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Das jüdische Literaturblatt · 1876-04-01 · Nr. 7.8 (1.u.15.4.1876) · p. Seite 27

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
5 (1876)
Issue
Nr. 7.8 (1.u.15.4.1876)
Date
1876-04-01
Page
Seite 27 (sequence 3)
Language
German
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27 II. I. נד 2 5 יהודה אשר 3 5 ראובי יששכר 5 5 ■ שמעון i לוי ובלון 5 3 יוסח 4 2 דן , בנימין 6 25 5 25 נפתלי so daß auf jedem Steine 25 Buchstaben sich befanden. Nach der Ansicht R. Chanina's (das.) aber — wie Raschi z. St. ihn auffaßt — wären die zwei Namensreihen in der Folge, wie sie im 1. Cap. Exod. aufgeführt sind, auch auf den Steineu eingegraben gewesen und zwar:ראובן, שמעון׳לוי, יהודה׳ יששכר׳ יבלון auf dem einen und: בנימין.רן. גפתלי, גד אשר׳ יוסף auf dem zweiten Steine, so daß auf der einen Seite 28 und auf der andern 22 Buchstaben eingravirt waren. Zu diesen zwei kommt noch eine dritte Ansicht, die des R. Kahana, welcher die Reihenfolge der Namen nach der Ordnung, wie die 12 Stämme auf den zwei Bergen Gerisim und Ebal aufgestellt waren, angiebt. (Siehe Deuteron c. 27, 12). Hiernach hätten sich also auf dem einen Steine:שמעון לוי ׳ יהודה ׳ יששכר ׳ יוסף׳ בנימץ und auf dem andern:ראובן גד, אשר ׳ ז בלון, דן ׳ נפתלי befunden. Als wenn der Differenzen noch nicht genug wären, treten nun noch Raschi zu Exod. 28 und Maimonides (Hilchoth kle hamikdasch 9) mit divergirenden Meinungen auf, ohne sich entschieden einer der angeführten Rangordnungen anzuschließen. Wohl halten beide daran fest, daß die Zahl der Buchstaben auf je einem Steine 25 betrug, so daß man annehmen möchte, sie hätte״ sich für die erste der Ansichten im Tract. Sota (a. a. P entschieden; dennoch aber stellen sie ein Jeder eine besonder Reihenfolge auf. Nach Maimonides war dieselbe folgende: 5 ראובן 5 שמעון 5 לוי 3 יהודה 5 יששכר 5 ובלון 2 יפתלנ 5 דן 3 נד 2 אשר 3 יהוסף 6_ בנימן 25 25 und nach Raschi: ראובן. ש מעון ׳ מי ׳ יהודה. דן י נפתלי einerseits, und: נד ׳ אשר ׳ יששכר י ובלון ׳ יומן». בנימין andererseits. Der Commentator des Maiinon., Keßef mischneh, bemüht sich zwar, die Ansicht des M. mit der R. Chanina's in Einklang zu bringen, allein jeder denkende Leser wird sich's gestehn, daß der Nachweis ihm nicht gelungen ist. Und was Raschi's Ansicht betrifft, hat schon Mendelssohn in seinem Commentar (z. St.) bemerkt, daß sie ein unlösbares Räthsel zu sein scheint. Nun will Herr M. L. Cohn in der hebr. Wochenschrift ״Hamagid" Nr. 3 u. 4 d. Jhrg. seine Zuflucht zu der Leseart des Jalkut (z. St. Exod.) nehmen, woselbst die Boreitha aus Sota 36 mit einem Einschiebsel ואמר שמואל angeführt wird. Jedoch, bei allem Aufwand von Scharfsinn, bleibt seine Rechtfertigung eine gezwungene Hypothese und basirt nach meinem bestimmten Dafürhalten auf einem — Druckfehler. Die Worte "ואמר שמואל" sind ganz gewiß in die Citatton der Boraitha irrthümlich hineingekommen. Doch ich muß, um dies verständlicher zu machen, den Wortlaut des Jalkut selbst anführen:ששה משמותם על האבו האחת ב' אבנים טובות היו לו לכ״ג על כתפיו א־מכאן ואי מבא׳ ושמות י״ב שבטים כתוב(ים) עליה׳ ר על אבן וו שנאמר ששה משמותם וני ואמר שמואל(צ״ל ואת־) הששה הנותרים על האבן השנית כתולדותם מפני שיהודח מוקדם וני אותיות היו ׳כ״ה על אבן אחת וכ״ה על אבי אחת.ר׳חנינה ב״נ אומר וב". Es liegt deutlich vor Augen, daß ursprünglich anstatt: ואמר שמואל die Abbreviatur "וא׳ שמוי" gestanden hat, welche nichts anderes als .