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Der Jugendbund · 1930-04-01 · 4 (4.1930) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
16 (1930)
Issue
4 (4.1930)
Date
1930-04-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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indem sie dem .jungen Menschen ein«! Verantwortung ireb'». erziehen sie ihn. diese Verantwortung zu tragen. Vor allem aber niüss« n wir Tür eiiie stark«; Lcbcnsn ä h e unseres Verbandes kämpfen. Ks muß uns bewußt werden. daß sein größter Wert in seiner sozialen .Vuf- X a b i' rulit. Tachlis! Uon Altred Rosenthal. Schneidemühl Daß der Umfang dieser Zeitschrift verkleinert wurde, nehmen wir als Fingerzeig und Mahnung, wenig zu r«-«! -n. mehr zu tun. Lieber Fritz Meinhard und lieber Jacob Ja«-obs, Ihr habt heide recht, und unrecht, denn Ihr beide lebt in Verbands sorgen, die zugleich Sorgen um den indischen Menschen sind. sWäs haltet Ihr davon, zwischen Küch beiden eine Agency im kleinen zu bilden, Euch zii-anjineiizu-etzen und beide etwils Tüchtiges zu scharfen, denn dies i-t die Haupt-e he. Daß etwas geschafft wird. Ich kenne die ne-tlichen Vereine nicht, ieh weiß nur. daß bei uns im Osten sehr traurig au — ieht. wir m 1 i-—•—?i um jeden Menschen ringen. Es gibl Vereine, der« u Existenz an einem einzigen Monsclien hüugt, die zugrunde gehen. Wenn dieser einzige nicht mehr da i-i. Niemand ist corhanden. in die Bresche zu springen: warum;1 Weil »ieh'. vielleicht die besten. \..n manchem ..Vereinsbetrieb" an- — •■■'<l«-t wi i il.-n. weil zu viel bei unm>ii I ■ eiücilidchouorationn „gemacht" wird Ein tiebiet,'das imviele Freunde erwerlien kann, i-i da- Turnen und der Sport. Ks gibt viele Städte, in denen injüdisch-|>«diti>rheh Gründen kein MakaH gegründet worden kann. I>ie" nicht jinli-clnu Turn- und Sport verein-' Verden mir von einem ganz kleinen Teile luden mit ihrer Teilnahme ..beehrt". Weshalb, soll hier ni« hl errrrtert werden. 1'atsache ist. daß entweder die .luden in jüdi-chen Vereinen l.eihesiihuiiL'en l reiben oderüberhnupt nicht. Ich kann Kuch heute etwaverraten: Egibt in iMileutschlaud eine initiiere Stadt, in der -ich einer der stärksten ^Ugemlvereijie befand. lUirvh I uge« hicklichkeit einiger Vorstand-mitjrlioier fiel der Verein auseinander. so daß zeitweise nur 7 bis > Mitglieder arbeiteten, ha wurde eine i'uril- und Spirrtabtcilung geia ündet. eine Turnhalle ge ■nietet, etwas später eiij Tlirillehl'cr. engagiert, und heule zahlt die Turngrupne zirka J<i Mitglieder, zu denregelmäßigen Sitzungen erscheinen ">"•> Mitglieder und die frühere tiesamtmitgliederzalil i-t fa-l wiedererreicht, trotzdem .inzwischen ein Tendeuz-.lugemfv erein gegründet w urde. 'Lieber Fritz Meinhard und lieber Jacob Jacobs. ••di nenne Euch noch einige »Mil.illkell. die zu verwirkliche!; sjnd luußer den in diesen Z.-iJ, u steckenden Aureirunu'eii innerhnjb' de- Jugeinlbundeeine große neutrale Turie und Sportorganisation aufzuziehen).: 1. Schaffung eines Werliel ilm- , I».—.-1 il- (.'iindhi i -fe. die nicht gelesen werden i. \ i, Organisierung einer Stellenvermittlung (nicht Stellon- \ i'rmirtelungsnothilfe'). ■ Einrichtung hebräi-elien I nterriebts durch Wander- Itrfirer. Wie-wäre es? Wie wäre i Man ue'nde niclit ^iu.- dafi kein (.icld da ist. Zur Bewältigung wirklicher AufKanen. die Menschen begeistern können, i-t immer (Sehl aufzutreiben. Siele- Keren hajessod. tieren kajemeth usw.» Aller damit Ihr nicht falsch versieht: Vueh die Heran.— arbeit ung der \ erhamL-idee i.