Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 14 (1885)
- Issue
- N° 20. (14.5.1885)
- Date
- 1885-05-14
- Page
- Seite 79 (sequence 3)
- Language
- German
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— 79 Die neuesten Ausgrabungen in Gosen etc. (Forlst-tzim;;.‘ Am •"> Februar lSs:{ begann H. Naville seine Tluitigkeit. Der Platz, wo er den Spaten einsetzte, war glücklich gewählt, denn an •1• ■111»״lhen hatten Denkmäler aus der Phara11״c11־Z״it zu Tage gelegen, und er gehört■• sicher zum Gebiet der Landschaft Gosen. Wo diese zu «neben «ei. unterlag von vornherein keinem Zweitel; denn die Bibel selbst giebt darüber sichere Auskunft E« war itu Osten des Landes gelegen, und jedenfalls hatte das von d^m v Les-eps’schen Siisswassercanal bespülte Gebiet, welches heute Wadi Ttnnilat heisst, dazngehört. Vor Naville's Grabungen war die Triimuierstätte Teil el- Masclütta von Vielen für das Kam»es der Bibel gehalten worden: aber »cl:r )>:!],] forderten die Arbeiter des umsichtigen Genfers Inschrift••!! zu Tage, welche erwiesen, dass hier ein 1 >rt gelegen habe, welcher den altägyptischen Namen I’i-Tum. d i. das koptische Petlinm. das h-bräische Pithom, das griechische Pithom. Peitli•'• und Patumos trug V'on dieser Staclt. weiss der hebrai-cli•• Hihcltext zu erzahlen, dass die Juden dalb»t Vnrruthshäu«er für den Pharao!!■baut lütten, wahrend die Septuaginta statt des hebräischen Wortes, welch■‘« wir mit ,.Vorratlishäuse!״ übersetz••!:, .befestigte Städte“ giebt. Diese Ihmten sollten nach der!••■!reifenden Stell•• im Exodus mit Nil-Ziegeln hergestellt worden sein, und wem! die heilig•. Schritt lti-r über wirklich geschehene und nicht über solch•- Ding•• Kunde giebt. welche der Legende augehör•!:. musst•• mau Spuren derselben bei Tel •1-Ma-chüta wiederzuliuden erwarten. Und in der That entdeckte hier Naville das Einzig••, worauf er zu st t essen hollen dürft••: •!••!111 sein•• Arbeiter etios-e!: in unmittelbnivi• Nachbarschaft d׳s Platz•“«, wo -ich der Tempel erhob••!! hatte, auf in Dauwerk von gros-er Ausdehnung Di•• Mauern bestanden aus nngtd.!nnntoit. mit M״t!״l v••!■buiidencn Ziegeln, waren von vorzüglich••!־ It׳'ch:ulen,1׳it. 1;!• Fu-s g cngli-ohe Yards zu ’• Fu»- •lick und nach a11--׳n bin not!!•-..!,derer S*rgf.!ls. ja »•: ״u> geglättet. \vi•• sich di•■- mit eintacheiu Ni!-S. hl!tum nur imm׳■•• b••- werk't -ibg• n l:1s-t Di••-•■' l!.01work gehört•* »ich• r in .!י!!; .« ■״ו gute Ep״׳d!e und in di•■ Z״it, in w.•leier di•• Pharao!:■׳], noch b• -t :•• I•׳ •,va!•••!!. Werk•• v. ■״ langer Datier h••:vu'telleii. ln —:!.••ווו Innern lunde'i sich viel- 1■••• ■11• winklig׳• l’num■• it! vcr.»• hi• •!••וו■•!•!!■•'•"••. von •icii.-n!••!וסו■ mit •!■!•• .■•:•1׳• rn vei-loiuden w,!!•, und /! ■!•■!!•!11.11! ו: nur von .1..-!!1 ,••!• zu gelangen Vcfaloelit ' Wer dt•• I!!־»t •'111 U ge t| Voll '1 V | •t i ». 111•! | Kol 1!sp. ieberai In d׳n t»!1111 •11 von 1 >• -1 i Ila'an und Theben kennt, w. 1• ■I••■ undi•• l.nndl•״'•• zeigen, wi• si•• zu ihnen aut Trepp•■!! hii.aii'teigeu. um da- Korn von oben hiueiuzu-chütt• n. ■l.-r wird 1 ■ i• ■1.• zweifeln, da»s wir ••» hier mit »ו1>1•׳•■" zu thun haben Wozu sollt■•!, audi l!aum••, ■li•• nur von oben zugänglich sind, ander» dienen, als zu! Aufbewahrung v •n Vorralheii i Daz1׳ hat Naville in der .Mit!•• der Wand•• י •efl'nuiigen gefunden, welch••, wie er vermuthet, mit Holz •der testen Zcugvorh.iugeti abgcspeiTt werden konnten. Sollt•• •b-r Speicher gelullt werden, so ward das V. l schlnssstnck medergela-sen. hatte man ihn bis zu de!! 1 t.-tluuiigen geleert, so zog man es wieder auf, und um ganz ähnliches!••nsterartiges Viereck findet sich in jeder Abtheilung des Hildes eil,es Sp. ich•:!•.» zu H׳-ni llasau. Der v!