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Das jüdische Literaturblatt · 1881-12-21 · No. 51. (21.12.1881) · p. Seite 203

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
10 (1881)
Issue
No. 51. (21.12.1881)
Date
1881-12-21
Page
Seite 203 (sequence 3)
Language
German
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203 sen 3 Stellen לקח auf Frauen bezüglich, ist dennoch nicht נסב gesetzt, weil sie nicht zur Ehe genommen wurden, sondern דבר dem wahren Sinn gemäss, ,,hinwegführen“, ״entführen“. Ebenso Jon. (2. Sam. 11,4) ודברה ויפחד. II. Zu Lev. 1, I. Massora parva S. 85 bemerkt Hr!)*berliner: סימן ספרא דויקרא דירבון ספרא דוידבר דרבא. Diese M. findet sich in cod. de Rossi nicht; nach Luzzatto, der sie mittheilt, bezieht sich diese Bemerkung auf Lev. 16,32, wo ימשח דירבון (ed. Sah. aber דיו־בי) und Num. 35,25, wo משח דרבא (ed. Sab. aber דרבי). Für die Annahme Luzzatto’s ist nicht der geringste Anhalt zu finden, er führt keinen Grund an und bemerkt selbst, dass ed. Sab. an beiden Stellen mit seinen Angaben nicht übereinstimmt. Da in der Massora kein Textwort angegeben isL so ist auch nicht anzunehmen, dass sie sich auf eine einzelne Stelle bezieht; sie enthält den Wortlaut und der Form nacli die allgemeine Regel, dass das verb. ״ משחsalben“, ״weihen“ in Levit. an gewissen Stellen als Futur, übersetzt, bezüglich der Verordnungen betreffend di« noch bevorstehende Siiftshütten-Einweihung, dagegen in Numeri, auf bereits Geschehene» bezüglich, als praeteritum Uberset t ist. Diese Stellen sind leicht zu finden, denn nur der Infinitiv, der der Zeit nach unbestimmt ist, wird meistens der Zeit nach verschteden übersetzt. Im Levit.. 6,13 בים חמשת אותו und 7,36 ביום משחו אותם ist זיירבון — משחו, המשח futur., dagegen in Num. 7, 10 und 84. ביום המשח אותו und daselbst V. 88 זירביו המשח, אחרי המשח איתו praet. So in ed Sab. an allen Stellen und meistentheils in anderen Asgg. Zu דרבי משח (Num. 35, 25) welches regelmässig übersetzt ist, bedarf es keiner Massora. דרבא mit א ist für ״salben‘• ungebräuchlich, nur רבי. Sehr wahrscheinlieh ist das א statt •יו hingeschrieben, es muss heissen: דרביו, praet. plur. An allen diesen Stellen ist in Levit. ‘דירבו und in Num. דרביו. beides der plur., gesetzt, weil sie sich sämmtlieh auf die Salbung und Weihe der Sliftshütle beziehen. Nach ספרא ZU Lev. 7, 35 (siehe auch באור daselbst) wurde die Weihe der Priester und des Altars nicht durch das Salböl von Mose allein, sondern auch von ganz Israel, vermittelst dessen Opferspenden und der ganzen Tagesweihe, gemeinsam vollzogen. III. Zu Lev. 5,3. Massora magna S. 46. יטמא דמתרג׳ דיסתאב ו׳ באורי׳, לכל טמאתו י בל אשר בתוכו י או איש ♦ וחבירויואיש אשר יטמא י ולא יטמא כל: Lev. 5, 3, 11, 33, 22,5, (zwei Mal), Num. 19,20. Lev. 14,36 ist לסתאב לטמא sonst להי מסאב. In Palschegen ist diese M. bei Lev. 11, 33. Der Verfasser gesteht selbst, dass er den Grund dieser Abweichungen nicht erkennen kann, auch Berkowitz, der im חות יאיר Patschegen bespricht, giebt keine genügende Erklärung. יטמא, hat an den meisten Stellen die Bedeutung des Imperat. ״er, es soll unrein sein“, יהי מסאב, Lev. 11,24, 26, 27 u. v. a. 0., ebenso ויהי מסאב וטמא Lev. 11,25, 28, 32 und an allen andern Stellen mit Ausnahme Lev. 13,45. Nur an 5 Stellen ist לטמא nicht imperativ, sondern futurum, an diesen ist es יסתאב gleichfalls futur. Es sind die in der Massora bezeichneten Stellen: Lev. 5,3 לכלטמאתו אשר יטמא בה Lev. 22,5 2 Mal אשר יטמא לן Num. 19, 20 דיסתאב אשר יטמא, ואיש איש אשר יטמא . T T : : und Lev. 14,36 וזלא .