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Der Jugendbund · 1931-07-01 · 4 (7.1931) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
17 (1931)
Issue
4 (7.1931)
Date
1931-07-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Internationale Führerkonferenz vom 7. Juli 1931 in Basel Die Verbandsfreunde sind durch den Brief der Verbrad« l.itung an die Arbeitsgemeinschaft <ler Jüdischen Jugen«lverbände Genf („Jugendbuml" Nr. 11/12, Jahrgang 19*)) übet die Stellung der Verbandsleitung zu «ler Frage der internationalen Zusammenarbeit jüdischer Jugcnilverbüude unterrichtet. Trotz des in dem obengenannten Brief klar präzisierten Stundpunktes Uber den Umkreis der Aufgaben einer solchen internationalen Vereinigung waren die ArlM-ilen in den letzten Monaten zum" Stillstand gekommen. Erst aus Anlaß <les nach Basel einberufenen 17. Zioni-IonkOBgreaeqe erhielten wir eine Kinlailuug des Genfer Sekretariats zur Teilnahme au einer Besprechung der in Baad anwesenden Vertreter der Mitglieder erbünde. An <ler Sitzung nahmen als Vertreter des Verbandes Herbert Felsenihal und der Junggruppenlcitcr Hans Abraham teil. Sie war im ubrigen ausschließlich von Delegierten zionistischer Graphen beschickt, darunter Abgeordnete «los Makkabi-WoltverbaiMles und des Hapoel Hazair. beides Jugondverbüinle mit über 30000 Mitgliedern. Die Leiter des Genfer Sekretariats bestimmten den Aufgabenkreis eines WeltverbaiHles der jüdischen Jugend in etwa nach den uns seit langem bekannten Richtlinien der Union Universelle de la Jeunesse Juive (U. U. J. J.). Sie legen den Hauptwert auf ein Bekenntnis der gesamten jüdischen Jugend .der Welt für die Einheit des Judentums und ein gewichtiges gemeinsames .Auftreten der angeschlossenen Verbände, in den die gesamte Judeiiheil der Welt bewegenden Fragen (Bekenntnis zu Palästina* Protest gegen Judenverfolgungen). Ueber die Möglichkeiten einer praktisclieu Zusammenarbeit der jüdischen .lugend verschiedener Länder waren ihre Vorarbeiten nicht sehr weit gediehen. im Verlauf der sehr anregenden Aussprache machten ■Ich starke innerzionistischc Gegensätze geltend, die wohl nicht zuletzt auf die wahrend des gleichzeitigtagenden Zionistcnkongresses aufgetretenen Meinungsverschiedenheiten im zionistischen Lager zurückzuführen sind. Starke zionistische, auf dem Boden" des Chaluziates stehende Verbände erklärten sich an einer engen organisatorischen Zusammenfassung jüdischer Jugcndvcrbändo verschiedener weltanschaulicher Grundeinstellung dosinteressiert. Bezeichnend war, daß ein Vorschlag der Vertreter «les Verbandes, ein internationales Fuhrerlager Uber die Kadikalisicrung der jüdischen ■lugend und die Einwirkung de« Kommunismus auf die Stellung der jungen Generation zum .Judentum einzuberufen, auf die einhellige Ablehnung der Vertreter dieser Verbände stieß. Man war in diesem jLuger der Ansieht, daß «lie Erörterung solcher Probleme auf breiter Basis die Erziehungsarbeit im eigenen Verband störend beeinflussen könne. Diese Stimmung, die sich auch in anderen Fragen bemerkbar machte und nicht zuletzt der Ausfluß einer weitgreifenden Skepsis gegen einen Weltzusamiuenschluß der jüdischen Jugend überhaupt bedeutet, beeinflußte die Ent- -chlicßungcu der Zusammenkunft. Es wurden folgende Richtlinien für einen Ausbau der internationalen Zusammenarbeit beschlossen: 1. Aufbau einer P r e s s e - R e v u e der jüdischen .lugend durch das G« B f *X Sekretariat. Zweck dieser Maßnahme »oll sein, den internationalen (odankcnaiistHUsch auf Grund der Meinungsäußerungen jM ,\rn verschiedenen Zeitschriften der Verbünde zu fördern. 