Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 4 (4.1930)
- Date
- 1930-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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«egend. so sie ins Geschehen von Menschenleben eingreift? Vlies, was wirklichkeitsnah Ist, wird diskutiert und von v >r- . iifMlenston Standpunkten beleuchtet. s.> auch der Verband, Leitung, ihr Tun und N'icbttun, die propagierte „Id-Je" iml ihre regierungstreuen und opponierenden Mitarbeiter. WA«, heißt in unserem Rahmen ^Opposition" und wie sieht äh> Hie i> l> j e k t i v betrachtet; aus'? Einer unserer ostdeutschen VArbandsfrennde hat vor nicht allzulanger Zeit vier Wege itifgezoigt. die man gehen kann: mit, ohne, neben, gegen de« Verband. Bin Opponieren gegen den Verband als solchen .••mint als Kohkretum nicht in Frage, da gerade-dl? •.* *l>i,*>- .;Mion" den Verband nur fördern will, daaus ihm machen, i.ialle gern in ihm sehen würden: den Sammelpunkt bewußter, geklärter, fester Menschen, die nicht nach -(beliebigen ilrcrsinnllchen Thesen greifen müssen, um eine eigene - iii-chauung zu haben: neben dem Verband zu gehen und doch linier -einer Fahne zu mar-i liieren, ist genau. SO sinnlos, wie n li al- Mitglied einer Kommission des llauptvor-tamlcmit iiem-elhon KU identifizieren und sich schicksalhafte« und '.'iilt. liehen Gisbarcn zuzulegen, wo es nicht am Platze i-t:. wir dienern vor keinem, der zufällig einen Platz im Olymp uyoberl hat. wir wollen alle ein Gemeinsames erreichen, alle teilhaben am großen, zu schaffenden Giften. . Auch die heute -it -lark umstrittene „Autorität" wird ihren Tribut erhalten, wo er gerechtfertigt isf. aber wir verlangen deren Motivierung im Tun und nicht in der Amtsbezeichnung. Kin „ohne"' den Vorband kommt so länge nicht in Frage, so lange wir ni. hl alles Erhoffte und imselbst mit lauterstem Wollen ve.rloren sehen. Hleiht also nur «'in ..mit" dem Verband. \lwir von Dresden nach Ilinse rubren, glaubten wir WM und sicher, die kommenden zwei Jahre werden die entsprechende Klappe weiter führen, wie es die Spanne der beiden vorherigen 1 Vlegiortontagungen gezeitigt hatte: 1926 Erkennen dOT Lebensfähigkeit und Notwendigkeit des Ver- Ixinds, 1928 Ausgabe einer schönen, vielversprechenden und lel>ensnab sclieinendon Parole: der Weg In die Wirklichkeit. I»ie ästhetische Wertung dieses Wortes j-t ohne Sinn, in ih n Vordergründen brennt das menschliche, (Jle Idee i-t da, und ZU deren KiTUllung bedarf es Menschen, die aus dem Fnend-' liehen kommen, um das Endliche, Mome'ntane zu fassen und iiit Leben zu erfüllen. Wir fühlten die Hoffnung in nniiilhreiiuen. am Wendepunkt der neuen Verbandsoxistenz teilgenommen zu haben, welche so notwendig war. wie die ■ iarauf folgen müssende Wandlung. Wir hofften, daß ein lebendiger Strom geistiger Anregung und seelischer Yerlicfung uns und unsere Mitwelt ergreifen und verbinden werde; wir hofften, daß unsere (.Großen" einerseits keine vor- -chlossenen Bilder mehr darstellten. welche Anbetung lieischen, ohne durch Kntfallting ihres positiven Ichs überlegen zu -ein. sondern in ihnen Menschen zu finden, welche fortschrittlich der Mit- und Uniwelt, uns allen, mil Kräften des Verstandes und des Geistes gegenüber) roten, welche menschliche TMiige ohne Pose erschauen und sie von der Höhe ihres Lebens und ihrer Erfahrung erwärmen. Wir waren so optimistisch, daß wir glaubten, nur noch die Rätsel h r eigenen, kleinen Person lösen zu müssen, um für alles da-, was wir im Verband zu erfüllen hatten, kämpfen zu können und im „Frei sein" die eigenen Grenzen erkannt zu haben. L'nd wer sprach dafür und davon in den vergangenen IK Monaten? . 1 >ie ..Not der jüdischen .lugend" wurde entrollt, zu ihrer Beseitigung wurde verschwindend wenig •-'•■tan. Nie werde ich den Kindruck vergessen, den ich diesen SomMer gelegentlich unserer Vortragsreise in einer ostdeutschen Stadt empfing und der sich mir in die Seele grub mit feurigen Lettern: Nach dem Vortrag Diskussion im Meinen Kähmen, ein Sprechen von Mensch zu Mensch: jui Verlauf dieses Gespräches fragte mich ein ernster, hochgewachsener Junge sinnenden Auges; ,.W ill das der Verband, was du sagst, ist das der Verband, wie du ihn schilderst oder wie du ihn haben möchtest;' W'iire es so. dann brauchten wit keine segnende Prophetenhand, dann können uns Menschen helfen, junge Menschen, wie wir selbst sind."" Was nützt es, von hoher Warte ethische und menschliche Forde Hingen in die Welt zu blasen, wenn wir die Menschen nicht - Ii.......In. die sich auf den Weckruf melden? W'as nützt es. lie furchtbar* I ngc der berufstätigen .lugend an.