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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1885-05-14 · N° 20. (14.5.1885) · p. Seite 80

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
14 (1885)
Issue
N° 20. (14.5.1885)
Date
1885-05-14
Page
Seite 80 (sequence 4)
Language
German
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— 80 — noch der Arbeitgeber einen Ersatzanspruch geltend j machen kann, wenn der andere Theil sein Wort nicht eipgebalten hat. Ausgenommen wird hier der Fall, wo durch die ver-äunite Zeit ein uneinbringlicher Schaden verursacht wurde. Dazu wird gerechnet, wenn Jemand .Arbeiter gemiethet bat, um Flötenbläser ן (nach Luiatto’s Erklärung zu Jes f>. 1Pauken־'! schlagen oder für einen Braut-oder Leichenj zug zu besorgen. Nach der talmudischen Erklärung, ] die im Amch von Peripherie abgeleitet wird, wären l das krumme ßaldachiustangen ן Dagegen ist zu bemerken, dass in diesem Falle , ■ las Attribut statt des Substantivs zur Bildung des ׳ Begrilles verwendet wäre, was unwahrscheinlich ist. j dass dieses Wort sieh nur auf den Brautzug und nicht auf den Leichenzug beziehen könnte und j dass die Worte j ללב״א פ יפ, welche sich im jerasa- 1 loiiii-chen Talmud nicht finden eine tilosse sind, die I sich nur auf Brau׳- lind Leichenzug beziehen k •nnen. j E' ist daher für mich zur Gewi-sheit geworden, dass j;פ־־״פד־ nichts anderes als Sänfte bedeutet, denn in ' der Biographie des IVrioles C. J7 erzählt Plutarch von zwei Mäumrn die Artenion hiessen und beide den Beinamen r.iy.y.py.i; tührtei!, weil sie »ich immer in eitler Säufte ln ruuitragen lie--en. Biiiuu. Dr. Deutsch. Reconsionen. Ilcrlincr, Dr. A., Targmn Onkelos. Herausgegeben und erläutert.. 1. Theil, Text nach editio Sabioiicta v. J. LV17. II Theil, Noten. F.inieitupg und Regi-ter. Berlin, Gorzelanczyk 4V Co. Iss;. (Fortsetzung statt Schluss.! Allein in welche Zeit fällt dessen Abfassung der Redart ion? Die Beweisinonteiife, die B. zur Lösung dieses schwierig•■!! Problems vorliihrt, lass••!! ihn zu dem Schlu-s gelangen, di■• Redaktion tiiclit tiefer!.!•rahzudrücken, alin die Z■ it der Schiller R Akiba’s — ein Krgebniss. aut welches zuerst. Rnseuthal in der Zeit sch ritt Beil, Talmud Jalirg geführt hat. Alls ■Kr liew.i-führiing heben wir das Weseutliebste hervor und knüpfen einig••!»••merkuiigeti >Ia 1;tu. 111 dein ang-ili' licn Abwehren der Anihropo- 111• •t׳j>lti••!! erblickt B das geistige (!••präge eitler frühern Zeit., da spater diese Aeitg-lliehkeit, ge- »chwiitidin war Aber in welchem Zeitabschnitt hegegnet man in den Schulen, in den Aussprüchen und Lelinueininigcn der (!••lehrten auch nur im Entfernt.jsteu eine solche Schell vor den Ai'.tliropomorphien, wie dieselben in den alten Versionen, im höchsten Crade in den Targumim, vertreten i-t? Diese Haltung der’ Targumim ist ein•• Eigcnthiimlichkeit, eine noch nicht hinlänglich erklärte Specialität, die, zumal in wesentlichen Moment des Monotheismus hier zum Ausdruck kommt, gauz gut aus ••hier frühen iu eine spate Zeit übergehen konnte, und bietet daher keinen sichern Anhaltspunkt lür die Eixirimg der ltedactionszeit. Unter den ans den sprachlichen Erscheinungen geholten Beweij-eu, wäre z B. die Ueberuagung von “'בי־־פפל•; ** צ״צ in der Thal entscheidend, wenn die Aulla-sung Frankels über diesen Punkt Ueber den Eiuiliiss 11. s. w. S. Isb!, der B. folgt, uuanfeelitbar wäre, w.nn, wie Frankel annimmt, die LXN, nie Xum. 1\::צ־צ*~ א mit /:.i-j-i'.x wiedergeben, und ebenso 0!1k., der צ״צ׳לה ibid ■ und ^'ד״ל# Deut.'.,'-,-:ז mit;־־:פ״: übersetzt, einen vulgaren Vcr.oii w..1.׳ii11u1 K•• t.i. 11> 1־ t>c 1<a 1■ 11!•• r. Mag LI.arg liru. k v Ausdruck benutzt hätten, womit man das PVX'X- Gebot als solches bezeichnet hat. Könnt« •a nicht sein, dass unter ־/.;z-jtu?