2. I Ii t e r ii a t i o n a 1 o 'S o z i a 1 e II i I f e. Es goll versucht werden, durch .sorgfältige Sammlung de¬ Materials in den verschiedenen Ländern die internationale Berufsausbildung zu fördern (Nachweis von Lehrstellen, l'orderung de- Studiums im Ausland). Ferner .erklärten verschlodene Vertreter es für durchaus möglich, junge .luden aus anderen Ländern in ihrem Wirkungskreis unterzubringen. Man sprach vor allen Dingen von offenen l..indarbeite|-s|i-llrii in Frankreich. . 3. Ferienaustausch. -Es soll der Versuefa gemacht werden. Mitglieder der verschiedenen Verbände im -Wege des 'Ferienaustausche* einander näherzubringen. In erster Linie i<t dabei an die Unterstützung von Gruppenfahrten gedacht. Hieran zeigten sich ' insbesondere die polnischen Jugend verbände -tark interessiert •i. Brief a m t. Der internationale Briefanstansch "Jüdischer Jagend soll durch die Zentrale gefördert werden. Es mag auf den Anfang erscheinen, als ob das Ergebnis dieser Besprechung äußerst dürftig ift. Man soll aber dabei nicht vergossen, daß der Beginn einer -eit (leneratii.....n vernachlässigten Arbeit außerordentlich schwor ist. nachdem die eigeWeaetziiefee Entwicklung der Jugend in den trer-i schiedenen Ländern zu außerordentlichen soziologischen und gedanklichen Verschiedenheiten geführt hat. Es muß auch dabei berücksichtigt werden, daß die Zusammensetzung der Vertreter in Basel nicht das wahre Bild der jüdischen Welt- JugeM zeigte und «laß starke niehtaionistische Jugendverbände aus verschiedenen Ländern fehlten. Trotz aller Bedenken haben «lie Vertreter Unseres Verbandes «lie Ueberzeugung mit nach Hause genommen, «laß in der Arbeitsgemein- -. haft der jüdischen Jugend verbände der Ansatzpunkt zur Entwicklung fruchtbarer internationaler Zusammenarbeit lieg« ' - Sehr wertvoll waren die aus Anlaß der Zusammenkunft gescllossenen persönlichen Bindungen, «lie stob im Laufe «h'r Wiuterarbeit unzweifelhaft in gegenseitigen Besuchen auswirken werden. -So wird insbea.....lere die StraBburgor Grippe «h'r U. U. J. J. an den Südwestuml süddeutschen Tagungen des Verbandes teilnehmen, der Verband w ird andererseits «lie im August |*82 in Antwerpen stattfindende Tagung der 1'. U. J. J. beschicken. Es wird die Aufgabe unserer Gren/.landbüiMle sein, die Fühlung mit «len benachbarten Vereinen anderer Länder aufzunehmen und durch BerStellnng starker persönlicher Bindungen die Voraus-etzung für eine langsame Erweiterung «les Aufgabenkreises der ATbeitogowoinscbafl jüdischer Jugemlwrbände zu schaffen. " *■ ■\ •■ - . : ■.. j Bundeslager des Bundes der Junggruppen Vom 3. bis C. August findet in Bennewitz bei König-.te n Thüringen das diesjährige Bumli-slager der Junggrtippeu itatt Interessierte Verbandstreunde. welche an dem Lager ilnehmen wollen, können Näheres bei Kurt London. Berlin* harlottenburg, Pestalozzistraße 1. III (ab 20. Juli beim Vcrindsbüro) erfahren. Aus dein Programm: Sonntag, den 2. August, 21 Uhr, Eröffnung «les Lagers: Montag, den 3. August, 9 bis 12 Uhr: Allgemeine Wetticle; 15.30 Uhr: Arbeitsgemeinschaften: L Wirtschaftsigeii _ Sozialismus. 2. Der junge Jude im Kampf um die igen der Zeit. Dienstag, den 1. August. 9 bis 12 Uhr: Arbeitsgemein- -chaften: L Verhaiidsidcologio. 2. Die Aelterenfrage des Btintlcs: Entscheiden un«l Entschieden. 15.80 bi-_ ls:Ki Ihr: Arbeitsgemeinschaften: i. Wege zum jüdischen Seoutiug. 2. Jugendbewegung, Romantik« Radikalismus. .Mittwoch, «len 5. August: ä bis 12 I hr: Arbeitskreis««, lleimvormittage usw. L*».3tl bis 18.90 I hr: Arbeit.sgonTfischaft: Pädagogik. Donnerstag, den 0. August: l.VÜt bis 18 I hr: A* taguug: L Bundeabericht, 2. Außenpolitik. 3. i'ü' fragen*. 1. Wahlen.

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