Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 1 (1910)
- Issue
- 1 (1.10.1910)
- Date
- 1910-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
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c) Rede und Disklitieniblingeu zur Ailsbildniig der jüngeren Mitglieder: 1. 9. Dezember 1907: a) Gesellschaftliche Unterschiede, b) Wie wehre ich mich gegen einen antisemitischen Angriff? 2. 21. Januar 1908: Gabriel Rießer. 3. 25. Februar 1908: Was muß jeder Staatsbürger von der Verfassung wissen? (Referent: Herr Jakob Löb.) d) Kimstabendc: 1. 25. November 1908: Beethoven-Schubert. (Milwirkende: Herr Dr. Lion (einleitender Vortrags, Frl. Amsel, Frl. Oüse.) 2. 4. Februar 1908: Die Ballade. lReferenten: die Herren Privatdozent Dr. Fischer, Giesbert Koppel, Sigmund Nosenzweig.j 3. 21. März 1908: Moderne Musik. (Mitwirkende: die Damen Charlotte Dahmen, Paula König, Mabel Maß, die Herren Felix Hirsch, de Voigt.» 4. 19. September 1908: Klassische Musik. (Mitwirkende: die Damen Schlegel, Reifcnbcrg, Herren Felix Hirsch, Schaben) e) Uuterrichtstursc: 1. Drei französische Kurse für Anfänger und Vorgerückte. 2. Ein englischer Anfänaerkursus. 3. Ein italienischer Ansüngerkursus. (Die 'Sprachkurse wurden in unserm llnterrichtszimmer durch die ersten Lehrkräfte der Berlitz School abgeyalten. Preis 20—25 Pf. die Stunde.) 4 Ein stenographischer Anfängerkursus. System Stolze- Schrey. (Leiter: 'die Herren Dr Apfel und Alfred Straus.) 5. Kursus über die Grundfragen des Judentums und seine Ethik. k) (Geselligkeit: 1. 2. November 1907: Familienabend mit Ball. 2. 3. Dezember 1907: Bierabend. 3. 15. Januar 1908', Stiftungsfest mit Feslball. 4. 21. März 1908: Purimfeicr mit Ball. 5. 19. September 1908: Tanzabend. 0. 19. Dezember 1908: Tanzabend. g) Sonstige Institutionen: 1. Kegelklub (jeden Montag). 2. Schachklub (jeden Mittwoch). 3. Musikkränzchen (jeden Sonnabend). 4. Lokalkommisston. 5. Pressekomniisflon. 0. Vergniigungskommission. 7. Biblioihekkonilnission. 8. Ballolagekommission. Rus unseren Vereinen. BezirlSverlinnd der jüdische» Augendvercinc Nordwestdeutschlandcl. Am 29. Mai d. I. fand in Braunschweig in den Raumen des dortigen jüdische» Jugendbundes auf Anregung des Hamburger Jugendvereins unter dem Vorsitze von Referendar Regensburger-Braunschweig eine Delegierienversümmlung der nordbezw. nordwesideutschen Jugendvereine zwecks Gründung eines Bezirksverbandes statt. Es waren die Vereine Hannover, Hamburg, Brenierbaven - Geestemünde, Braunschweig. Berlin, Magdeburg, Bremen I. u. il. (die sich. wie bekannt, inzwischen vereinigt haben), Halberstadt und Bielefeld mit im ganzen 20 Delegierten vertreten. Außerdem nahm für den Berbandsvorstand dessen Vorsitzender, R.-A. Dr. Apsel- Berlin, an den Beratungen teil. Die Versammlung nahm einen überaus harmonischen Verlauf und hat die Sache der Jugendbewegung sehr gefördert. Besonders erfreulich war die Treue zum Gesamtverbande, die aus allen Reden klang. Auch war die persönliche Fühlungnahme der verschiedenen Vereine untereinander durch die Tagung sehr zu begrüßen. Nach eingehenden Besprechungen (das Hauptreferat hatte Referendar Dr. Nathan-Hamburg übernommen) wurde die Gründung des Bezirksverbandes beschloffen. Außer Berlin und Halberstadt traten ihm alle anwesenden