יסתאב ולא לטמא, כל אשר בבית In Lev. 11,33 כל אשר בתוכו לטמא ist לטמא offenbar imperativ, dennoch =*= לסתאב halachisch. Der Vers lautet im Text: וכל כלי חרש אשר יפל מהם ״ אל תוכו כל אשר בתוכו יטמא ואתו תשברוUnd alles irdene Gefäss, in welches von ihnen (den שרץ Arten) hinein fällt, — alles, was darin, ist unrein und es selbst sollt ihr zerbrechen.“ Aus der Bestimmung ״es selbst sollt ihr zerbreeben“, ergiebt sich die halachische Deutung, dass ein solches Gefass resp. dessen innerer Raum, für immer verunreinigt ist und Speisen oder Getränke (nur 801* che), welche hinein kommen, auch nachdem dus שרץ längst entfernt ist, unrein werden. Hierauf hindeutend übersetzt Onk. כל אשר בתוכו לטמא ״ :כל דבגויה ל9תאבsoll, wird unrein werden“ ־יהי מסאב würde besagen, dass nur dasjenige unrein sei, was mit dem שרץ zugleich im Gefässe sich befindet, wie in der Parallelstelle וכל אשר באהל יטמא (Num 19,14) bezüglieh eiues Zeltes in welchem Jemand stirbt, das nicht dauernd verunreinigt ist und nur dasjenige unrein wird, was hineinkömmt, während die Leiche darin ist; nicht, was später, nach Entfernung der Leiche heimkommt. Dort ist להי מסאב לטמא Literaturbericht. »eCcDsionen. Tauasig, Salomo, Me leches Sch 10m 0,11. Verlag der Ackermann’sehen Buchh. in München. (Schluss.) Doch hat diese Auseinandersetzung uns fast schon zu weit geführt und sind wir nur darauf eingegangen, weil Herr T. das Hauptgewicht seiner Arbeit auf das rein Talmudisehe legt. Kehren wir nun zur Hamb. Handschr. zurück, so ist noch zu bemerken, dass dieselbe S. 56b die mit der Ausgabe übereinstimmende Leseart Raschi’s hat איבעי׳ להו הורו בטרפחת לאיסורא während Cod. München wie Tossafot liest. Die handschriftlichen Tossafot, welche nur zum 3. Abschnitt, und zwar nur insoweit sie von den unseren sich unterscheiden, initgetheilt sind, haben mit den letzteren dieselbe Quelle und dasselbe Vaterland, nämlich Deutschland, gemein. Letzteres ergiebt sich auch aus deutschen Worten, welche zur Erklärnng angeführt werden, z. B. S. 30 כרתי בל׳ אשכנו לטו״ך; s. עורב;ל״ב בל׳ אשכנז (Rabe 1. קורבל בלע״ ו נרבא (ורבא. Ausser den in unseren Toss. citirten Autoren kommen auch vor Jabez und R. Meir aus Rothenburg (S. 30). Der Herausgeber hält (S. 13) diese Handschrift für dieselbe, welche R. Meir aus Lublin zu Toss. Chullin S. 13a ותיבעי citirt. Dies scheint indessen nicht der Fall, da R. Meir zu Toss. S 46a ואמרי sich bemüht, die unverständlichen Schlussworte לא כרב ולא כשמואל zu erklären, während die Handschrift richtig hat לא כרב ושמואל• Ferner haben auch die handschriftlichen Tossafot wie die unseren S. 54b 'אין in dem Citate aus Kidd. 33a מה הידור וכו׳, nicht wie R. Meir, entsprechend dem Texte in Kidd. emendirt 'מה קימה וכו. Es scheint deshalb eher שאין בה חס״כ in שאין בה בטול zu emendiren, besonders da nach der Erklärung Raschi's in Kidd. a. a. O. מה קימה וכו׳ erst aus מה הידור וכו׳ folgt. Toss. 46b אלא schliessen in der Handschr. mit וכן פסק ב״הג, ebenso das. אוכמי nicht 2 •של ר״תu S. 52a נעקרה ist in der Handschr. der Schluss von משמע zu streichen. Zu S. 54b!אי hat Handschr. richtig Jacob b. Sims011 wie Toss. Erachin 28b 8. v. אומדין. Aus dem Bruchstück der Raschihandschrift bringt der Herausgeber nur die Varianten gegen den edirten Commentar, welcher bei Weitem conekter erscheint. Wir verweisen, der Kürze halber, auf folgende Stellen. Zu S. 43b ההוא ספק דרוסה; zu S. 44a die Erkläruug von תונא; zu S. 47b דנפיחא. Was eudlich den Commentar des Herrn Taussig, der vorläufig nur zum 3. Abschnitt ▼ortiegt, anlangt,

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