Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 2 (1911)
- Issue
- 5 (1.5.1911)
- Date
- 1911-05-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Die weiteren Einnahmen setzen sich zusammen aus den Beiträgen der Organisationen, und zwar betragen dieselben pro 1909/1910 . 1600,— M Dieser Betrag setzt sich zusammen aus folgenden Einzelbeträgen: Großloge U. O, B, B„ Jahresbeitrag . . 600 M Extrabeitrag zu den Gründungskosten. . 600 „ Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens.400 „ Gemeindebund.100 „ 1600,— M Pro 1910/1911 erhielten wir: Bon der Großloge II, O. B, B.500 M Vom Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens.500 „ Vom Gemeindebund.. 100 >• zusammen 1100,— M Ein weiterer erheblicher Beitrag betrifft Zuwendungen von Gönnern, und zwar handelt es sich um die Summe von. 4202,76 M Ich kann nicht umhin, an dieser Stelle nochmals Herrn Siegfried Brünn, der - zu dieser Summe nicht nur aus persönlichen Mitteln einen ganz erheblichen Beitrag hergegeben, sondern auch die übrigen Beträge aus den Reihen seiner Freunde und Bekannten zusammengebracht hat, den allerherzlichsten Dank auszusprechen, Ferner kann ich Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, daß Herr Siegfried Brünn in der Zwischenzeit bereits wiederum eine ganz erhebliche Summe (ca, 1500 M.) in Berlin aufgebracht hat, die er aber noch nicht verrechnen kann, weil er sich zurzeit im Süden aufhält. Er hat mir versichert, daß er auch fernerhin das größte Interesse an den Bestrebungen des Verbandes bekunden und nach Möglichkeit sich bemühen wird, immer mehr und mehr neue Freunde unserm Verbände zuzuführen. Ich glaube, daß wir nicht nur durch das Begrühungstelegramm, sondern unfern Dank für Herrn Siegfried Brünn auch dadurch zum Ausdruck bringen, daß wir uns von unfern Plätzen erheben, (Geschieht,) Meine Damen und Herren! Ich danke Ihnen für die bereitwillige Erfüllung meines Wunsches, Da ich nun einmal bei dem rühmenswerten Konto Brünn bin, kann ich Ihnen gleich weiter mitteilen, daß Herr Brünn noch weitere 2000 M, gestiftet hat, welcher Betrag allerdings nicht in die Verbandskasse fließt, sondern zu einer Brünn-Stiftung verwandt werden soll, die nur im Notfälle in Angriff genommen werden darf. Diese 2000 M. lagern in Berlin, unterstehen aber nicht der Kassenvcrwaltung, sondern einem besonderen für diese Stiftung eingesetzten Kuratorium, dem unser Vorsitzender, Herr Dr, Apfel, angehört. An ferneren Einnahmen hallten wir für Zeitungen und Druckschriften 319,35 M. Dazu möchte ich bemerken, daß hierin nur ein Teil der Vereinsbeiträge für die Zeitung enthalten ist, da ein anderer Teil dieser Zeitungsbeiträge nach Berlin überführt wurde. Ich bekam erst heute morgen die Abrechnung des Berliner Redakteurs, die ich natürlich noch nicht in allen Teilen prüfen konnte, und die ich auch aus diesem Grunde in die heutige Berichterstattung nicht habe einbezichcn können. An Einnahnien erwachsen uns ferner 11,32 M. für Zinsen, die wir auf unserm Konto bei der Effektenbank in Frankfurt a, M. erzielt haben. Dieses wären die Einnahmen, Jetzt komme ich zu den Ausgaben, Ich hemerke dazu, daß die Ausgaben des Berliner Bureaus, die Ihnen vielleicht auf den ersten Blick etwas hoch erscheinen werden, sämtliche Saläre, überhaupt alle Unkosten wie Herstellung des Normalstatuts, Katalogs usw. enthalten, die die VerbandSleitung aufwendcn mußte, um den Verband bis zum heutigen Tage führen zu können. Die Ausgaben des Berliner Bureaus pro 1909-10 betragen 2826,34 M. pro 1910-ll, also für die Zeit vom 1, Oktober bis zuni heutigen Tage 1671,85 M. die Ausgaben des Frankfurter Bureaus für Inkasso- Spesen und Drucksachen betragen 91,25 M, und die Kosten der Vorstandssitzungen 887,60 M. Diese Zahlen belaufen sich für die ganze Zeit seit der Gründung des Verbandes, Ferner haben wir noch diverse Ausgaben gehabt, die nicht auf die genannten Rubriken entfallen, und zwar 420,10 M. Der größte Teil dieser Summe ist entstanden aus notwendigen Reisespescn, die die Vorstandsmitglieder im Interesse des Verbandes machen müßten. Ferner haben wir für Saläre und Honorare für die Verbandszeitung 690,— M. ausgegeben. Dieser Betrag ist aus dem Frankfurter Bureau gezahlt worden. Die ganze Verrechnung der Zeitung habe ich, wie bereits erwähnt, erst heute morgen erhalten und konnte daher diese Zahlen noch nicht mit aufnehmcn. Der Kassenbestand am heutigen Tage beträgt 3424,43 M. Dieser Bestand erleidet noch eine erhebliche Schmälerung, weil wir noch einige Posten zu bezahlen haben, die die Sunmie von 1800 M. ausmachen, die also noch in Abzug zu bringen sind. Ich möchte dabei gleich betonen, daß ich in meiner Eigenschaft als Kassierer die dringende Bitte an diejenigen Vereine richten möchte, die in der Lage sind, die Diäten der heutigen Versammlung selbst zu tragen, im Interesse der Kasse des Verbandes auf Erstattung der Reisespesen zu verzichten. Der Nordwestdeutsche Bezirksverband ist uns hier mit gutem Beispiel vorangegangen, indem seine Delegierten sämtlich aus Vergütung aus der Verbandskasse verzichten. Ich möchte dieses Beispiel als rühmend hinstellcn und dringend un> Nachahmung bitten. — Das sind kurz die Zahlen, über die ich Ihnen hier zu berichten habe. Ich zweifle nicht daran, daß es nach den bisherigen Erfahrungen auch weiterhin gelingen wird, den Verband aus gesunder finanzieller Grundlage zu erhalten. Wenn wir auf den bisherigen Bahnen fortschreitcn, dann wird es nicht ausbleiben, daß wir immer mehr Gönner und Freunde für unsere guten Zwecke und Ziele heranziehcn und wir sagen können: Der Verband ist finanziell sichergestetlt. Vors. Dr. Apfel: Herr Bernhard Reumann- Hannover hat sich der Mühe der Kassenrevision unterzogen und ich bitte Herrn Neumann, nunmehr den Ncvisionsbcricht zu erstatten. N e u m a n n - Hannover: Meine Damen und Herren! Ich habe den Auftrag gehabt, die Kasse zu revidieren. Ich habe das heute morgen getan. Die Belege waren ordnungsmäßig vorhanden und die Kasse hat sich vollständig in Ordnung befunden. Der Bestand an barem Gelde ist mir vorgezcigt worden. Ich beantrage daher, dem Kassierer Entlastung zu erteilen. Vors, Dr, Apfel: Ich spreche dem Kassierer und dem Revisor für ihre Mühewaltung den allcrherzlichsten Dank aus und bitte die Versammlung, Herrn 15