Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 4 (1875)
- Issue
- Nr.8.9 (15.4.1875)
- Date
- 1875-04-15
- Page
- Seite 35 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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würde, so könnte man bald die ganze Thora durch allerlei Conjecturen in ihr Gegentheil verkehren", — F.'s Gesinnung zu verdächtigen; doch daö kann ihm höchstens beim 2V »*ד,או gelingen, beim wirklichen Lamdan verfängt dergleichen nicht. — Wir verweilen jedoch schon zu lang bei Hrn. Lehmann, überlassen wir ihn getrost seinem — Unfehlbarkeitsdünkel. Für ihn und seines Gleichen hat der Dichter das bezeichnende Wort geschrieben: ״Das Eisen weicht des Hammers Wucht, Dem Feuer muß der Stahl sich fügen. Doch dreimal Wehe, wer versucht — Krumme Begriffe g'rad zu biegen!" Notiz. Das Journal des Savants enthält int Octoberhefte 1874 S. 646—673 einen Artikel von Herrn Adrien de Longpderiez über 45 im Musde des Thermes zu Paris aufbewahrte mit hebräischen Inschriften versehene Grabsteine und 5 an anderen Plätzen befindliche. Die erstercn wurden im Jahre 1849 bei dem Umbau eines Hauses in der Straße Pierre-8arrazin, in der Nähe der Sorbonne, gefunden. Von de» übrigen befinden sich 3 im Musde municipal de l’hötel Carnavalet, deren Ursprung nicht angegeben ist, eine im Musäe national von 8aint Gerinain-en-Laye und eine in der Kirche von Limay bei Mantes. Einige dieser Jnschrrf-; ten find schon früher mitgetheilt worden: 5 von Herrn Lira- > Kim Carmoly im Univers israälite 1851 p. 157; 8 von j Herrn Ph. Luzzato in den Mdmoires de la Soci6te des , Antiquaires de France, 1855 t. XXII p. 60—86. Herr! de Longpärier erwirbt sich das Verdienst, von sämmtlichen den hebräischen Text zu geben, und fügt einige werthvolle Bemerkungen hinzu. 23 Inschriften find datirt und gehören der Zeit von der Mitte des zwölften bis zur Mitte devierzehnten Jahrhunderts an; die übrigen setzt Herr de Longpdriers nach ihrer Schrift meist ins dreizehnte Jahrhundert. Auf einem Steine (Nr. 8) aus dem Jahre 1249 findet sich der 6 h ab er-Titel, während Levysohu (Nafschoth Zadikim S. 86) bei einer Inschrift aus dem Jahre 1275 sich wundert, diesen Titel so früh zu finden. An Nr 50, Grabinschrift des R. Meir, Sohnes des gelehrten R. Eliah, aus dem Jahre 1243, knüpft sich die Sage, daß Julius Cäsar auf seinem I Zuge von Beauvais nach Chartres bei Mantes vorüberkam; und daß einer seiner Hauptleute, Namens Joseph, ein Syrer von Geburt, in Limay gestorben und beerdigt worden sei. Dank diesem Mißverständniffe wurde der Grabstein als historisches Monument in die Pfarrkirche einer Vorstadt von 1 Alantes gebracht. I Hamburg. Vr. Fels. LITERARISCHE ANZEIGEN. Verlag תסס F. A. Brockhau» in steipfig. Soeben erschien: Me All- M Hais-Hel. Geschichten und erbauliche Lesestücke aus den heilige» Schriften der Israeliten von vr. Jakob Auerbach. Erste Abtheil. Biblische , «schichte, 4. Austage. Zweite Abtheitung. Lesestücke. 2. Auslage. 8. 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Ferner erschien soeben in zweiter Aus läge: Die -iblischeGeschichte 331) für israelitische Schulen erzählt von LnuÄHvlK Stern, Direktor der israelitischen Schule in Würzburg. (Bis zur Zerstörung des zweileil Tempels fortgesetzt.) Preis gebunden 14 Sgr. Die Nolhwendigkeit der Veranstaltung einer zweiten Auflage!lach kaumJahressrist macht jede besondere Empfehlung überflüssig. Bei Einführung in Schulen, resp. Partieabnahme, bin gerne bereit, besondere Vergüilstigungen zu gewähren, und wolle mau sich zu dLsem Behufe gefall, direct an mich wenden. 332s Im Vrrl. des Unterzeichneten erschien ferner und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Das Buch fcet Slilstil uni) Lcgeitdcil jüdischer Vorzeit. Nach den Quellen bearb. nebst Anmerkung, u. Erläuterungen von Ahraham IM. Tendlau. Dritte vermehrte Auflage. Preis 1 Thlr. 5 Sgr. Elegant gebunden mit Goldschnitt und Deckelvergotoung 1 Thlr. 15 Sgr. I. Kanffman«, Buchhandlung, _Frankfurt a/R._ M. Poppel»’* BatbMnT in Berlin C., I. 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