Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 2 (1911)
- Issue
- 6 (1.6.1911)
- Date
- 1911-06-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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B. Auf der Tagung eingebrachte Anträge und Resolutiouen. Antrag GoslarfBerlin. Die Delegierten Versammlung fordert die Verbandsvereine, in deren Statuten noch der Passus enthalten ist, daß religiöse und politische Themata nicht diskutiert weiden dürfen, auf, diesen Absatz zu streichen, da er sich mit dem Wesen der jüdischen Jugendbeweaung nicht verträgt. Die Dclegiertenversammlung gibt der Hoffnung Ausdruck, daß keinerlei Befürchtungen oder Bedenken einen Verein hindern werden, sobald wie möglich diesen Beschluß in die Tat umzusetzen. *, # * Resolution Schönenberg-Berlin. Die Erwägung des Vorstandes, daß unsere Bestrebungen eine Schädigung dürch Gründung von Tendenzvereinen erfahren, ist, nicht aufrecht zu erhalten. * * Resolution Aurich. Der Vorstand wird ersucht, bei Verteilung von Geschenken nicht nur Bücher zu wählen, die den Charakler der Bestiebungen des liberalen Judentums tragen, sondern auch solche Bücher zu verbreiten, die das orthodoxe Judentum vertreten. * * * Antrag Posner-Cottbus. Die einzelnen Vereine sollen bestrebt sein, neben dem aus ihrer Mitte gewählten Vorstand sich einen Beirat aus den außerordentlichen Mitgliedern zu schaffen, dem wichtige Anträge zur Begutachtung oder Beschlußfassung vorzulegen sind. Antrag Nathan-Hamburg. Im Interesse der ausgiebigen Erörterung der die Jugendbewegung berührenden grundsätzlichen Fragen und der von den Dc legierten vorzubringenden Einzelheiten aus ihren Vereinen erachtet die Delegiertenversammlung es für dringend geboten, für die Verhandlungen der Delegiertenversammlung zwei Tage in Aussicht zu nehmen. Antrag Edmund Weill-Straßburg i. E. 8 i. .Jugendvereine, welche an der Hebung des jüdischen Selbstbewußtseins arbeiten wollen, ohne eine bestimmte politische oder religiöse Richtung zu verfolgen. § 3. Der Antrag ist von 21 — einundzwanzig — Vereinen gestellt worden. Der Vorstand besteht aus: 1. neun stimmberechtigten Mitgliedern, die auf jeder Delegiertenversammlung neu gewählt werden. Davon wird der erste Vorsitzende persönlich gewählt. Außerdem werden acht Verbandsvereine von der Delegiertenversammlung gewählt. 2. je einem Abgesandten der Großloge für Deutschland VII! U. O. B. B., des Centralvcreins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes, die jedoch nur beratende Stimmen haben. Der Vorstand hat das Recht, auch andern Organrsationen bis zur nächsten Delegiertenverjammlung eine beratende Stimme im Vorstand einzuräumen. Scheidet innerhalb einer Amtsperiode der erste Vorsitzende aus, so wird er durch Wahl eines Vertreters aus der Mitte der Prästdialvereine ersetzt. Außerdem d>e 3 letzten Absätze des Vorstandsantrages: Es werden folgende Vorstandsmitglieder vorgeschlagen: I. Recbtsanwalt Dr. Apfel als 1. Vorsitzender. II. Folgende Vereine: 1. Berlin, 2. Braunschweig, 3. Breslau, 4. Cöln, 5. Frankfurt a. M., 6. Hannover, 7. Thorn, 8. Straßburg. Antrag Referendar Mayer-Bonn. Zusahantrag zu § 3. Die Vertreter müssen ihren ständigen Wohnsitz im Bezirke des sie entsendenden Vereins haben. Zu § 4, Absatz I, Satz 4. Antrag d. Rechtsanwalt Horovitz und Blumenfeld: Die Delegierten müssen M4glieber eines Verbandsvereines sein. Zu § 8. Antrag Res. Löwenstein-Aachen. Die Verbandskasse trägt die Reise- und Aufenthaltskosten nur für einen Delegierten. Zu § 8. Antrag Gottschalk-Hamburg. Der Verbandsvorstand ist ermächtigt, auf Antrag cinzelncr Vereine aus der Verbandskasse eine Beihilfe zu den Reise- und Unterhaltungskosten eines Delegierten zu gewähren. Antrag Schönenberg-Berlin. Der zweite Teil des § 8 ist zu streichen. 8 14. Antrag des Herrn Schönenberg-Berlin. Bei den Veranstaltungen des Verbandes darf offiziell nichts geschehen, was gegen das jüdische Religio nsgesetz verstößt. Stenographischer Bericht. (Schluß.) Antrag Goslar wird verlesen. Referendar Löwen st ein - Aachen : Ich muß zunächst die Anträge unseres Aachener Vereins begründen. Ich bedaure, daß ich nach den vorzüglichen Ausführungen des Herrn Dr. Apfel zu Worte komme, und Sie nun mit diesen kleineren und unwichtigeren Dingen beschäftigen muß. Wir haben zunächst beantragt, daß den Mitgliedern der verschiedenen Vereine gestattet werden soll, an den Veranstaltungen aller übrigen Verbandsvereine teilzunehmen. Diese Vergünstigung soll 4