-t richtig!!!" . Die Arbeit der Gilde Uon ftlantred VOhl. Düsseldorf In Westdeutschland Tiaben sich verschiedene junge Menschen zu einer zwanglosen Organisation zusammengeschlossen, um die Führer der Vereine in ihrer Arbeit zu unterstützen. Wir sind der Ansicht, Ja Ii wir dabei einem Wunsch der Vereine entgegenkommen, daß die Arbeit -seitens de's Verbandes und seiner Mitglieder mehr als bisher Unterstützung finde!. Diesem Wunsch, den zu erfüllen mir eine dringende Notwendigkeit erscheint, ist man bis jetzt nicht nachgekommen. Weder 6 ■ .. haben Vortragsreisen einzelner Verbandsmitglieder, noch B zirksverbands- oder Führertagungen eine Aenderung od. Besserung zu erreichen vermocht. Wir glauben, folgende Feh und Mingel an der Arbeit der Vereine feststellen zu könne Die Vereine haben zum großen Teil keine geeignet Kührer und. eine Folgeerscheinung des ersten Mangels, nie. genügend Anregungen, die sich in einer systematischen um produktiven Arbeit auswirken könnten. Wir versuchen, die Mängeln dadurch zu begegnen, 1. daß wir ilm eigenen Kreise geeignete Menschen' führerischer Arbeit erziehen, 2. daß wir Führerta'gungen mit erweitertem Zuhörerkr. abhalten wollen, 3. daß wir die Vereine besuchen. Wir haben uns für die Erfüllung des letzten Punktes e bestimmtes Programm gestellt. Wir wollen die Vereine reg' mäßig besuchen, damit sie genügend und abwechselnde A regung haben. Unsere Themenstellung ist einheitlich. \\ gehen von der heutigen Situation des jungen .luden aus, bring, also Themen, die sich mit der religiösen Situation des jung Juden, der Emanzipation, dem Zionismus, der Jewish Agent dem Antisemitismus usw.. ferner mit Berufsfragen auseinandc setzen, und gedenken ü. a. für das nächste Jahr das Probit der Ostjuden herauszustellen. Es ist mir innerhalb dieses nur instruierenden Aufsatz.» nicht möglich, diese Arbeit beleuchten oder auch nur erörte: zu können, da ich auch noch unsere andere Arbeit erwähnt muß. Wir beschäftigen uns auch mit der Junggruppenarbc und besuchen die Junggruppen nach demselben System w; die Vereine, besuchen Gautage, veranstalten Führertagungc (die erste ist für Anfang Mai in Aussicht genommen und wir bereits vorbereitet). Wir sind der Ansicht, daß auch die Jun^ gruppenarbeit sehr der Unterstützung bedarf und daß ih Mängel ähnlich denen der Vereine sind. Weiterhin arbeiten wir. an einer Verwirklichung des Jew i- Agcncv-Beschlusses der Verbandsleitung. Wir werden nat unserer nächsten Zusammenkunft noch mit bestimmten yd schlägen an die Mitglieder des Verbandes herantreten. Aulie dem befassen sich mehrere unserer Mitglieder mit Berut fragen, d. h. mit dem diesjährigen Thema des Verbandes, ui I arbeiten augenblicklich einen Vorschlag aus, wie der Verbat bei diesen Fragen praktisch mitwirken kann. Jedenfalls die Art, wie diese Frage heute behandelt wird, wie z. B. d: Stellenvermittlung gehandhabt wird, daß es vorkommt, daß A zeigen, die nur für Dezember wirksam -sind, im Februar noc erscheinen können, dürftig und die Sache schlecht organisier Dies ist ein kurzer Ueberblick über unsere Arbeit. W:t kommen alle vier bis sechs Wochen zusammen, haben U diesem Monat noch eine Zusammenkunft, befassen uns selbmit aktuellen Fragen, erörterten z. B. auf unserer letzten Z;i sammenkunfl die augenblickliche Lage in Palästina. Für di nächste Zusammenkunft ist das immer aktueller werdend Problem vorgesehen, Erscheinungsform«^) des Antisemitismn- Wenn ich auch mit dem Ergebnis unserer vArbeit not nicht, ganz zufrieden bin — wir stehen ja noch im Anfan. unserer Arbeit —. so sehen wir doch aus der Anerkennu' zahlreicher Bünde und Junggruppen, daß unsere Arbeit erfolg reich werden kann. Jedenfalls erscheint es uns aber erforde Üch. daß wir in unserer Arbeit und in ihrer Ausgestaltung voi den Bünden, den Bezirksverbänden und einzelnen Mensche unterstützt werden müssen. Wir selbst sind junge Mensch.- •and haben selbst Anregung nötig. Wir hoffen, daß sich bn: ähnliche Zusammenschlüsse im ganzen Verband vollziehwerden. Wir werden in der nächsten Nummer des „Juger hundes" über unsere praktische Arbeit und unsere Vo schläge usw. sprechen. Die Jugend im Jüdischen Friedensbund Von J. Raphael. Beckum Die Jugendkonferenz, zu der die Leitung des Jüdische f'riedensbundes am 11. Februar eingeladen hatte und die Saal des Gemeindehauses Berlin, Rosenstraße, stattfand, zeiC (Fortsetzung auf Seite

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