>11 Pith<•m war ungemein gross, und eine ausserordentlich stark•• Mauer, von welcher ganze Stü. k•• erhalten geblieben sind, umgab ihn. Wenn man nun bedenkt, •lass von hieraus •11•; Heere des Pharao oft nach Syrien zu ziehen und dabei «utf-r allen Umständen mehrere Tage lang die Wüste zu passiren hatten, und wenn man ferner durch eine hier entdeckte Inschrift aus der Zeit des Ptolemäus Philadelphia erfahrt, dass Pithom zu denjenigen Städten gehörte, wohin die Völker des östlichen Afrika ihre Tribute zu bringen liatteu, so begreift es sich leicht» welchen Zweck diese Vorrathshäuser zu dienen hatten Da sie an der Ostmark des Landes gelegen waren, welche stets von raublnstigem Schasu-Grsindel Beduinen) beunruhigt wurde, und da ferner von Heroonpoli« •l i Pithom aus, die Flotten aufbrachen, welche das Rothe Meer zu befahren hatten - •lies muss mit der Stätte des heutigen Tdl 1-1-Ma»ehüta durch einen ('anal verbunden gewesen «ein —begreift es sich leicht, •lass es hier un Befestigungen und einer Garnison nicht, gefehlt haben kann. Dass in der R0m.-rz.eit ein festes Lager mit der Stadt vorhumlen ■war, haben die Ausgrabungen gleichfalls erwiesen. I•־.•rt»,«•tl'״lgt . Collectanea zur Mischnah. SeMll»».) Handelt cs sieh in diesem Fall•■ nur um eine Ma«si,••Stimmung. so «i: 1 :;;!.< . in and• rer durch eine richtige Etymologie zur Erklärung der Sache liehilflieh »••in: Mukkot l.ö, Talmud f .'!. a wird von •len falschen Zeugen!.)•*nt. I;1. I .'• sgg ■ gesagt: kommen and••!•• und überführen di•• rstci! •!••r Lüge, kommen wieder ainlere und überführen diese der Lüge und so bis zu hundert, müssen all■• getbdtet. werden, R. .)•■huda sagt, •las war••*! C*Ctow*K• es dürfen nur die ersten Zdigen gctodt״t werden. Au» der Frag•׳ des Talmuds: ״We1.ll' •s אי״צ״יב ist, sollten auch die ersten nicht getodtet werden,“ lässt, sieh zur Sache nichts entnehmen l{a»rhi will das Wort, von dem bald. ב~א 11*•!•r rU-* abi.-it•׳!!, •Icitina• ii hi•־«»•■ ••s da» erst•• Zeiigciipa.ir i»t ein gottlos••», daher soll es um all■•!!! getodtet werden, hingegen will Maimouides d.i» Wort 1 nach einer talmudi'elie:! Etymologie als F.irb-uifopf erklär••!! und k>•111:11' zu 1׳•■!• kiiriitsen Deutung: .,Ist denn •li••»••» •־׳זי!!• Z״uge11paar ••in Furbeiit.opl, an •(11!•׳ all•■ si.b b.sebniut /,••n, di■• mit i I 11 וt zu thun i..1i1en,» daraus folgt als••: Da zwei Zeugen kein Farb-ntopf sind. »•• '••!!••1ו nur di•• •-1 st.■ 1, g1-1׳ ■ •■ It••t w. r.l.n Mussajdiia w1!i da» Wort v■ ■!• •b m grie'di '־!••:! :.ד/ד:••i’••11. w-.geg• 11 sjeh sj.j-iV(■ 1!Ii■ ■11 nidiis . .1!«•••in 1.■1! •|a da- א p!׳•-! b• t i! um b• i י~!1!.■!'1' '!••!׳• •!■!j•1 ton v• •!• gri••- el!!s,■ Ij■•!1 Wörtern, di•■ mit zw'■! <'• •ti'on.tui•■!! I•••g1nn••n, |{• g.| i»t. Hingegen mu"'׳■ man na11••< •1 ׳ r Erkl.1ruttg ••in A Ij•■<•1!v lavatt' ii. »ln ndii1■׳• •b-n g׳./׳׳.vungelten Stijti 11. ra1׳'Z.ubekon1u1׳׳u D.i' T't•■ Z׳-ug1!״pa.!r i't •■it. autnilirefiscbes S.-br leiebt. lassen sielt all•• Schwierigkeit••11••• 1־•!! ״. wenn mau C'I'-w'S für 1 erklärt, und R .J‘-l1't-t:1t1 wurd•■ dann sagen: Das l'rincip tu ••iuem Proe.-ss•• n,eh:• ai» . 1 i.• ersten falsch■•!! Zeugen uut/.ubring• 11, sei ein•■ ״I'•■b. ittvibtiiig“, damit wurdeau׳-h die talmudische Frag׳• n!״■!•• it)'t iiumcn, ,w.-nn •» Unrecln. ist. di*• »putrj••!, Z -ngen zu todt■ 11, ~o dürft•-!! auch di•• ••r.'teu ' nicht, getodtet werd ■11,u da diejenigen, welch•! >!•! verurthf-ü'-n, selbst wieip-r als falsch ••rkannt Word••״ «iml Ei!״• w.-ileic I "nt*T»uchung bezieht, 'ich auf eine bloss.• W••!teiklarnug: Baba Meziä T.l. wird vom 1 Nicliteiubalten des g-geli-neii Wort••' gesprochen und : c*ntschieden, •lass prnecssitali'cli weder 1i.-r Arbeiter * 1!:• i.a. »0!!11 ס• i.t!•׳-!. in ■1•••• 1 ••:!11.10• »!.•11.איכנוכדת• ' w.ts K״!*at im Aniel• »cliuletii i.a■:• U1l*t1-״e1 t'••,111 ae l!••a | i.tXV.g •1• i•■ s'tnsü l•'■!•, Iltllil-st.lll li,1.1!•* ־ .• i't: 11׳•• l׳״a ■i••!••■•־ 11:11.1-. 111• 1! /■11• ra11.׳i11‘i.»tcü1 .11 ״t. )• •״:•י■•! ••!•!׳•! •; .אבר־״ד־א י ו••׳» אם־״י״א! J K** trau* )1♦ן■,1 ■«׳11 י!• יוs ui.׳!.! 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