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Das jüdische Literaturblatt · 1876-07-15 · Nr. 14. (15.7.1876) · p. Seite 54

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
5 (1876)
Issue
Nr. 14. (15.7.1876)
Date
1876-07-15
Page
Seite 54 (sequence 2)
Language
German
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stimmung herrscht unter den Gelehrten bezüglich der Schreidüng mit einem 8, entgegen der früher sich findenden mit doppelt s (vgl. Blockhaus Conversations-Lexicon II Ausl. 8nb Talniud), welcher ich früher gefolgt bin ltnd die ich jetzt ausgegebcn habe. Durch jene Verschiedenheit der Schreibung angeregt, achtete ich genau auf die To sefta-Eitale in Estori Parchi's: ,Eaphtor XVapherach", welche ich zum Zwecke der Varianten- Vergleichung prüite. In diesem für jüd. Alterthumssorschung höchst lehrreichem Buche sind nämlich etwa 129 Stellen aus Tosesla cilirt mit genauer Angabe der Quelle*). Welchen Werth diese Citate für die Kritik des Toseftextes haben, ob sie uns eine 3. Handschrift für Seraim ersetzen, das wollen wir in einem späteren Artikel nach Vergleichung der Wiener Hsch besprechen**). Hier haben wir es mit der Richtigkeit oder Unrichtigkeit der Schreibung der in der Ueberschritt ausgezähltcn Worte zu thun. Es heißt nämlich in den genannten Citaien etwa 73mal 36 ,תוספתmal תוספות, 13 mal תוספתא und 7mal התוספתא. Obwohl תוספת und תוספות promiscue gebraucht werden, so scheint mir doch aus einzelnen Stellen hervorzugehcn, daß תוספת - die Singular-׳- und תוספות die Pluralsorm ist. Da, wo nämlich von einer einzelnen Stelle mit Beisügung eines Adjectivs oder Pronomens im Singular die Rede ist, finden wir תוספת- So S. *, 9tuc an einigen Stellen fehlt die Perekangabe, und an einigen ist falsch citirt, alle anderen stimmen S. 106d (ed. Edelmann) muß es statt 'תרומות פרק ה heißen 31;•שביעית פרק דb ״»iß es statt שבר heißen שביעית-, ötb st. ריש טהרות zu fetzen ריש עלים oder ׳דיש סדר טהרות da an anderen Stellen בלים eitirt wird. 15 b st. בת bloß ת; jweiielhast ist mir, ob das S. 66b angeiührte Citat Mikwaoth P. 7 ein Fehler ist, oder aus eine andere Eintheilung hinweist; in uns. Ausgaben befindet sich diese Stelle in P. 8; 68 & wird ein« Stelle aus 'מכשירין ף citirt, während in den Ausgaben nur 3 Perakim sind, auch befindet sich die Stelle nicht dort <s. weiter Am.). S. 22 ist sicher hinter ונמצא ausgefallen בתוספתא u. z. Berachoth 3, 7, ebenso 19 a muß es hmter בדנרסינן he», -»בתוספת ב״ב ם, ב׳ ü• ״י• Erfurter Handschrist S. 35 Am». 41). Weder ist vom Herausgeber (Edelmann) die fehlende Stellenangabe in, ל1ח הדיונים nachgetragen, noch die angegedenen Fehler im קונטרס השניאות angemerlt, wie überhaupt die Tosesta-Litatc von! Herausgeber stiefmütterlich behandelt sind. Eine Verbesserung des Herausgebers in der Stellenangabe ist zu streichen Zu den, Citate 19) תוספת פרה ם׳ a) ist im Vcrbefserungsverzeichniß bemerkt פרק ח' צ״ל ldort verdruckt ה'< aber auf Seiet 21 wird Iviedcr פרק ט׳ citirt, was in Ausgabe 8 steht. Dort finden wir keine Verbesferung vom Herausgeber. Ebenso wird 3b a citirt eine Stelle aus 3 ׳פרה was in Ausgabe im 2. steht, gleichfalls dort nicht als Fehler angemcrkt, wohl aber zur Seite 55, wo zu dem Citat 3 פרת angemerkt wird ב צ״ל• Die Verbesserung ist richtig nach unseren Ausgaben, in welchen oer erste Pcrek von Para fehlt, nicht aber nach der Wiener Hsch. und der Wilnaer Ausgabe. In Estori Parchi's Hsch. hat jedenialls der erste Pcrek Para gestanden. Sicher ist aber, daß er das Ers -Manuscprt. oder em nach demselben geschriebenes nicht hatte. Er citirt nämlich 103 b Tosesla ימכ1ת und zwar mit genauer Angabe ־־ פרק כ und merkwürdiger Weise, damit man nicht einen Schreibfehler annehme — in folgender Weise: דאמרין מסכתת מכות פרק אלו הן ךעולין ובתוספת באותה מסבתא נם כן פרק ב• es fehlt« sonach m seinem Hsch-Exemplar der in den Ausgaben vermißte ziveite Perek, der in der Erfurter Handschrift sich befindet fugt a. a O. S. 16). Ob seine <-AA. mit der Wiener Hsch. übereinslimmen, kann ich erst nach Vergleichung derselben mitthellcn. **) Ich will nur hier auf die schon behandelten übereinstimmenden LA«, mit der Ers. Handschr. Hinweisen: 68a Z. 3 הביות st- הוניות (S. 31 Elf. Hsch.); 10b Z. 17 v. u.