den Text bloss solches aufzunehmen, was durch die besten oder die meisten Handschriften als Ueberlieferung beglaubigt ist, seine Verbesserungen und die sonstigen Varianten aber in die Noten verweise. Denn bei der unglaublieh regellosen Orthographie der samaritanisohen Texte und bei unserer Unbekanntschaft mit dem samaritanischen Wortschatz, in welchem semitisches und griechisch-römisches Sprachgut sich seltsam misoht, bedarf es erst der gemeinsamen Arbeit vieler Gelehrter, um mit Sicherheit sagen zu können, wo gebessert werden muss und wo nicht. Dazu müssen sie den treuen gegebenen Text in der Hand haben, nicht einen durch hier und da eingestreute Verbesserungen gemachten, und in räumlicher Absonderung davon werden dann die bisweilen glücklichen, oft gewagten Vermuthungen Dr. Heidenheims als ein Beitrag zu der angegebenen Arbeit gern willkommen geheissen werden. —