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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1885-04-03 · N° 14-15 (3.4.1885) · p. Seite 57

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
14 (1885)
Issue
N° 14-15 (3.4.1885)
Date
1885-04-03
Page
Seite 57 (sequence 5)
Language
German
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als verheirathet vor, während bei K**tropp die Brüder I uw eine Schwester werben. Das ist allerdings etwas : romantisch und verträgt «ich nicht mit den schlichten, j biblisch überlieferten Thatsachen, aber dieses Momeut i ist das treibende Vehikel, das Leben und Bewegung j in die Dichtung bringt Es ist unbestritten ein Ver- ן dienst Kastropps, dass er durch Farbenschmelz und Colorit uns die einfachen Thatsachen der Bibel zu lebensvollen Gestalten erhoben hat, dass er die ersten Menschen schon aut einer gewissen Stufe der Civilisation und Intelligenz uns nahe bringt, so dass wir mit wachsendem Interesse, gleichwie in einer spannend geschriebenen Novelle, die Schicksale der Einzelnen , verfolgen. Carlsruhe i. Baden. Rebecka Treitel. Littorat111־l)(‘rirl1t. Recensionen. 1 ——•:•זנדרות הד־ד־בב. לליל־ •ג. Recitative und! Gesänge, Lob- und Danklieder zum Vortrage am! ersten und zweiten Abende des Ueberschreituugs- : festes, von Ad o 1 p h Soli ö 1! fei «1, Gantor der Brüder- , Gemeinde zu Posen. 1 ss| Selbstverlag.!Schluss.) : No. I (,כזד• נעז*־,נד) ist nach der Weise, wie die Mischna im Allgemeinen vorgetragen wird, tixirt. und ׳ zwar nach Baer’s ״Trakt.Vorbeter“ S. 170. Es ist den | Lesern hinlänglich bekannt, «lass früher «lie Mischna! nach bestimmten Accenten vorgetragen und 1 — als תד־דז •:נבע״ פ -auswendig gelehrt wurde An! «len »•sterabenden. wo es sich um «lies Pflichtgebot 1 Von הנדת לבנך* handelte, sollte das Kiinl zeigen, «lass ] ts auch eine קיד״א zu frngeti im Stamle sei, und da 1 wurde vmn Lehrer auch die snnctionirte Melodie festgehalten Ihr Ursprung von «1« n Accenten wur«10übrigens I sch״n von Zunz Syn. Poesie 111, Anm. a׳ «|Uellenmassig nachgewiesen und atlf sie scheint sich u!1«11 «bis talnm-lisch.״ב־נה בלא ז״רה ׳ «M״g. :!■.'« zu beziehen. A'tili «lie amlereu in «hr Synagoge •/,an Vortrag komm• n«l«>n Mis.dma’s (;בדה ':״1־ק־'. א־זה* דק־ד) wer«l.-n vom Vorbeter in diesem Tone antroducirt, und selbst «latonreich«ה.בהנ~ ׳• der Ahoda bin ich geneigt von <1• 11 Acc. der Mischna h«׳rzuleit«׳n. Das 2*לגד (No. .״־, «•b.-ntalls ans Ba«r No. Ttiö entnommen, ist tonisch <li•■ ״•■wdhnli<11e Se|1!11s~n1׳׳lo<li«; von «len Sabbath-Psal1n.-n <לדנצה ה ד־ לב־ נ־נ:ה) wie sie später auf «len Gesang ““אל א und «li•• ersti-n ouubath-Sem;1bi.11• בל ■S" '“ ”“ב# iiberilagen wur«le Die Polen beilienen sieh liier «ines freien R«*citativs in Moll. Es muss hier hervorgehoben werden, «lass die Synagoge ziemiieh arm an M«׳lodien ist, weshalb sie sich vielfach wiederholen Die. Paitaniut wussten di«׳s zu berücksichtige•', indem si•■ lieber die B׳‘z׳ i« hm1ng בננ*ן oder [בל”ו anstatt d« r «h s Vers-!nasses ( בדידקל) wühlten. Kommt «•ine soh he vor, fuhrt si,• gewiss v«>n eim r spatem Han«l her. Von «hu M.do.ii.'U d«•!■ anderen Stücke, Ilallel mit inbegrillen, ist zu erwähnen, «lass nur ihr Schluss in mitsik. Beziehung stabil und alt ist. Diesen Tonscliluss kennt auch di•• mittelalterliche christlich«! Kirche, und kommt er auch bei «len Ueb<-r.s11׳rift1׳u der Psalmen vor, so ist das ein Beweis mehr, «lass dieselben als ein von «len Psalmen zu Trennemles be- )tändelt wurden. Die עינזד דב*ת wer«leu in «len: Ton d« s Rahit der׳ Syn. vorgetrageti, wie z B. “אל דב נב׳. Die Melodie von כ*־ ר׳א;אך bringt schon Rittetigel (in seiner. Hag! von Uilli nur in etwas veralteter Forrn. Steins«'hnei«ler, der dies verneint, scheint die Melodie nicht wiedererkannt zu haben, eie liat aber bei Rittangel ganz den Charakter unserer No. 22. No. 2•! חבל ist insofern fälsch notirt, als diese zu «lein אבא בח־־ל des Jos. Tob Eiern gehörige Piece für ידי הנד־ל nach der Melodie von רבדע בבתב אדת (Musaph d. 1. Neujahrst.! gesungen wird. Die Auftaktnote c veranstaltet den Character «1er Melodie nur, ebenso das c im 2. Takte. Die Melodie müsste so lauten: fga.