Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 17 (1931)
- Issue
- 3 (6.1931)
- Date
- 1931-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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I. ii Prinzipien Körper — Geist. Ximi ersten dient die Sportabteilung. Diese ~o!l allmählich die heute bestehendem jüdischen Turn- und Sportvereine ersetzen. <lie durch Fusion iui Hund aufgeben sollten. Weiterhin gehören hierher Wanderungen, von denen noch die Rede -ein soll. I le:u Zweiten dienen dir zu gründenden Schulen des Judentums und die Veranstaltung eigener Kurse, sowie Heimabende. Die .Schule des Judentums solj eine Institution der Gemeinde .sein. (Hierher Rabbiner!! Die Aufgabe des Bundes dabei sei. ihre Durchführung zu überwachen .und -t.-ts zur Sorge für sie bereit zu sein. Seinen Mitgliedern muß es der Hund zur Pflicht machen, ndndestens eine Vorlesung zu hören und sieh an einem Kurse zu beteiligen. Die Vorlesungen und l'ebungen der Schule erstreiken sich über das ganze Gebiet jüdischen-Lebens, jüdischen Geistes i Philowjphie, Reh, phiins. Rcvhtslehrc. Talmud. Schulchan Ameln, jüdischen Tun- (Hebräisch, .luden und l'mwelt. Religionsausübung. Geschichte) und jüdischer Seele (Dichtung. Musik, ReligHinspsychologie. Geschichte des jüdischen Vationalisums und des Zionismus, iTeschiebtc und Wesen der *Dti jüdischen Bewegungen. Wesen der antijüdischen Qcfüble). Es i-t selbstverständlich, drfß außer in Herlin .und einigen wenigen Großstädten -nur einige wenige Gebiete cünäebs.t gelesen werden können, der Lehrkräfte wegen, der Hund hat aber dafür zu sorgen, daß mindestens ein hcbrai.-cli"!- und Gesebichtslehrgang, je Semester. Zustandekommen. Kr li.it dauernd mit ler Gemeinde zu verhandeln. Geht es nicht anders, muß eor -elber die Schule aufziehen. Iiief die Gemeinde überzeugt hat. Wo schon Sc hulen, oder [Wlisebulcn des Judentums bestehen, hat er es natürlich bedeutend leichter. Di r Hund für sich und in .-ich veranstaltet folgende Zweiijabrkur-e, die sich also von Bundestag zu Bundestag eretreck.cn; I Mann Und Frau. -(Wo notwendig, auch medizinisch* anatomisch.1 Wierin sind von den verschiedensten Gesichtspunkten die Stellung von Fr.au und M uni zu und gegeneinander zu he handeln. Nichti-i wegzulassen. Ks darf auch nicht Halt gemacht werden vor iIit sogenannten, we-entlich dem Sozialismus entstammenden, absoluten (ieschleehtsmnräl. £ Mensch und Mensch gemeinsam mit Mensch und Wirtschaft. Die Wirtschaft Heben Grundlagen der Kultur. Die religiösen Grundlagen der Kultur. Geschichte-des Kapitalismus und Vo'rkapitaiismus. < leschichte und Lehren de- Sozialismus. Marxistischer Lehrgang ..(für sich zweijährig). Einführung in die Soziologie. i. n! 'ührung" in die Psychoanalytische Lehre (für sich etwa einjährig"). . I iiliruugen im Indu-triegebiet. ■ I'al.i.-l hiakurs. Geographie und Wirtschaftsgeographie Palästinas. hi.!it.- Palästinas Lp der .neuen und neuesten Zeit, (••-•heilte der jüdischen Siedlung l gemeinsam mit vorigem). >«|ziologi>ehe und soziale Probleme Palästinas (Arbeits- und ArlM-iterfragen. Sozialismus und Aufbau. Arabe'ri rageL Palästina .und Weltjndentum (Probleme der Jewish Agenc.v). 1 »b in un-er Programm tinler diesem Punkt auch Sammeln tur ibui K. K. I... etwa wie in di r 1'. .1. .1.. aufgenommen wiTtlen soll, mag späterer Entwicklung vorbehalten bleiben. Ks i-t schwer, zu entscheiden, wie lange noch diese Tätigkeit ein Vorrecht der Ziontsteu bleiben darf. Dasselbe mag mit dem korporativen Beitritt zur J. A. geschehen. Hehle Schritte müßten automatisch eine den jeweils beiden Sammelgrunil-atzen entsprechende Selbstbesteuerung der Mitglieder des Aelterenbundezur Folge haben. r Der angedeutete Stoff aller drei Kurse soll sich je Kurs im ganzen über die zwei .Lahre erstrecken, also die einzeln, -ix Qebiete -ollen nacheinander, eines auf dem anderen 12 aufbauend, behandelt werden. Kine Ausnahme bilden Sie beiden Stoffe mit eigener