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Der Jugendbund · 1929-11-01 · 11 (1.11.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
15 (1929)
Issue
11 (1.11.1929)
Date
1929-11-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Stellenvermittlungsnothilfe A. Stellenangebote. A1000 Kaufhaus im Harz wünscht jüngeren Verkäufer aus der Konfektion mit Reisetätigkeit. Gehalt 150 bis 250 RM. A1001 Warenhaus in der Pfalz sucht erste tüchtige Verkäuferinnen für Strumpfwaren und Konfektionsabteilung; nur in der Branche tätig gewesene Damen, nicht über 30 Jahre alt. A1002 Getreidehandlung Grenzmark sucht branchekundigen. tüchtigen Buchhalter (Buchhalterin). Gehalt nach Tarif. A1003 Weingroßhandlung in Kitzingen a. M. sucht jungen Mann. A1004 Rohproduktenhandlung in Hannover sucht jungen Angestellten gegen gute Entlohnung. A1005 Desgleichen sucht kaufmännischen Lehrling. A 1006 Kurz- und Spielwarengroßhandlung sucht sofort jungen Lageristen, Alter 19 bis 25 Jahre, nur branchenkundig, gegen Tarifgehalt. A1007 Kaufhaus in Schlesien sucht laufend kaufmännisches Personal jeder Art. A1008 Kaufhaus in der Grenzmark sucht kaufmännisches Personal jeder Art. A1009 Konfektionshaus in Chemnitz sucht tüchtigen Verkäufer. Spezialisten der Herrenkonfektion. A1010 Verkäufer -für Teppiche und Gardinen sucht Warenhaus in Magdeburg. A1011 Verkäufer für die Herrenkonfektionsbranche gesucht. A1012 Verkäufer für Hotel- und Dekorationsstoffe (perfekt im Skizzieren und Kalkulieren von Dekorationen) gesucht. A1013 Wein-großhandlung sucht Vertreter an allen größeren Plätzen Deutschlands. A 1('14 Manufakturwarengeschäft sucht Verkäufer, der mit einem Auto der Firma Landkundschaft besucht. It. .Stellengesuche. B 100 Stellung als Volontär, 28 Jahre alt. 100 bis 200 RM. Gehalt im Monat. Bisher in der Wäschefabrik volontiert. B 101 Junger Mann für Weingroßhandlung für Westdeutschland, Hessen, Baden oder Bayern, eventuell Stellung im Warenhaus oder Konzern erwünscht. B 102 Buchhalter und Lagerist, 20 Jahre alt, aus dem Rheinland, Gehalt 150 bis 170 RM. B 103 Kindergärtnerin 2. Klasse, 20 Jahre alt, Frankfurt und Umgebung. B 104 Metzgergeselle, Gehalt nach Vereinbarung. B 105 Verkäuferin für Kurzwaren, Modewaren, 18- Jahre alt. B 106 Holzwarenhändler, eventuell andere Stellung, bisher in der Grenzmark tätig gewesen. B 10" Junger Getreidehäniller sucht Stellung. B 108 Erste Verkäuferin für Strumpfwaren, 2C Jahre sucht Stellung. B 109 Junger Mann, 25 Jahre, sucht Stellung als Verkäufer oder Reisender für Wasch- und Baumwollwaren. B 110 Verkäuferin für Konfektion, 22 Jahre alt, Sprachkenntnisse, sucht Stellung. Gehalt 190 RM. B 111 Kindergärtnerin, saatlich geprüft, 23 Jahre alt, sucht Stellung im Ausland, am liebsten London, zwecks Spracherlernung. Art der Beschäftigung gleichgültig. B 112 Statistikerin bzw. Kontoristin, 25 Jahre alt, sucht Stellung. Gehalt 150 RM. B 113 Verkäuferin für Strumpfwaren, 25 Jahre alt. Gehalt 220 RM. B 114 Verkäufer oder Lagerist aus der Konfektion sucht Stellung. Kenntnisse in Lackschrift vorhanden. B 115 Junger Mann aus der Teppich- und Gardinenbranche sucht Stellung. Gehalt 130 bis 140 RM. B 116 Perfekter Buchhalter sucht Stellung (Samstags frei). B 117 Junger Architekt, moderne Richtung, sucht geeignete Position. B 118 Vollkaufmann, 26 Jahre alt, sucht entsprechenden Wirkungskreis. Bisher Vorsteher eines großen Büros, erledigt laufend größere Transaktionen s«lbst. B 119 Haustochter, im rituellen Haushalt mit Familienanschluß, Taschengeld, sucht geeignete Stelle, gute Vorkenntnisse vorhanden. B 120 Kaufmann, 23 Jahre alt, Obersekundareife, sechs Jahre Büropraxis, im Reklamefach bewandert, sucht Stellung. B 121 Kaufmann der Manufakturwarenbranche, 23 Jahre alt, sucht Stellung. 