ואת שמות׳" heißen sollte, um dm ganzen betr. Bibelvers im Zusammenhänge, ohne die spätere Correctur (צ׳ל ואת) anzuführen. Diese Abbreviatur hat ein Unwiffender in ׳ואמר שמואל das ja gar keinen Sinn giebt, aufgelöst. Die ganze Discussion des Hrn. M. L. C. zerfällt also in sich selbst, weil sie auf morschem Grunde aufgeführt ist. Nach genauer Erwägung aber bin ich zu der Ueberzeugung gelangt, daß der Ansicht des Maimon. doch die des R. Ehanina zu Grunde liegt, jedoch nicht auf Grund des Talm. babli und nicht in der Weise, wie Raschi dieselbe ausgefaßt und erklärt hat, sondern auf Grund des Talmud Jeruschalmi (Sota S. 21 d. Ed. Krotoschin). Der Wortlaut des Jeruschalmi ist folgender: אית תניי תני כשם שהן חולקים כאן כך הן חולקים בדגלים" So wie bei der Vertheilung der Stämme auf den Bergen Gerisim u. Ebal keine Rücksicht auf ihre Geburtsfolge genommen wurde, so ist auch bei der Heereseintheilung nach Fahnen (cfr. Numeri..) hierauf nicht geachtet worden, vielmehr sind: בני לאה מיכן ובני רחל מיכן חד מיכן וחד מיכן ובני השפחות באמצע sowohl Lea's wie Rahel's Söhne getheilt, der eine auf dieser, der andere auf jener Seite und die Söhne der Mägde in der Mitte. Alsdann folgt eine andere Ansicht: אית תניי תני כשם שהן חולקי׳ כאן כך הן חולקי׳ באבני אפוד במלאותם כדי שיהו כ״ה מיכן וכה מיכן ובו" Dieser letzteren Ansicht hat Maim. nun entnommen, daß, so wie hier בני לאה ורחל חד מיכן וכוי, so waren sie auch auf den Steinen des Ephod. ohne Rücksicht auf ihre Geburtsfolge vertheilt, jedoch ׳:׳. solcher Weise, daß auf jeder Seite 25 Buchstaben ,במלאותם) sich befanden. Dieses Erforderniß konnte aber nur dann erfüllt werden, wenn die Namensrechen in der Ordnung eingestochen wurden, wie sie Maim. aufgestellt, daß nämlich ידום ך (pleno) auf der rechten und בנימן (defective) auf der linken Seite stand. Weil nun diese Boreitha im Jeruschalmi eine ganz unbestrittene ist und vollständig mit dem, was im Babli im Namen R. Chanina's angeführt ist, übereinstimmt, deshalb hat M. sowohl im Jad Hachasaka (a. a. O.) wie auch in seinem Commentar zu Mischnah (Joma, Perek., Ende) die oben aufgestellte Namensreihe angenommen. Die Worte R. Chanina's: לא כדרך שחלוקי׳ בחומש הפקודים חלוקים באבני אפוד אלא כדרד שחלוקים בחומש שני sind nach der Auffaffung M.'s so zu verstehen: Auf den! Ephod standen die Namen nicht nach der Rangordnung, wie (Numeri c.) beim Darbringen der Geschenke zur Altarweihe, wo auch Juda's Fürst zuerst erscheint, sondern in der Art und Weise, wie sie im zweiten Buche aufgestellt sind, nach der Erklärung des Midrasch rabba zu Exodus und des Jeruschalmi (übereinstimmend mit der Ansicht R. Chanina's), die Söhne Lea's in derselben Ordnung, wie die Söhne Rahel's, daß einer diesseits und der andere jenseits und die Söhne der Mägde in der Mitte standen. Selbstverständlich dann auch בנימן defective, auf der linken Seite und יהוסף piene auf der rechten, ganz so wie sie in der That von Maimonides aufgestellt sind. Indem nun Maimon. die Ansicht der zweiten אית תניי im Jeruschalmi mit der Meinung R. Chanina's im Babli in Einklang bringeit wollte, konnte er ttatürlich nicht auf das Schlußresultat des Jeruschalmi daselbst regardiren, wonach בנימן getheilt wird, weil sonst 22 Buchstaben aus der einen und 28 auf der andern Seite wären; oder er hätte dem R. Chanina die Annahme aufbürden müffen, daß auf jeder Reihe 25 Buchstaben nicht nöthig wären. Um aber die gleiche Zahl von 25 Buchstaben und obige Eintheilung festzuhalten, mußte er auch rechts נפתלי׳ נד und links דן׳ אשר zusammenstellen, denn nur auf diese Weise war die Ansicht der א־ת תניי im Jeruschalmi und die R. Chanina's in volle Uebereinstimmung zu bringen. (Schluß folgt.)

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