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Das jüdische Literaturblatt · 1881-06-01 · No. 22. (1.6.1881) · p. Seite 87

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
10 (1881)
Issue
No. 22. (1.6.1881)
Date
1881-06-01
Page
Seite 87 (sequence 3)
Language
German
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— 87 nien, Baiern, Schwaben, Franken, Mecklenburg, Rhein, | Niederland (wohl der Niederrhein), Hessen, Eisass, Reusscn (רים). — Den Schluss macht אב הרחמים, מי שבירך und ein von jüngerer Hand geschriebener הנתן תשועה. Dr. Lew in, Coblenz. Beiträge sar Erklärung irr griechischen Wörter in den lidraschini nnd Talmudes. Von Rabbiner Dr. Gebhardt in Bromberg. 1) אבות ויקר׳ רבה ד׳ יהוד' אמר דלה לנו ולאבותינו, Trotz aller Wendungen und Windungen der Erklärer erhält die Stelle keinen erträglichen Sinn, so dass der Comment.ידי משה offenbar bekennt:המדרש הוה איאיפשרלהולמו. Ich lese אביתינו mit J u d statt Waw, ״ אביתi;, 0 v i 8, Schaf. Dass s auch mit ת wiedergegeben wird, vrgl. הרבית, שונית ,זמית u. 8. w. Der Plural אביתים wie ,אריסים אטליסים, סקופים u. a. Das zweifache דלה soll ein Zweifaches bezeichnen, daher R. Jehuda לנו ולאביתינו, cfr. Exod. rabba c. 1 ומה לנו? שאף לנו(= אותנו) דלה שהרועים ול אביתינו השליכנו למים והוא הוציאנו und auch für unsere Schafe. Die Rabbanim!•echtfertigen das Thun Mosis nach R. Nehemia דלה לנו בובות איביתינו, ירושלמי ב׳ מציע׳ ב׳ ד,לכ׳ ה׳: לית אתון היין אלא בוכות בעירא דקיקא• sVj- Sühnopfer. .2) אניס שוחר טוב ל״ד: הרי אניסו בא 3) אדיבון שהש״ר׳ הנה מטתו: היה שומע את הקול וכ׳י angenehm tönend. An anderen Stellen steht dafür .אטידון 4) אופי ירוש׳ שקלים א׳ א׳ אין את יכול לעמוד על אופי של אומה וו. z'jay.1 Weichheit, 3׳ja®r,; v״׳; leicht ״empfänglich für Eindrücke.“ .5) אופ יא ב״ר י״ד, נשטה דו האופיה (Andere Lesarten: 8090 ■(אופה ,איפה!« Hesychius, ■׳ב&ק.; das Erkennen. — Vgl. auch Tanchuma בי תשא c. 22. ,היכן היתה איפה (= נשמה! באדם הראשון 6) אופנא ידוש׳ דמאי ר ב׳: אופנא לית לון וכר. ürwc.a, versteckte, geheime Gedanken, cfr. Ruth rabba c. 2: ד סימן, מתוך שאתם עושים עצמיכם חרשים אתם עומדים על אופניים שלהם Will man daselbst nicht mit עץ יוסף lesen וכן אר׳ש״ב׳ אליעזר, so muss es statt אופניים heissen אפניא «rwo'.a Verzweiflung. .טלנם vide 7) תו ק י י Muss .8) א ט ין ירוש׳ שבת ו׳ ד׳: חרבותם לאתים לאטין heissen לאמין Schaufel, Hacke. (Forts, folgt.) Literaturbericht. Reccnsionen. Tal Oroth (טל אותת), hebräische religiöse Gedichte ans verschiedenen Manuscripten gesammelt von Samuel David Luzzatto. Mit Anmerkungen von S. J.j'Hnlberstarmn. Herausgeber Eisig Gräber in Przemysl. 1881. Es ist erfreulich zu sehen, wie in neuerer und neuester Zeit unter mehreren jüd. wie nichtjüd. Gelehrten ein reges Streben sich kund gegeben hat, die in den verschiedenen Bibliotheken handschriftlich vorhandenen Erzeugnisse der Heroen der sogenannten hebr - spanischen Dichlerschule des Mittelalters durch den Druck zu veröffentlichen und sie so der Vergessenheit zu entreissen. Und wahrlich muss Jeder, der für die Schönheiten der neuhebr. Poesie, wie sie namentlich in den Dichtungen eines Gabir01, JehudaHalevi, Ibn Esra und Charizi hervortreten, Sinn und Geschmack hat, jenen uneigennützigen Männern Dank wis- 8en, dass sie trotz vieler Muhen und Kosten den literarischen Nachlass der besagten Dichter aus dem Dunkel der Bibliotheken an’s Tageslicht gebracht haben, — einen Nachlass, der ungeachtet seines hohen Alters ewig jung und ewig