- Lieht zu zerren, wenn im gleichen Atemzug Bcrufsethns um jeden Wie i-t es uiügih h, eine große Masse einzelne, der eine andere Meinung zu iahen wagt, .narkotisiert «erden Boll? tTr Weg zur Masse geht! über den einzelnen, welcher agitatorisch und in-plriol'relli gepredigt wird? zu elfas-en. wenn der re'nd eben diese Masse /.eine neue Wege, so gebmndmarkt und dabe daß die Menschen von numerisch große Zahl .....Iii zu kaufen ist l 'iisar Flaischleu, heute zu erfassen weiß, (lebt dieser einwird er als Demagoge und ähnlich.•- wild das wichtigste meist übersehe.i: heule, die Masse, wenn man eine Menschen so bezeichnen will, nicht mit Tröstungen auf Sonnentage S la will der jüdische junge Mensch hinter i< Krkennen des Mißstandes die Tat Zum'Umgestalten und zur positiven Hilfe geben. Man kann sich nicht .mehr iuf -tili. . Irieil-ameWeiterentwicklung verlassen, nicht mehr in die Wolke philo-ophieren. sondern muß beweisen^ daß der Reichtum des sittlich Möglichen im Gestalten und nicht im Propagieren ist. Es nchf doch ijieht darum, den Ruf der einzelnen als Gelstesliorocn und den des anderen als glänzen? [•Ii Rhetoriker begründen zu helfen, sondern *der Verbind Not und des Zeitalters einer Unzahl -inn- und haltloser Organisationen diejenige Stelle sein oder werden, welche nicht ^ns Problem des Hilfenerürt rl. rih: Möglichkeiten genug, diezu Hintergrund des •Tun* oder Niehlliin- Gcttler, GeW ist Macht und verhüll stimmt unlieilingt. Aher um lobou-- iien. lim an Stelle ntemruubender l>isondern I Um. auch i I r t-. und ohne die alilizu oft bemängelten lieui W illen zur Tat: d nahe Parolen auszngi ' kiissiouen (iospiächo zi setzen. Hin jung zu -ein mit der anvertrauten .lugend unil Sein vom -Schein zu unterscheiden, dazu bedarf es nur eines offenen, ehrlichen Willens ami'erucr wahren.' mensohlicben liefühl und tieist mit finden. >.il werden. Aher sollt blendende Rhetpri-kcr GutfS getan worden eines ist übersehen. worden: Wünschen und Ringen -chub duldet und nicht Jahr neue AusleguiiL'Sii 1 'eut an Ansehen und welche wirklich zum das Volk mischen"" dein die Tat .....I das Wert eine.- Menschen und einer Organisation Seele, w elche nicht (lel ühl-duseloi mil el.i-el verweehsejt. I m wahrhaft zu wirken, muß man hinter das Wort die Tat stellen; wer denjenigen, welche man al> „Opposition*' bezeichnet, die l"nentwegthetl und dagroße Wollen abspricht, i-t ungerecht and einseitig, weil -i,. troät allein immer wieder ein „dennoch" Jedermann wj-iß. wie schwer ei-t. allen gerecht es SO schwer -ein. W eizen von Spreu Oll Arbeitern zu trennend Ks i-l iel n den zwei Jahren, zweifellos; aber es um Menschen geht, deren ZU verteidigen ist. was keinen Adlum Weisheit, welche mit jedem neuen 'ichkeiten bietet. Ks geht kein Glorie verloren, wenn die Menschen, loben prädestiniert sind. -ich „unter denn nicht die exklusiv wirkliche Erreichen Stellung. begründen ,1. Ein neuer Weg von Paul SlrauB. Pirmasens Nachfolgendes Expose, das w ir au< R iiiin-, inangel häVeirkürzon müssen, glaubten wir. tro'z mancher Irrtümer, doch in seinen < IruntUügen bringen zu müssen, weil es vielleicht Anlaß zur Aussprache geben könnte. Die Schrift leitung. ..Krilik ist notwendig, aher sie verliert ihren Werl und ihren Sinn, wenn sie aufhört, in sich den W illen.und den Weg zu Besseren zu bergt II." So beginnt Kritz Kcinhard im Februar-Ilelt des Jus endbundes mit seinen Ausführungen über ..Sinnvolle Oppos denen angeklagl und i tion". Wie viele seither Artikel, in crtcidrgl wird, sind -ehon iii unseieu Blättern geschrieben worden'? DJe < »pposit iousartikel waren bisher' ebenso falsch dagegen, denn wie ei hallt es zurück erzielt wurde? Her, genau so [jruchtld ibgefaßt. als die Verteidigungsartikel in den Wald hineinschallt, so wider- Öb dabei aber ein Erfolg für beide Tolle ge nein. Genau wie dieses Hin und war alles Bisherige gewesen. Ich indcnte zeigen, was nach meiner Ansicht die größten Fehler des Verbandes sind. Ich bitte mit Ii Dicht falsch zu verstehen, ich meine nicht den 7. ent ralvorstand. sondern den Verband