8 B 122 Lehrmädchen, 16K Jahre alt, sucht Stellung im Kaufhaus in der Grenzmark. Lyzeum bis zur zweiten Klasse besucht. B 123 Jüngerer Kaufmann, Grenzmark, sucht Stellung im Kaufhaus. B 124 Weinhändler sucht Stellung, Vorkenntnisse vorhanden. B 125 27jähriger Kaufmann, perfekt im Innen- und Außendienst, sucht Stellung, gleich welcher Branche. Alle Anfragen sind zu richten an Waldemar Strauß, Berlin SW 68, Ritterstraße 52. flus dem Leben des Verbandes Nach dem Tagungssturm der Landesverbände im September ist im Berichtsmonat Ruhe eingetreten, was ja durch die Feiertagswochen verständlich ist. Nachzutragen i-t noch eine Vorstandssitzung des Norddeutschen Bezirksverbandes am 15. September in I tibeck. Die Delegiertentagung soll am 10. November in Harburg stattfinden. Die Statuten wurden genehmigt. Es sollen zwischen den Vereinen Vorträge ausgetauscht werden. Als nächstes Thema soll das Friedenslhema behandelt werden. Eine gemeinsame Fahrt nach Travemünde bildete den schönen Abschluß der Tagung. Ueber eine wohlgelungene Treff ahrt der Vereine Stuttgart, Ludwigsburg, Göppingen, Heilbronn, Pforzheim, Bruchsal und Bretten berichtet der Württembcrgische Landesverband. Die besonderen Veranstaltungen in den Vereinen nahmen ihren Fortgang. Eine ganze Anzahl Friedenskundgebungen, resp. dieser Frage besonders gewidmeter Heimabende fanden statt. Essen hatte als Abschluß einer Arbeitsgemeinschaft eine solche Kundgebung im großen Stil am 23. Oktober, bei der Martin Huber sprach. In Verden a. d. Aller hielt der Vorsitzende M. Löwenstein einen Vortrag über „Die jüdische Jugend für den Frieden", in Osnabrück Herr Lachmann über dasselbe Thema; ebenso in Ingolstadt Lehrer Rosen bäum; in Hannover fand ein Rezitationsabend „Krieg und Frieden" unter Mitwirkung von Ciaire Arnstein, Siegfried Bacharach und Jules Dppjetnheimer verdienten Beifall. Ein guter Ausspracheabend schloß sich an. Außerdem fand ein Vortrag von Jack Raphael, Beckum, über „Die jüdische Jugend für den Frieden" statt. In Gelse nkirchen leitet A. Stern eine Arbeitsgemeinschaft über unser Thema, die großes Interesse findet. In Höchst sprach Gustav Löf f ler über „Der Kampf um den Weltfrieden und. die jüdische Jugend". In 3 Heimabenden wurde über die Aufsätze von Dr. Heinemann „Die Idee des Völkerfriedens im Altertum", und Dr. Dienemann „Der Beitrag des Judentums zur Verwirklichung des Völkerfriedens" gesprochen. Alfred Bon in referierte in Bielefeld über „Den Söhnen zur Warnung" (über E. Ludwigs Buch, Juli 1914"); in Wilhelmshaven wurde über „Krieg und imperialistische Gesellschaft gesprochen, in Eisenach Uber „Pazifismus". Forst hatte einen großen Abend mit Referat von Willy J a s t r o w über „Jüdische Jugend und Weltfrieden", Dresden einen Vortrag von Erich Sachs, Meißen, über „Pazifismus" mit zwei Heimabenden über diesen Vortrag. Schließlich berichten wir besonders über einen Vortrag des letzten Sekretärs Leo Tolstoi's Valentin Bulgakow in Düsseldorf, zu dem sich die „Katholische Weltjugendliga", die „Sozialistische Arbeiterjugend" und der „Jüdische Jugendverein" zusammengeschlossen hatten. Ein erfreulicher und wohlgelungener Schritt zur praktischen Friedensarbeit! Ein gemeinsamer feiner Heimabend am nächsten Abend brachte viel Ersprießliches. Mendelssohn-Feiern fanden statt in P o 1 z i n in Pommern (Festrede Gerhard Heymann, umrahmt von künstlerischen und rezitatorischen Darbietungen), in Dresden (Redner Rabbiner Dr. Wolf), in Forst (Redner W i 11 y ' J a s t r o w), in Eisenach, in Göttingen (Meinhard II ammerschlag und Dr. Finkelscliarer) , in Wilhelmshaven, Hameln und Gelsenkirchen und Ingol-stadt (Lehrer Rosenbaum. — Ueber Kundgebungen, resp. Heimabende zu den Ereignissen in Palästina berichten Heilbronn (Referent Dr. Würzburger), Hamborn, Wesermünde (Referent Kurt Zacharias, Bremen), Hannover (mit Zeitungsreferaten) und Hameln. Fortsetzung Seite 10.

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