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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1912-05-01 · 5 (1.5.1912) · p. Seite 11

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
3 (1912)
Issue
5 (1.5.1912)
Date
1912-05-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Wir machen die BorstandSmitsjlteder Höft, darauf aufmerksam, daß die Vorstandssttzung am IS. Mai d. I., 93/4 Uhr, in dem neuen Logenhause der Berliner Bnei Briß-Logen, Kleiststr. 10, stanfindei. Unser im September 191k veröffentlichtes VereinSverzrichniS ist wie folgt zu ergänzen bezw. zu berichtigen: Berlin. Vorsitzender und Briefadresse: Rechtsanwalt Dr. B. Walter, Kommandantenstr. 49 Duisburg. Vorsitzender und Briefadresse: Referendar Dr. Moritz Koleki, Kuhlenwall 43. Düsseldorf. Briefadresse: Wedell-Verein, z. H. d. Herrn S. Moses, Remscheiderstr. 9. Elberfeld Brieladresse: S. Cohn, Kl. Klotzbahn 12, II. Erfurt/ Vorsitzender und Briefadresse: Referendar Dr. Rudnicki, Goethestraße. Gotha. Vorsitzender und Briefadresse: Hermann Weinstein Gartenstr. 25 Hameln. Vorsitzende und Briefadresse: Frl. B. Goldslein, Deisterstrabe. Königshütte. Vorsitzender und Briefadresie: Rechtsanwalt Dr. Scharfer, Kaiserstr. 16, II. Mainz. Briefadresse: H. Bloch, Forsterplatz 1. N e u k ö l l n. Vorsitzender und Briefadresse: Julius Marcus, Berlinerstr. 48-49, Ort des Vereins statt Rixdorf Neukölln. Saarbrücken. Vorsitzender und Briefadresse: Eugen Scheuer, Königin-Luisenstr. 22. Stettin. Briefadresse: W. Heimann, Königsplatz 4, II. Stuttgart. Vorsitzender und Briefadresie: Jacob Jaffa, Silberburgstr. 131. Südwestdeutscher Bezirksverband. Geschästsleitung: Sally Spangenthal, Frankfurt a. M., Kaiserstraße 30. Abteilung Kassenverwaltung. Wir ersuchen hierdurch die Vereine, die mit dem Zeiiungsbeirrag für das erste Quartal 1912 noch im Rückstände sind, denselben umgehend auf das Postscheckkonto Berlin 12050 unseres Kaffenverwalters Herrn ArthurAbrahamsohnzu überweisen. Gleizeitig bitten wir die Zettungsbeiträge für daS laufende Quartal schon jetzt zu überweisen, da es gebräuchlich ist, daß man Zeitungs-Abonnements immer im voraus bezahlt. Spenden für die Müdchenorganifation. Alle Zahlungen sind zu richten an Arthur Abrahamsohn, Berlin NO. 18, Landsbergerstr. 91a. R.-A. Siegmund Mayer II. Bonn . . . . M. 20.— BerlagS-Abteilung. Wir ersuchen alle Mitglieder unserer Vereine, uns bei der Ausgestaltung des Jnseracenteils unsererZeilung behilflich zu sein; es ist daher dir Mitarbeit aller BcreinSmitglieder (nicht nur Vorstandsmitglieder) sehr erwüuscht. Bei dem außerordentlich geringen Preis, den wir für Annoncen berechnen, ist es die Ehrenpflicht eines jede» BcreinS, für wenigstens eine Anzeige zu sorgen. Wenn jeder Verein uns selbst nur eine Anzeige bringen würde, hätte» mir über l00 Anzeigen. Weiter machen wir unsere Mitalieder darauf aufmerksam, daß sich unser Blatt besonders zur Aufnahiile von Familien- Anzctgcn, Annoncen für Hotels, Penstonate in Bädern ujw. eignet. Anfragen find zu richten an Arthur Abrahamsohn, Berlin NO. 18, VandSbergerstr. OIA. Anzeigen-Annahme in «bin a. Rh.: Fritz Rvsen- 1 h a I, Schildergasie 72/4, Aus unseren Vereinen. Frankfurt a. M. Dem vor Kurzem erschienenen Jahresberichte des M o n t e f i o r e - V e r e i n e S pro 1911 entnehmen wir folgende interessante Ausführungen: Rastlos ernste Arbeit, schöne Erfolge nach außen und mancherlei Erfreuliches im Innern, das ist die Signatur des 15. B e r e i n s j a h r e s des Montefiore-Bereines. Der Verein hat auch im Jahre 1911 an Zahl der Mitglieder