Vereine bei. Berlin schied aus geographischen Gründen aus, Halberstadt, weil es die Gründung prinzipiell nicht für richtig hielt. In den Vorstand wurden die Vereine Hamburg, Bremen und Hannover gewühlt. (Inzwischen hat der Verband mit einer kürzlich in Hamburg stattgefundenen VorstandSsitzung feine Arbeiten bereits ausgenommen.) Nach Erledigung des geschäftlichen Teils fanden sich die Delegierten und eine Anzahl Mitglieder des Braunschweiger Vereins, sowie der dortigen ll. O. B. B-Loge, die als offizielle Gälte an der Versammlung teilgenommen hatten, zu einem gemeinsamen Essen in der Restauration Baron zusammen. Allen Teilnehmern wird jedenfalls die Braunschweiger Tagung in bester Erinnerung sein, und auch der Entwicklung des neugegründeten Bezirksverbandes steht man hoffnungsvoll entgegm. R-. Bereud Lehmann-Percin, .Halberstadt, lieber die VereinSiätlgkeit während des ersten Halbjahres 1910 ist folgendes zu berichten: Am 1. Januar 1010 zählte der Verein 108 ordentliche und 54 außerordentliche Mitglieder, die im Jahre 1909 1504 M. Beiträge leisteten. Das Vereinsvermögen belief sich am 1. Januar 1910 auf 621,41 Mk. Der Vorstand besteht für das laufende Jahr aus sieben Herren (erster Vorsitzender ist Herr Gottfried G o l d s ch m i d t), der Ehrenrat aus vier Herren. Es wurden acht Vorträge von aktiven Mitgliedern gehalten, nämlich von Herren Gottfried G r ü n - Wald über: „Gegenüberstellung der Ethik im alten und im neuen Testament"; Walther Asch: „Heitere und ernste Lieder unserer Modernen"; Nathan Stern: „Ein Gang durch das Holberstädter Museum"; Siegmund Hirsch: „Ein Ausflug ins Erdinnere"; Dr. Max Crohn jr.: „Moderne Heilbestrebungen"; Mar B a e r (an zwei Vortragsabenden): Einiges über Goethes Pädagogik"; Lyon Lev y: „Die Agrargesetze der Bibel". Sämilichen Vorträgen folgte eine Besprechung. Zwei weitere Sitzungen dienten der Aussprache über Vereins¬ und Verbandsaiigelegenheit;». An zwei Abenden ivaren die Vereinsmitglieder Gäste der Aerend-Lehmann-Loge: Zu Rezitationen von Fritz Richard vom Deutschen Theater in Berlin und zu einem Vortrag des Herrn De. L. Rotschild-Halberstadt über den Verein „Bezalel", von dessen kunstgewerblichen Arbeiten eine reiche Auswahl<ä'n4gestellt war. Im Juni wurde ein Ausflug in den Harz veranstaltet. Die Veranstaltungen fanden in der Zeit zwischen den 11. J-muar und 17. April statt; das sind m 14 Wochen 12 Veranstaltungen. Vom Passahfest bis zu den Herbstseiertagen ruht die Vereinstätigkeit (mit Ausnahme eines Ausflilgs). In den früheren Jahren veranstalteten wir um die Purimzeit eine Festlichkeit; doch da im letzten November das zehnjährige Stiftungsfest unsre Kasse stark beanspruchte, nahmen wir von einer solchen Festlichkeit während der Berichisperivde Abstand. Unser Lesezimmer legt drei Tageszeitungen und achtzehn Monats- und Wochenschriften auf und enthält eine Bibliothek von etwa zweihundert Bänden, meist Nachschlage- und Klassikerwerke; der Besuch ist rege, besonders an den Sonnabenden. Auch werden Schach- und andere Brettspiele viel geübt. Julius Schloß, Gottfried Goldschmidt, Schriftführer. Vorsitzender. Olierschlcsische Bezirkstag»«,z. Am 28. August vereinigten sich auf Anregung des Herrn llr. mecl. Weinstein — 15 — Stadtu. Univ. - Bibi. Frankfurt/Main