<>ga (Clia-sal >1,1,1111־ Pesacli kcliilrhnto' D« r 2 Th«׳il (1ך) ist besonders cornunpirt. Gerade niitdeinVariiren «1er si-huustenSy 11 ag««gcn-Melodien wird vielfai li gesümligt. Mö« hte11 «loch di«• Herren, «lie es als ihre Aufgabe betrachten, das alt«• Chasauuth niederzuschrciben, bedenken, «lass sie nicht nur für die Zeit ihres Lebens sc hreiben, wo zum Glück«« «lie Melodien in ihrer alten Form noch ziemlich gekannt sind, vielmehr, «lass wenn einmal, wie wir zuversii-htlieh holfen, für «len Syiiitgogctigesang «lie Zeit lies Erforschen» anbricht, mau in «rster Reihe sie, die falsihen Propheten, verantwortlich machen un«l «1er Cormption zeihen wird. - W1nulerbar«׳r Weise kenut d«׳r deutsch!■ Ritus «h u Sc«h־r «les Tob Klein nicht, sondern hat «laliir «las eigentlich in den Musaph von הד "w gi'hörig«• ”,*אה. Er tclill auch!)••i Haer. No. 27, אד־ד ה־א, ist I!r-p1־ü11gli<׳h « in allgemeiner Tis'hgesang, wie er v«,n Zimz!״Ritus von Avignon“ lii'.t, 11 neben VT* א־ה ד־ angeführt wird. Di«« Meloilie ist «li'Utsch. Ich «■rinnet•«* mi«׳lt in «len lelzt«׳n siehziger .liihrgüngen «h׳r ״Garli-uhiuli,•“ ein•« ganz ähnliche Volksimlmlie mitgetheilt g1׳.seh«׳n zu haben. Die deutsche Weise ״Allmächtiger Gott“, «li•! in unserer Sammlung «•igenthümli<׳h«!r W«׳ise fehlt, findet sich schon 1 ■’«:.'•i gedruckt. «Vgl Zunz, «lie Ritus S. löö., Selbst, in der -panis« ln ti llugada (Ainsi. 1121)1..*־ הללל את ist cs vorbamlen um! ״«ler Jud!«4 von 1b׳m ״Ex-Judäus“ Gottfried Selig (L«׳ipz. I71!!t1 bringt sogar «lie Midodi•• in ganz getivuer Wiedergalie. Im 2. Bänih lien S.!ts ivird au>11׳ «•in amleres Tisi hli «1: ״Keiner i>t. wie tin-er Gott, E11 kebdienu mit seiner Mehnlie mit get heilt.. Wa- <la> V”"* אהה ד״ anlangt, סי lullt«! i«־Li «•s lür ein S«■1mlIi••«I na« 11 «■hri-tli'-hein Mu-ter I••11 11- •י li«■sse «lies;1י1ו einem Beispiel b. i F׳,rkel (({«•.-«•1! «1. Musik 11,171•, wie im Mittelalter in ,!•'11 Möih Iis-׳ liuh-n <li«! ״Tropen- oder ״Mu«lia 1,11•.'•<״ worden Um es «len Lehrern l«-i« 11t. zu m.i, hwi wurden ihm lür 1ני׳1י Tonlull )«•der Kir« heutouart «■in M«-rkv«׳r-•!!«•11 gesagt, «las er -i« h nur vorznsing,•!! br.t«t«,hte, wenn ••!• sieh «1er M. loilie «•riuuern wollte. < 1 . , l’״ I nt »סי־ iiitnv inan mr u»11״ iropw* de- 1. Tons: Adam prinms homo ״ .2 ״ Noe sei iimltis ״ .!'• ״ Ter(ins Abraham ״ .1 ״ Quatuor Evangeüstae ״ ü. מ Qitimpte libri Mosis ״ •i. מ S«-x Hytlriae positae ״ .7 ״ Septem S« •ln *lae sunt artes, ״ •S. ״ Sed «*« to sunt partes Die Aehulii'likeit mit unserm * אהה ד ist leicht zu ersehen. (Lei«hr i-t 11!ir «lie nGeschi«-hte des Erzi'diungswesetis11 von II••!ru Dr Güdematm hislier ttnzugänglich geblieben, um «lort Aubaltspunkte für meine Vernmtlmng na« l1>u«11en zu können!. Was «li«• Melodie «lies«*r Pi«•••« und «1er v«m נדיא “ b^trill't, so lialte i«!h sie für willkürliche: in Dentsclilan«l saug inan «leutsche. in Polen polnisch(! Weisen zu diesen Texten. In meinem elieili .'iieii Hause (in Krakau), wo auf tra'lit. Melodien viel Gewii ht, g«degt wurde, wurde «las ה״נ ahnli« 11 wie unsere No. dl («li«? letzte 1 gesungen, nur wiederholte sich das TI בתה״.

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