Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 14 (1885)
- Issue
- N° 17. (23.4.1885)
- Date
- 1885-04-23
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
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20. H. Maasse korbonot 2.3 20. נדר או בנדבה 4) נדר או נדבה M. 15,3) 1. H. Sohegogot 1.5 תורה אחת תהיה 22. H. Terumot 15,22 ואני נתת• לך את 23. H. Bickurim 2.0 בארצכם 24. H. Terumot 3.20 מכל מעשרתיכם תרימו חרובה 25. H. Synhedrin 4.1 u. דסמך דיו 26. H. Nedarim 12.21 לא הניא אביה אותה תורה אחת יהיה .21 (4 M. 15,29.) ואני הנה נתתי לך .22 (4. M. 18,8.) 23. 4) אשר בארצם M. 18,13) Dasselbe falsche Citat erscheine auch in vielen Talmud-Ausgaben Menachot 84b. in Baschi ibidem 4 mal und in Chulin 136 sowie ibidem Baschi. 24. תרימו תרומה steht nur 4 M. 15,19 bei לחם. Bei 18,29) מתנתיכם) steht ,תרימו את כל תרומת ד und bei כן תרימו(18,28) מעשר גם אתם תרומת ד". 2 25.ויסמך את דיו ■ (4 M. 27,23.) 26. 4) לא הניא אותה M. 30,12) ibidem 30,6 heisst es: ,ואם הניא אביה אתה (Schluss folgt.) Litterat ui* berich t. Recensionen. Die Lösung der Paradiesfrage von Moritz Engel. Mit einer Karte. Leipzig, Otto Schulze 1885. (Schluss.) Der zweite Fluss ist der Gumar-Makati Gichon und geht aussen herum um das ganze Land er-Riasoh und er - Ruweschidat Kusch. Gumar heisst An- Sammlung wegen der Bildung von Teichen. Makati heisst er im Oberlaufe, Vereinigung, weil er viele Bäche aufnimmt. Das Land er - Ruweschidat - das Land der beiden Graden (d. h. der 2 Zuflüsse des Makati, die gr ad läufig neben einander ihm zugehen) ist das Land des Kuschan Rischataim, welch’ letzeres der Hassname für das Land ist. (Die beiden Verkehrtheiten). Der Kischon, der beim Karmel ins Meer geht, heisst ebenfalls Mukatta. Der El Garz (Hiddekel) geht ostwärts vom Hauran (Assur). Dahei verweist der Verfasser auf II Samuel 2,9 ואל האשורי (Isboseth wird König) was die Ebene Basan*) bedenkt, sowie auf I Mos. 25,18 מחוילה עף שור־באכה אשירה (vor Havila). Ferner zieht er herbei IV. Mos. 24, 23—24 wo Assur und Eber zusammengenannt werden. Der 4. und letzte Fluss der Oase Ruhbe, der Wadi es Sam, der Frat, bleibt ohne weitere Erklärung, weil er (nicht der allbekannte sondern der letzte der vier ist! Dieser Frat ist I. Chron. 5, 9 und 10 gemeint. Hier in dieser Oase, und nioht in Babylonien, wären nach E. die Ursitze der Hebraeer gewesen. 1Da freilich entstehen Schwierigkeiten, welche wir den Hieroglyphen- und Keilinschriften-Lesern aufzuwerfen und zu begründen überlassen. Josua’s בעבר 24,2) הנה“) freilich spricht nicht dagegen, da der L’ehar der Jordan ist. Paddan Aram, Aram Naharaim, die Stadt Cliaran und Bileams Pethor findet unser *) Der Barsilai, Vater des Adriel aus M’chola, ist doch wohl »ich?, was E. annimmt, derselbe wie Barsilai der Gileadite aus Kogl im! Verfasser hier im Ostjordanlande. Damit vereint sich, dass der Talmud (Synhedrin 105a) Laban und Bileam und Kuschan Rischataim (dieser wird als Vater Bileams genannt) identifizirt. Paddan ~ Feddan, das Stück Land, welches ein Joch Ochsen an einem Tage umpflügt; Paddan - Aram ־־■• Sadeh Aram (Hosea 