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Der Jugendbund · 1930-10-01 · 10 (10.1930) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
16 (1930)
Issue
10 (10.1930)
Date
1930-10-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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de- Verbandes war und ist. Ihnen j Od Ischen Wissensstoff beit«»rmgcn und ihr Interesse an flldisch-positiven Werten jeder Art zu beleben, eben.-» klar erscheint uns. daß wir erst einmal l. in jungen Juden die brennenden Fragen seiner Existenz zu erläifteru und vrth iler Situation, in der er sich befindet, ansengehen haben, ib er erst auf Grund der Erkenntnis dieser •»ÜHutioii ein innerliche- Verhältnis z« diesen Dingen gewinnen kann, l'ns erseheint die.Situation de-s jungen iiidi~-l.en Menschen durch viererlei rliarakteri,*jprt zu sein: I, die jüdische Entwicklung und Geschiente -<:it der Emanzipation, die die heutige jüdisch-politische Lage bedingt; j den überparteilichen, l'ulästinaaufb.iu. als zentrale Erscheinungsform erneuernden jüdischen Lebens: :i. n ic Ii anßcn durch daangeheure Anschwellen der Miiti-inii'ti-rli-i.i-. lii-U-rlien. Welle in Deutschland und I. d^e Frage seiner wirtschaftlichen Existenz. Im diese Fragen und nur um sie baut -u-ii unsere Arbeit auf:?te deckt -ieli mit den Richtlinien die die Verbandsleitung für das Arbeitsprogramm diese- Winters aufgestellt hat. lind die -'«mit zum Gegenstand der Vorbandsdiskussiou Cemacht werden sollen. Am wichtigsten erscheint uns dabei neb ii dem Kampf und der Aiiseinandcrsetzuog mit dem Antisemitismus im .Augenblick die Erklärung der wirt-ehaftlieheu Situation und der damit'zusammenhangenden Frauen dCs Wirtschaftssystems und der wirtschaftlichen Zusam.....nbnnge, da von ihnen unsere Menschen am unmittelbarsten beute betroffen Verden. Hier suchen die Mitglieder der Gilde in. I, praktisch dnreh ihre Mitarbeit in der Organisation der sozialen Hilfe zu helfen. I ')•■- sintl in großen Zügen Gegenstand und Methode der tijldenurbeil. Sie kann natürlich nur geleistet werden von Metischen, die niehf die Zugehörigkeit zur Gilde als eine Art K.>« t ansehen, sondern bereil und willensind, dem Verband Öpfe) an Zeit "und Geld zu bringen. Diese Menschen, soweit - fähig er-, heineii. führcrische Arbeit zu leisten oder dazu Ii Tangebildet zu werden.- werden von der Hilde in ihren Kreis bihzugewätiH. Wir begrüßen auch alle Zusammenschlüsse zu gleichen Zielen und auf Grund gleiclier Einstellung in allen Teilen des Verbandes; und sehen darin ein Zeichen, daß der Gildengedanke sich durchgesetzt hat. Das gibt uns die Hoffnung, daß er im Verbände eine feste Verankerung finden, und .dal» ■■die Gildenarbeit, bei entsprechendem Entgegenkommen aller Verbawlsorgäne, zur Erfüllung der Aufgaben ■ I. - Verbandes ein Wesentliches beitragen wird. Fritz Falk Zur Methodik der Arbeit i Aueinem auf der westdeutschen LaiMlt-sverbamlstagung behaltenen Referat,) , l'i. Vielfalt des vom Verband für die Wiuterarbeit \orgeschlagenen Stoffes zieht zwangsläufig eine Fmgost.iltuhg dei Süßeren Form der bisherigen Arbeit nach sieh. Solange von der \ erbamlsleitung ei n Thema den Vereinen überwiesen w urde, war es möglich, dieses in den Heimabenden, die itnm.'r im Mittelpunkt der Vereinsarbeit standen, zu behandeln. I m dies,, llcimabendzykleii gruppierten sieh di.» Arbeitsgeuieinscnafteti. die »U mit diesen in einem inneren Zusammenhang stauden und so die Arbeit der Heimabende ausbauten uml \ ert Leiten. Dieses Schema mui» sich jedoch in dem Augenblick ändern, wo Ai.m Verband eine Themenreihe der hündischen Arbeit vorgeschrieben wird. Es heißt jetzt eine Methode zu finden, die das Charakteristikum der Heimabende in sich trägt, nämlich Vertraut machen des Stoffes allen akjiv >n Mitgliedern, und die gleichzeitig eine Gewähr für syste matische und gründliche Durch'arboit. die nur im kleinen Kreis — Arbeitsgemeinschaft — möglich ist. in tich birgt. Für die Großvereine schlage ich folgende:; Weg vor — in Hesseldorf wird in diesem Winter danac h gearbeitet —: Die Themen: 1. Bekämpfung des Nationalismus, 2. Pa- ' last Inafragen, 3. Ausgestaltung der sozialen Hilfe (Sozi iiismüs) und 1. Jüdisches