* ebenso unter ■stptKTi, womit £נדיר*ב vertirt ist, nur je ein Theil des ”"*^-Gebotes verstanden worden ist, und dass auch dieser Auffassung, wie in vielen auderen Fällen, die Halacba zu Grunde liegt? Folgende Boraitba’s liegen nns vor: א־ ן צזרת אלא דבל ה״־צא ־דבל בל שללא fSifri Bamidbar sj 71."> —edit. Friedmann; Menachoth »1b •: ferner: .הא ב־צי של״הא :ד*לד. ״צא דן ל.ב:ף 'צ־צ־־־ דן ד,:־־ל~ ,Sifri ibid!. Dem דבל ד.*י צא würde , als Concretuni /.״.i ■7,׳,׳;:ז Saum) entsprechen, ftir “ל”*! wäre גד-יסרד gewählt, und die LXX hätten iu Uebereinstimnmng mit der Halacba einzelne Bestaudtheile des 018<61ס-צ'צ’לת genau fixirt. Ins Targmn konnte behufs einer genau׳ u Wiedergabe von •צצ״ל aus Mangel eines zutrelfendeu aramaischeu Ausdrucks ein auch in jüdischen Kreiseu geläufiger griechischer — בריבפד־ן — gelaugen, und aus dem Streben nach Parallelisirung vgl. Frauke): Zu dem Targmn der Prph S. •_U. Anm. '.׳) hatte sich derselbe Ausdruck auch für ~ל"■; eingclünden Demnach wäre cs gar nicht so unwahrscheinlich, dass "בי״יבפל von einer Redaction selbst im viert•■!! Jahrhuudert, wo ja das Griechische in der Lit1>-rat11r häufig auzutretfen ist, benutzt worden ist. Das schwerwiegendste Argument iu der Beweisführung bildet unstreitig der Hinweis auf die Thalsaclie, dass die im Targo.m erscheinenden halachischen und agadischen Bestaudtheile auf keim• spätere Zeit zurückgelien, als auf diejenige, welcher der Schülerkreis R Akiha s angel!״rt. Allein auch liier giebt es noch Bedenken.- Manches in jenen Bestandteilen, zumal solche Auslegungen, die im Volke die allgelneinste Verbreitung gefunden, die sieb der Popularit;it zu erfreuet! hatten, mag aus mündliclier Ueberliet'erung stammen, aber könute der bei weitem grösste Theil nicht entlehnt sein aus jenen Werken, iu welchen in erster Liuie das Lehrgut der Schule It. Akiha’s niedergelegt ist, u.itnlich aus Mechiba, Sil'ra und Sifri? Der Annahme, dass diese Werk■■ im vierten oder gar im dritten Jahrhundert bereits vorhanden waren, stellt dneh Nichts im Wege. — Es müsste nachgewieseu werden, dass derartig«• Bedenken in das Bereich der Unmöglichkeiten gehören. Oh mau nicht nach neuen, auf siehrerer Basis ruhenden Gesichtspunkten noch iunuer wird suchen müssen, um die Frag•■ nach der Ahlässungszeit des T. O. einer endgültigen Lösung cm gegen zusetzen? Die Ausführungen iu dem Buche B.'s sind, wie bereits bemerkt, so reichhaltig, dass es zuweit führen würde, das Wesentlichste auch nur iu grossen Zügen zu 1'eprodiH‘ireii. Ich he-chniuke mich auf einen Punkt, der, wie ich annchme, besonders hervorgehoben zu werden verdient.. ׳Schluss folgt.) Notiz. (ö'i liili••■!1.11 It, ■l.\. 1.111■’ 14-11 l.iti ll.ii. n -ei l׳ .f1nkl.n1׳ da-.- Sie 111 N••. |s llnc.» g* - 11־. Dian• .- ■ I••!■ \V.1!1r!1.־it. •li•• au,■!, i.-li!,••in• •wi-' zu ..\er-• ׳i.!•• i■ •in־■ gewillt war. •1:•■ Kbre geben. Wenn »i.׳!!.lieS.i. 1ו->1-1!1י •«■:••\״ •‘•fiir^e-t. .!♦ ii.,1. -..liegt ,|;,ג Schuld :011 Veil.g. r der .. 11g.1*11.1 ■»׳ li•11 ■■!׳ Ku k-i. 1,1,1,* ,1!« W••!!•111... :־• •b in!1׳ t•!,.:-.!!••״וו *in einer gr •--••11 Zahl von l'-N.-i■1|•!.: 111 4־ aii-geinei•/" bat. E» Wal• -!.gar ine tS:• •:gr.iן•tii•• M.ipu s v•ויו»•!, itc. We! ':•• an ■1. n l:eginn •i••- Werk.-- ge-iellt vve'-leii -״Ille; waab•.*:־ ■!• - zu gros-ei» I iiitiiiig•׳•«, •bn •Ins 1:11.11 dadurch wurde ■g.11■ •.1.0:1.11׳ liaben, l.iiierla--.•!! werden niii'-ie.*• I■ 11׳ liabe -.!•4 11״••!■ einiger Zeit in•• Am klarilug d’.e-er Sa.li•״- ,־wie e*!■!•■iii•• Ue'vei-,׳ m. 11.• 1׳ H.׳ban|>tnn!r an 11 •1׳ ..llaimli/■׳ gi -an li.!• i br i-1 aber .!״n die N1״i/. n.- b 11 i vlit erschienen. I.• ip/ig. den s. Mai!>-.*•. |»r. S. M a 11 ■I e 1 ke 111־. Wirwui'din die-e!!•• a• 11■ iu die-, 1)1. \ 1 1•!). niliiii• 11. Ited.l ״u lb I,. \\ultt. M!״•leimig. Verlag v״n K״berl t’rie-e. I,eip/ig.

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