12,13) ist der Acker von Aram ” ager Damascenue, das heutige Merdsch v. Damascus, das Acker- und Wiesenland zwischen den beiden Flüssen von Damasous. Auch noch in den beiden ersten christlichen Jahrhunderten muss diese Identität (von Paddan Aram und Aram Naharaim) im Damascener Gebiete genau bekannt gewesen sein, wie aus den Legenden über Abraham zu schliessen ist, die hier localisirt sind. Den Bauern der Merdsch ist ihr Land das Land Jbrahims und ihre Religion die Din Jbrahim, die Religion Abrahams. Das Merdschland östlich von Damascus hat, wie Wetzstein berichtet, eine alte ungemischte Bevölkerung, weil die dortigen Fieber den Fremden tödten. Dort haben sich noch Reste des Din Ibrahim erhalten. Den zu begrabenden Leiche hat der Mulakkin (Souffleur! das Glaubensbekenntnis nachzurufen und fügt hierbei hinzu: Der Muslim ist mein Bruder, die Muslima meine Schwester, Abraham ist mein Vater, seine Religion ist die meinige und sein Bekenntniss das meinige. — Der Gast scheidet von seinem Wirthe mit den Worten: Habe immer Abrahams Tisch, Essen die Hülle und Gäste die Fülle. (Excurs Wetzsteins zu Delitzsch’s Hiob S. 382.) — Selbst auf Jacobs Verhältniss zu Laban finden sich noch heute auf dem Haurangebirge Analogien. — Obwohl Abrahams Vaterhaus zu Haran*) in Paddan Aram, dem Merdsch von Damascus, war, so ist dennoch das Haus Nahor-Terah auch dort nioht von jeher heimisch gewesen; ihr Stammzweig ist anderswo hergekommen und hat sich erst zu Haran mit einem befreundeten aram. Stamme verbunden oder vermischt. Woher sie nach dort gekommen sind, das lässt sich jetzt endlich, da alle Fäden nach einem Punkte zusammenlaufen, mit einer Wahrscheinlichkeit bestimmen, die an Gewissheit grenzt. Ihr Weideland zu Ur-Kasdim östlich vom Isthmus der beiden Damascener Wiesenseeen ist ja einerlei mit dem Weidelande Umm es Sad bei dem Bir Kasam**) und dieses gehört denselben beiden Beduinenstämmen, welche zugleich die Besitzer der Oase Ruhbe in der Harra des Ragil sind. Diese aber ist• der Garten in Eden ostwärts. Dass freilich gar Manches auch unseren Widersprach hervorruft, dass wir z. B. die Auffassung der ßeschneiduug als eines Wesme***) kaum begründet finden — ist selbstverständlich. Aber das dürfen wir Allen, welcher Richtung und Meinung sie seien zusichern und die gegebenen Auszüge bezeugen es, die Lektüre des gut geschriebenen und schön gedruckten Werkes wird sicher anregend wirken und Jedem Etwas bringen. L e w i n־Coblenz. Frankfurter Rabbinen. Ein Beitrag zur Geschichte der israelitischen Gemeinde in Frankfurt a. M (IV. Heft). Rabbinatsverweser Nathan S. Maass und R. Pinchas Horowitz (1769—■1805) von Dr. M. Horovitz, Rabbiner. — Beilage zum Bericht der israelitischen Religionsschule. Frankfurt a. M. Commissions-Verlag der Jäger’schen Buchhandlung 1885. (91 S. dazu aus dem Memorbuche 6 יזכיר und ferner Grabstein inschriften auf 12 S. 8.) Würdig 8chliesst sich dieses Heft seinen Vorgängern an, wenn auch vielleicht die Correktheit *) Harran el Awainid. **) Betarije am siiill Wiesensee. ***) Kipenthumszeiehen eines Stammes, liier Gottes.