Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 3 (1912)
- Issue
- 1 (1.1.1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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westdeutschen Bezirksverbandes feiert,'^wird .für'die zu Propagandazwccken bereits verwendeten Mittel eine Beihilfe von 100 Mark aus der Brünnschen Stiftung bewilligt. Bei dem Fest und der Tagung wird Herr Felix Meyer, Fankfurt a. M., den Verband vertreten und Herr Referendar Dr. Ist Kahn, Cöln, die Tendenzrede als Vertreter des Westdeutschen Bezirksverbandes halten. Herr Dr. Apfel gibt darauf einen vertraulichen Bericht über feine Reise nach K a t t o w i tz und verleiht der Hoffnung Ausdruck, daß die dortige Krisis zu beheben fein dürfte. lieber eine Beschwerde gegen einen Verein wegen verweigerter Aufnahme eines Einzelmilgliedes referieren die Herren R.-A. Wilk und Dr. Simon. Nach eingehender Debatte wird beschlossen, dem Beschwerdeführer zu schreiben, daß der Verbandsvorstand nach Prüfung der Sachlage aus prinzipiellen Gründen in die Angelegenheit nicht eintreten könne. Die Beschwerde wird hiermit zurückgewiesen. Auf eine Anfrage des Herrn Schönenberg wird beschlossen , die Redaktionskommission zu ermächtigen, selbstständig im Namen des Vorstandes die geschäftliche Seite der Zeitungssragezu entscheiden. Aus dem Geschäftsbericht sei folgendes verzeichnet: Ausdehnung: Seit der letzten Vorstandssitzung vom 28. Mai cr. sind in den Verband neu ausgenommen worden die Vereine Glogau, Solingen, Hagen, Heidelberg. Dem Verband sind somit 75 Vereine angeschlossen. Außerdem ist es den Bemühungen unserer Bezirksverbände, mancher Vereine und Mitglieder gelungen, in Heilbronn, Hildesheim, Kiel, Königsberg, Kreuznach, Schneidemühl, Wesel und Worms Vereine zu gründen. Betreffs Anschlusses an unseren Verband standen wir mit den Vereinen Chemnitz, Culm, Emmendingen, Filehne, Gallingen, Gelsenkirchen, Gleiwitz, Leipzig, Marburg, Mülheim a. d. Ruhr, Myslowitz, den Mädchenvereinen in Frankfurt a. M., Berlin und in Nordhausen in Verbindung. Ein Mitglied unseres Zugendvereins in Erfurt, welches nach Dresden übersiedelte, hat im Verein mit dem Rabbiner Herrn Dr. Stein dort die Gründung eines Jugendvereins in die Wege geleitet. Organisationen: Unser Verhältnis zu den Organisationen war unverändert günstig und herzlich. Durch die Brünnsche Stiftung zur Förderung der Jugendvereinsbestrebungen an kleineren Orten sind wir mit dem D.I.G.B. enger liiert worden. Die Statuten dieser Stiftung wurden genehmigt, ferner rft es uns gelungen, die Schenkungssteucr von 500 M. für diese Stiftung durch ein Gesuch an die Oberzolldirektion um die Halste zu verringern. Den Herren Dr. Regensburger, Dr. Gerson und Dr. Neumann vom D. I. G. B-, die uns bei dieser Gelegenheit zur Seite gestanden haben, sei hierdurch nochmals bestens gedankt. In dem letzten Bescheid der Oberzolldirektion wurde unsere Arbeit als gemeinnützig anerkannt. Bei der Hauptversammlung des Verbandes der deutschen Juden am 5. November 11. cr. waren wir durch die Herren Dr. Regensburger und R.-A. Lichtenberg vertreten. Dr. Regensburger wurde wiederum in den großen Ausschuß des Verbandes der deutschen Juden gewählt. Zeitungen: Mit Genugtuung wurde hervorgehoben, daß die meisten jüdischen Zeitungen uns nach wie vor ihr Interesse bekundet haben, indem sie über unsere Bewegung ab und zu Berichte brachten. ^Von verschiedenen Verlagsbuchhandlungen gingen uns die neuesten Bücher zur Rezension in unseren „Mitteilungen" zu. Das Ausland, wie Italien, die Schweiz und Ungarn, holten unseren Rat betreffs Entfachung der Jugendbewegung in ihren Ländern ein. Die übrigen Punkte der Tagesordnung, darunter Aufnahniegesuche von Vereinen, Referate über die Jugendfürsorge bezw. Jugendgerichtshilfe, die Herausgabe einer Broschüre unter dem Titel „Warum sind und bleiben wir Juden" u. a. m. werden infolge vorgerückter Slunde vertagt. Schluß der Sitzung CVa Uhr abends. R.-A. Dr. Alfred Apfel, Rabb. Dr. E. Finkcl, I. Vorsitzender. Geschäftsführer. Mitteilungen der Geschäftsstelle. Die Kassenverwaltung ist, wie bereits in der vorigen Nummer dieses Blattes mitgeteilt wurde, am 1. Dezember 1911 an Herrn Arthur Abrahamsohn, Berlin NO. 1K, übergegangen. Wir ersuchen nochmals die Vereine, die mit der Zahlung der am 1. Oktober 1911 fällig gewesenen Verbandsbeiträge im Betrage von M. 0.20 pro Ja hr für jedes ordentliche und außerordentliche Mitglied nach dem Mitgliederbestand vom 1. Oktober 1911 und der Abonnementsbeiträge für die „Mitteilungen" noch im Rückstände find, dieselben auf das Postscheckkonto Berlin 12050 unseres Kasscnverwalters Herrn Abrahinnsohn, Berlin, umgehend zu überweisen. Wir bemerken, daß durch Ueberweisung auf das Postscheckkonto die Portokosten erspart werden. Wir bitten, alle Zuschriften, die die Kaffenverwaltung betreffen, zu adressieren: Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands Abteilung Kaffenverwaltung B e r l i n NO. 18. Ferner ist allen Vereinen Ende Dezember ein Auszug ihres Kontos zugegangen, den wir umgehend zu bestätigen bitten. Unser in der September-Nummer abgedrucktcs Bereinsverzcichnis ist infolge stattgchabter Veränderungen wie folgt zu berichtigen bezw. zu ergänzen: Cottbus. Vorsitzender und Briesadrcsse: Alfred Kalischer, Kaiser-Friedrichstraße 11. F r e i b u r g i. B. Briefadreffe: Heinr. Mayer, Herrenstc. 53. Glogau. Vorsitzender: Leo Ehrlich, Mälzstr. 43. M. - G l a d b a ch. Briefadresse: Hugo Feldmann, Lessingstc. 5. Vereinslokal: Hotel Kothen, Markt 24. Mit der Februarnummer unserer „Mitteilungen" erhalten die Vereine auch das Inhaltsverzeichnis für die Jahrgänge 1910/11. Die Vereinsvorstände werden hierdurch dringend ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß jedes Archiv resp. jede Bibliothek des Vereins mindestens ein gebundenes Exemplar unserer „Mitteilungen" besitzt. 14