Zeitangabe. Alle Kurse kennen nur Anleitung zur Selbstbeschäftigung geben. Sie können nur Wegbereiter sein. Diese Kurse können unmöglich In) Stil der Schule des Judentums aufgezogen werden, schon weil die Zeit hierzu nicht ausreicht, denn diese Kurse können, damit keine t'eberfüllung des Arbeits- und Sportprogramms eintritt, nur je nlldreiwöchentlich abgebalten werden, also jede Woche, in diesem Turnus, ein anderer Kurs. Was so» * noch an Heimabend (siehe diesen später) und Sport, in die Woche geht, hängt eben ganz von der Schule des Judentum und den lokalen Verhältnissen ab. Ks muß nicht jede Wocli > ein Heimabend sein, auch kann einmal eine Woche sportfre; bleiben. / Wenn es auffällt, daß dem Sozialismus ein relativ breiter Raum eingeräumt ist. so liegt das nicht nur an der Einstellung des Verfassers, sondern an dem l"m«tand. daß allmählich die Erkenntnis zu dämmern scheint, daß der Sozialismus, die Wirtschaftsform der Zukunft, ein mensohhoiiliches Problem zugleich ist. das sich in pro oder enntn immer mehr in den Brennpunkt unseres Seins schiebt. Daß es mit Palästina speziell für uns .Inden, nur in bereit.« Viel stärkerer and vollendeterer Weise, genau dasselbe ist. dari r i-t kaum noch ein Wort zu verlieren. 111 in allen Bünden derselbe Kurveranstaltet wird, ist es im großen ganzen gleichgültig, wenn Mitglieder von einem Ort in einen anderen ziehen. Der Niederschlag des geistigen Leberia der Aelte nhülfde. ereignet sich in den Heimabenden. In diesen st.-llt der Leiter ein ihn interessierendes Thema aus der Schule des .T.. oder den Kursen, das gerade behandelt, wurde, auf seine Weise dar und zur Diskussion. Oder es werden Ereignisse in der Welt und im .ludentuin in Beziehung zu dein in der Schule des .1. oder den Kursen gehörten gebracht Ferner soll «lauernd die Situation des Verbandes besprochen werden. Ein Heimabend kann mehrere nach sich ziehen, di.' dasselbe'.Thema behandeln. Es können mehrere Heimabendgruppen gebildet werden, es muß dies aber nicht der Fall sein. Angekündigt soll immer nur der Heimabend an sieh werden, evtl. der Name des Leiters. Das Thema soll niclit angegeben werden. Das Thema des nächsten Abends ■ -nl) immer aus dem vorhergehenden hervorgehen. Hat der Vorhand erat eine gewisse Entwicklung durchgemacht, so sind überhaupt themenlose Heimabende möglich, in denen dsd «irklich (im letzten sicherlich nur als Ideal denkbar) der geistige Niederschlag des Hundes in reinster Form geschähe Die Richtung i-t also gekennzeichnet.. Für die Schulung des Körpers sorgt die Sportgruppe. Für das Zusammensein in der Natur Wanderungen y nach Jahreszeit und Gegend zu Fuß oder zu Ski. Mit benachbarten Bünden sollen Treffahrten und Treffheini abend c veranstaltet werden. Mindestens jeden zweiten Monat soll ein Presseref 1 tl i jüdische Prosse) veranstaltet werden. In den Wintermoiiaten soll allmonatlich ein Vortrag .r die große Oerfentlichkeit gehalten werden. (Verbands- Mini Vieh tverba nds redner.) Alle anderen Veranstaltungen '.-ollen das ganze Jahr über, also auch in den Sommermonaten (außer den Perlen) Ii rchgeftthrt werden. Wo dazu die Möglichkeit verlanden (Garten des Heims, oder eines Mitgliedes des Hunde-., können in der heißen Jahreszeit Heimabende, evtl. auch Kur-e. im Freien veranstaltet werden. Auch mit einer Wanderung kann ein Heiinabend so verbunden werden, daß man ei. lange Rast eigens zum Zweck der Diskussion des ersetzten Abends einschiebt.. Wenn der Verband sich erst gefestigt hat, soll die V % lichkeit ins Auge gefaßt werden, alljährlich bis allzweijähr lieh eine außerdeutsche, evtl. sogar außereuropäische | Palästina z. B.) .Großfahrt zu unternehmen, evtl. getaein- -am mit außerdeutschen ähnlichen Bunden, anter d * Motto: selbständig, anspruchslos, einfach und billig. Die reichen Erfahrungen der rühmlichst bekannten Expedition Brecht-Bergen (einer deutschen, aber dabei wahrhaft euro- "ai.-chen Veranstaltung), der sich anzuschließen aber