לא נס לכי, für לא נם (dss); 77 b Z. 14 v. u. ist di« Richtigkeit der LA?לרכש und nicht להושן bewiesen (das. 33); 46» Z. 2 שבחולת אנטכי und nicht שבתחילת )das. 38); 32 b und >07 הרים lS. 43). Aehnlichkeit: 32 a Z. 11 ובמדברות שבכפר עמאין (M• 40). Von dem abweichenden LA wollen wir nur «ine erwähnen מן הספינה ביפו ומן הספינה בקסרי während die Hsch. liest ׳בצפורי wobei noch zu bemerken ist, daß er קיסרי im Oholot 17 für צפורי — קטרי hält (s. S. 45 a. a. O.s. Auch lesen wir bei ihm richtig םין u. גוי• Die oben angegebene Stelle in ׳מכשירין ר ble sich in unserer Ausgabe dort nicht findet, lautet: הסירות בכל מקום הרי הן בחזקת טהרה אחד הנוי ואהד המי׳ ואחד ישראל- 7b Z. 6 v. u.ואם היא תוספת, p. 11a Z. 14 קשיא תוספת ״ אתוספתdie eine Tcsestastelle steht mit der anderen im Widerspruch*)" das.Z. 30 וזאת התוספת תורה או; p. 118a Z. 18 v. u. הזכרנו עוד הירוש׳ ותוספת אחרת. Auch i« der Bedeutuug ״Zugabe" Ebmmt תוספת vor : p. 62 b קולבן 11 תוספת. Einmal jedoch fand ich זאת התוספות p. 44 Z. 17 v. u., was ein Schreib-׳ oder Druckfehler sein wird. Ein Blick aus die Verbesserungen des Herausgebers belehren uns, daß Ae' ter nicht selten Vorkommen, und dabei hat er Viele ausgelasseir*). Die Singularsorm wäre demnach ׳תוספת entsprechend der Form תועלת, dessen Stammwor' gleichfalls .u den 'פי י gehört, der Plural תוספות, wie ממלכות von ממלכת; emphatisch תוספתא, so punktin in dem von R. Jakob b. Meir Halevi verfaßten aramäischen Pijut יציב פתנם zum 2. Tage Schabuoth. Es ist nun allerdings nicht regelrecht der emphatischen Form den Artikel vorzujetzen; das wäre nach Professor eie Lagarde gerade so, wie wenn man sagen würde: der Alkoran; aber wie wir aus unserem Buche sehe», wo ,התוספתא מהתוספתא vorkomml, ist der Fehler schon alt, oder hat sich als Ausnahme eingebürgert. Ist aber die Singularsorm תוספת und nicht תוקפה, so fällt der Grund verenbourg'3 Tosasta zu schreiben und de Lagardo'ä der Tosepha schreibt, weg. Will man aber den Doppelartikel vermeiden uitb den Konti 0 versen aus dem Wege gehen, da nicht anzunehmen, daß sobald Einigung in dieser Beziehung eintritt, so empfiehlt es sich wohl Tosesta ohne Vorgesetzten Artikel zu schreiben, wie's auch Delitzsch thut, woran man sich mit der Zeit gewöhnt. Berlin. vr. Zuckermandel. Literaturbericht. Necensionen. Vs Bybel in sclietzen en tafereelen voor Israelistische huisgezinnen, bewertet door L. Börstel, te Leiden by A. W. Sythoff 1876 1 Aflevering. 24 Bladz. Illustratie van Adam en Eva. Herr Börstel, dessen Name in Holland einen guten Klang hat, und der bereits öfters literarisch thätig war, versucht es in der vorliegenden erste» Lieferung, die Erzählung und deil Jnhalt der heiligen Schrift in einer fesselnden Form und gehodenen, anziehenden Sprache vorzuftthren. Es ist keine sklavische Uebersetzung, sondern eine Hervorhebung der wichtigsten Facta, die mit Berücksichtigung der sortgejchrittenen Wissenschaft mit Belegstellen aus den übrigen biblischen Schriften, mit kurzen, erklärenden Noten, das Interesse für die Bibel in den Mischen Familien zu wecken geeignet ist, es ist eine Art von Erbauungsbuch. Diese erste Lieferung enthält 7 Abschnitte mit den Aufschriften: Die Schöpfung, Adam und Eva, Kain und Abel, Kains Nachkommen, Seth und seine Nachkommen, Noach, die Sintfluth. Wir gratuliren Herrn Börstel zu dieser seiner Geistesarbeit, denn er versteht es, den Leser bei allem Bekannten und bereits Erlernten zu fesseln und ihm Liebe und Interesse für das Gotteswort einzuflößen. Sein Buch verdient ein Familienbuch zu werden, das statt vieler moderner oft Zucht und Sitte zerstörender Romane die Salontische unserer reichen Glaubensgenossen schmücken sollte. Wir!vollen uns daher auch auf einzelne kritische Bemerkungen nicht einlassen, sonst hätten wir, darauf aufmerksam gemacht, daß z. B. der *) Nach LAA. der Erfurter Hfchr. und Ausgaben sind an beidm Stellen verschiedene Rainen genannt. **) So steht S. 86 בתוספות wofür zu lesen ist בעלי תוספות. worauf schon da« הביאו kühn, eS hat wahrscheinlich gestanden ב׳ תוספות für ׳בעלי תו׳ wie die Tefsafisten citirt werden, und dieses wurde nachher zusammengezogen.

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