Wissen (Geschichte) mögen in je' 2 einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefaßt werden. ili0 lltägig zusammentritt, d. h. wöchentlich finden zwei Arbeitsgemeinschaften statt. Diese Arbeitsgemeinschaften solle« nicht auf den für die Heimabende bestimmten Abend geh :t werden. Warum? Bei 1 Arbeitsgemeinschaften hat jede s Wochen einen „offenen Abend" zu veranstalten, der für jeden und als Heimabend zu gestalten ist. Kr hat Aufgabe, die nicht an der Arbeitsgemeinschaft Teilnehmen mit diesem Stoff bekannt zu machet] und wird für die Teil nehmer eine Wiederholung darstellen. So wären in 8 W.» I Heimabende belegt, während die Gestaltung der kofCCSl..... diel enden Heimabende dem Verein überlassen bleibt. (Tag« fragen o. ä.) Es mnß hier unbedingt vor einer Teilnahme an zu v Arbeitsgemeinschaften gewarnt werden. Wenn jemand'/»' i Arbeitsgemeinschaften belegt und außerdem noch an de i Heimabenden teilnimmt, so betätigt er sich zwei Abende •I. J. V. und das kann für ei.ne gute Arbeit schon genügen. Ineinzelne gehende Verschlage lassen sich hier nie: i mac hen, weil hierbei Rücksicht auf die Eigenart der Vereil zu nehmen ist. Immerhin glaube ich. dal.» so eine Möirlic hk ■gegeben i.-t. die Stoffe exakt durchzuarbeiten, und auch glei« zeitig der durch gemeinsame' Arbeit aller erzeugte Zusamme n hang gewahrt und verstärkt wird. Wie ist es aber nun bei den Mittel- und Kleinverein. die' nicht über die nötigen Führer verfügen? Sind 2 b! :> Kührer vorhanden, so kann immerhin ein Teil der Thenn?c bewältigt werden Ic h verweise in diesem Zusaminenhaiii; a ll die von ih r Verbandsleitung und der Gilde vorgesehenen Führerfenrse — ebenfalls eine Aufgabe der Kandesverbanlvorsitzenden! — Anderenfalls empfehle ich hier Sehnellktii d. h. an Jedem Heimabend soll mau sich zunächst 20 3(1 Minuten, mehr instruktiv ohne große Diskussionen, -mit einem Thema befassen. So wird es auch hier möglich s. in. bei entsprechender Einteilung mindestens zwei Themen durchzuarbeiten. Diese neue Arbeitsweise wird aber noch etwas andere! zur Folge haben. In den Heimabenden konnte wohl eine gewisse geistige Grundlage gegeben werden, während die menschliche. Grundhaltung ni.» oder nur wenig beeinflußt wurde. Das aber wird möglich sein in einem kleinen, inten-|<j arbeit nden Kreis wo der Führer persönlicher und an mit) barer wirken kann,. Artur Hermann- Zur Kalenderreform uon Rabbiner Dr. Rosenthal. KOln Der Völkerbund plant eintgrundlegende Acndcrung de« bisher gültigen Kalenders. Diese Kalenderretorro hat her.'!» bei sehr vielen Völkern und in groflen Kreisen des deutsch.!) Volkes zahlreiche Anhänger gefunden. Da diese S'cuordi des Kalenders an den Grundpfeiler der jüdischen R.Ii. R rütteln würde, haben sich in Deutschland bereits eine Anzahl Verbände zwecks gemeinsamen Vorgehens gegen dftM Aenderung zusammengeschlossen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, auch uns dier Bewegung anzuschlieOen und geben in folgendem ein Erklärungen von berufener Feder, was die Kalcndcrrtf» bedeutet. , Dem Wunsche des Verbandes der Judischen Jugendvereitn Deutschlands, im ...luL'endbund" zur Frag.» der Kalenderrofoi i Stellung zu nehmen und einige einführende Erläuterungen . i dieser die Welt und die Völker mehr und mehr bewegend n Angelegenheit zu g^ben. komme ich gern nach, um sq lieber, als die auf diesem Gebiete zu leistende Arbeit ohne die jüdische Jugend keinesfalls zu irgend einem ersprießlich' Ii Ende geführt werden kann. In Herl in hat gegen Ende August ein großer und bedeu sanier Weltkongreß für den Sabbalschutz .stattgefunden, au dem die Frage der Kalenderrofoi in vor einem die europäisch' und die amerikanische Judenheit repräsentierenden Fnru: bt handelt worden ist. In (.emeiusf hart mit Dr. Lcwenste.in. Zürich, dem Generalsekretär des ..Jüdischen Komitees betreflde r Kalenelerreform '. war mir die Aurgabe zugefallen, das bet reffende Beferat zu erstatten. Die Kalenderreform, für di der Völkerbund eine eigene Sektion geschaffen hat, will eine Gleichmäßigkeit des Kalenders erzielen, die sieh aus d. i M>:></, Tagen de- Sonnenjahreä nicht ergibt, weil diese Zahl

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