grün bleiben wird Vor etwa einem halben Jahrhundert war das Studium der hebr. Literatur fast noch eine terra incognita, und nur den unermüdliehen Forschungen und Bemühungen eines Rapoport, Luzzatto, Zunz, Sachs, Dukes, Delitzsch, de Sacy u. A. ist es zuzuschreiben, dass wir jetzt die unserem Stamme entsprossenen hervorragenden Dichter des Mittelalters nebst ih.en Dichtungen genauer kennen und besser zu würdigen verstehen. Nicht minder erfreulich ist es aber auch, wahrzunehmen, dass solche poetische Producte nicht allein willige Herausgeber, sondern auch, was ebenso wichtig ist, ein sie würdigendes Lesepublikum finden, das jede neue Erscheinung auf diesem Gebiete mit Freuden begrüsst und wacker unterstützt. Zu den ersteren gehört auch Herr Gr äber, ein im Interesse der hebr. Literatur seit Jahren wirkender Mann, der soeben eine aus 81 liturgischen Gedichten bestehende Piut-Sammlung unter dem Titel טל אורות herausgegeben hat, die die gefeiertesten neuhebr. Dichter des Mittelalters zu ihren Verfassern haben. Die meisten Gedichte dieser Sammlung waren bisher unedirt geblieben, und selbst die bereits edirten sind in so vielen seltenen Druckwerken zerstreut, dass sie nur Wenigen zugänglich waren. Was den Werth dieser Sammlung noch bei Weitem erhöht, ist der Umstand, dass sie unter den!unterlassenen Schriften des seligen Luzzatto als Manuscript vorgefunden wurde und mit vielen Notizen von seiner gewandten Meisterhaad versehen ist. Auf Verwendung des rühmlichst bekannten Gelehrten Herrn Hai berstam m in Bielitz wurde nun das fragliche Manuscript vom Sohn des Verblichenen dem Herrn Gräber zur Veröffentlichung übergeben, der sich .auch seiner Aufgabe gewissenhaft entledigt hat. Was die einzelnen Gedichte der Sammlung anlangt, so sind die von Jehuda Halevi verfassten natürlich die besten. Der Stil ist überall edel, graziös und anziehend und verräth sofort die Kraft und Gewandheit des Meistets. Besonders lieblich und anmuthig sind die Nummern 1, 5 und 9, die wahrscheinlich ihrer Schönheit und Zierlichkeit wegen auch schon von anderen Sammlern benutzt worden sind. — Nächst Jehuda Halevi ist auch Gabirol durch eine Anzahl liturgischer Gedichte wüidig vertreten. Besondere Beachtung verdienen jedoch nur die Nummern 27, 29 und 30, da sie poetische Schönheit in Fülle besitzen, während die übrigen hie und da an Härte und Schwerfälligkeit leiden. Zu den letzteren gehört unstreitig auch ein dem R. Jekutiel (Vergl. Orient VII. 580) gewidmetes Loblied (,בשבח ר יקותיאל), das zwar kernig und gedankenreich ist, aber ohne weitläufige Erklärungen und Commentare wohl nicht leicht verstanden werden kann. — Auch Abraham Ibn Esra tritt uns da mit einigen aninuthigeu Dichtungen entgegen, unter denen wir die Nummern 16 und 18 als besonders schön und anziehend gefunden haben. Erwähnenswerth in dieser Sammlung sind auch die Gedichte des Isaak Ibn Giat (geb. um 1030, st. 1085), der ein jüngerer Zeitgenosse und Nachahmer Gabirols war. Schön und gedankenreich ist namentlieh das Gedicht (Nr. 36), das mit den Worten: בעלת אוב וקסם מהרי קסמי לי anfängt. Den Schuss dieser Sammlung bildet eine Anzahl liturgischer Gedichte, deren Verfasser auf (den Titel echter hebräischer Dichter kaum Anspruch machen dürfen. Es sind dies Josifia, der Proselyte genannt (lebte etwa um das Jahr 1200 I in Frankreich), R. Josef, It. Josef Kirne hi u. A.

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