zu genommen und zählte am Schluffe der Berichtsjahres 1474 Mi tglieber. Den Bedürfniffen der Mitglieder suchte neben den bewährten früheren Einrichtungen eine Reihe von Neuschöpfungen Rechnung zu tragen. So wurde vor allem die Vereinstätigkeit während des S onim erh a Ib ja h r es auf eine viel breitere Basis gestellt. Die Referat-Abende am Mittwoch wurden in der gewohnten Weise beibehalten und zeitigten Vonseiten verschiedener jüngerer Mitglieder recht beachtenswerte rednerische Leistungen, die auch jeweils eine angeregte Aussprache zur Folge halten. Außerdem aber wurden regelmäßige Zusammenkünfte an den Samstag-Nachmittagen veranstaltet. Sie sollten, wie die Freitag - Abend-Beranstaltungen im Winter, der Weihe des Sabvath Rechnung tragen, zugleich auch ein weiterer Anlaß zu stärkerem, geselligem Zusammenschlüsse der jungen Leute sein. Bei den Anwesenden wurde in diesen Sabbath-Nachmittagsstunden durch Erläuterung des WochenabschnitleS und des entsprechenden Kapitels aus den Propheten das Bedürfnis nach religiöser Erbauung befriedigt, aber auch die Wünsche nach sonstiger Anregung in reichem Maße erfüllt; zu letzterem Behufe wurden insbesondere orientierende Berichte über die sozialen Zwecken dienenden jüdischen Organisationen der hiesigen Stadt, des Deutschen Reicher und schließlich auch über die weltumfassenden erstattet. Zwischendurch wurden die meistens in stattlicher Zahl erschienenen Mitglieder mit Erfrischungen bewirtet. Auch die Sonntage während des Sommer - Halbjahres waren von eifriger Arbeit erfüllt. Mehrere Male wurden an den Vormittagen Führungen durch Sehenswürdigkeiten unserer Stadt unternommen; die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen äußerten sich uets hochbesriedigi. Für die S o n n t a g - Nachmittage halten wir Turnspiele, die auf einer uns von der Stadtverwaltung überlassenen Wiese im Ostparl abgehalien wurden, neuerdings eingesührt. Ferner wurden auch wiederholt am Sonntag Wanderfahrten t» den Taunus unternommen. Daß wir bei solcher Auffaffung vom gesundheitlichen Werte der Körperkultur währen» der ganzen Jahres ein großes Gewicht auf unsere Turnriege legten, ist wohl klar. Bei Vermeidung einer einseitigen Neberschätzung und Betonung von Sport und Spiel halten wir uns für vecpflichtet, bei jedem Anlasse die Jugend darauf hinzuweisen, daß sie gegen ihren eigenen Körper sündigt, wenn sie nicht für Stählung ihrer Kräfte durch turnerische Hebungen sorgt. Die Winterarbeit bewegte sich mehr in gewohntem Rahmen. Beibehallen wurden die M i t > w o ch - B o r t r ä g e durch namhaste hiesige und auswärtige Redner. Die Themen wurden in der Hauptsache so gewählt, daß solche mit jüdischem Gedankengehalte besonders bevorzugt waren. Mit dem Verein für jüdische Geschichte und Literatur sowie dem Talmud-Thora-Verein verband uns auch in diesem Jahre die innigste Interessengemeinschaft. Die Bibel- V o r t r ä g e des H e r r n D r. M a y an den Samstag-Bormitlagen, sowie die Lehrkurse in Englisch. Französisch und Stenographie wurden fortgesührt. Der literarische Lesezirkel befaßte sich in diesem Jahre vorwiegend mit der gemeinsamen Lektüre von „Faust". Einen starken ideellen Erfolg versprachen wir unS von einem erstmals eingerichteten Zyklus von Besprechungen überjüdischeGegenwarts Probleme, die an sechs Abenden statlfande.i. Ausgehend von einem jeweils durch Herrn Dr. May erstatteten Referate wurde in Form von zwangloser Aussprache versucht, Klarheit darüber zu gewinnen, welche Stellung wir Juden zu den be- — 1.1

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