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Der Jugendbund · 1929-08-01 · 8 (1.8.1929) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
15 (1929)
Issue
8 (1.8.1929)
Date
1929-08-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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IV. Dienstags übergehen, den wir in Heidelben! \ erbrachten. Unter kiitiilijjoi Fuhrung sähen wir uns an. was man gesehen haben „nwifS". Danach genierten wir uns nicht im geringsten, in bestaubter Kluft und mit schweren Schuhen in der vornehmen Mclkenkui unseren Hunger zu stillen. Trotz großer Kellneräugen und unmutig ..dreischauender" Gaste fühlten wir uns kreuzfidel! V * Per tollende 1 .c. sah uns mit Qualen. bzw. schwerem Ge- ■ . , äi< Rer^fira.oe besteigen Am Mittag entschädigte uns sbe< v pell durch eine;'. «Reis, einen Reis — einfach univ»c>:e-y.c.-.' So banal w-.:d man auf Fahrt: Ein Königreich ' ' \;. Vbends sollen Jungjjrüppter c--"-" Heppenheim auf den n - ce>:e'.': haben. Man. munkelt. lange Reihen seien durch ehe Straßen gezogen lar.gf-Studenten hatte man aufgegabelt. uhrei sind teder Verantwortung ledig: so waren bei Martin Pubet nicht ohne auch nachher den schuldigen Teil luidenk'optstcUuTrg ieppenheims beigetragen zu'haben' V '..-»er "mit seiner irahkischen He die das Gefallen tei angebenden Kunsthistoriker nnter uns fand und \\ orrc-s cri die fficfcslcn tapfren- In Gruppen wickelten wir'auch :!:ags iaao~: tu des Vater i-a Fluten ..ric: Ks Wa: doch mal r., geworden MftCr tul;.::- ».'".»".ücrci :r Vhschlnj An: Morgen S cs:r;ed K. U.id was s eh naen osr B jta zugetragen nat... — v. * —.....i.es ei 'vTi.1.';*.e'.-c versuchten w Di CsCl v.-.-.« die Schule, sondern auch für uns wesentlich. Glaubt ihr nicht, daü durch dieses Selbstsehen die Gruppenarbeft gefördert wird' Die Namen .Meir von Rothenburg, Raschi sind jetzt lebendig für unsere Jüngsten, sie kennen den Ort, der mit dem Leben dieser Männer verknüpft ist und werden Heimnachmittage über Gesclrchte jetzt ganz anders verstehen als vorher! - ■ I Nur. zum Sport! A priori stand ja bei uns allen fest, daß wir so\iel wie möglich spielen, schwimmen und tollen wollten. Unser ..Gewand" bestand natürlich nur aus dem Badetrikot und ihr könnt euch alle denken, wie angenehm es war. wenn wir einen Ball von einejm Mitglied der ..Völkerball-Elitemannschaft" bekamen! Verrenkte Finger, Magenschmerzen waren die stetigen Folgen eiries Spieles besagter Mannschaft, aber das tat unserer.- Begeisterung keinen Abbruch! In Worms, der sagenumwobenen Nibelungenstadt" (so sagen die Fremdenführer'I stürzten wir uns in corpore in die Fluten des Rheins, l'crrlich wars' Neidlos erkannten wir alle an. daß unsere Freunde von der Wasserkante ausgezeichnete Schwimmer vor dem Herrn sind. — In Worms hatten wir mit dem dortigen ..Gut Freund" einen Abschiedsabend verabredet, denn zu früh . cn d:e Gruppen Bremen Osnabrück uns schon verlassen. Das Lied, das die alten Germanen schildert, wie sie an den Ufern des Rheins saßen und immer noch eins tranken, haben w :r fnr urs sinngemäß geändert. Jung-Juda saß an dem Ufer des Rheins und aß Cakes. Stellt euch die Szenerie vor: mond- '. e rglänzende Rheiniluten. Lichter der jenseitigen Ufer, der gespenstische Bogen einer Brücke in unmittelbarer Nahe unc dramatis personae: wir. essend. Scherzlieder singend unc ehst fidel! Heidelberg und dann Rheinzauber, na. zum Glüct Aaren wir gegen romantische Anwandlungen gefeit. Morgen.- brachten wir zu dritt die scheidenden Freunde an die Bahn . Heulen und Zähreklappern. Chasakgeschrei und sonst gen Svmpathiekundgebungen dampfte die Hälfte unsere Leute abt- W eiter klotzten wir nach Bensheim—Auerbach zur Fürstenlager. Für uns ist das Beste; gerade gut genug, warun - Ilen nur die Fürsten dort lagern? W ir als Demokraten urx i\cp.:h'.:kar.er hielten es für unsere Pflicht, durch uns de-' üi-schen Vojke dies« Stätte des exklusiven Deutschtums ab gerplaiz zu bieten. Wir beschlossen eine Nachtwanderur.- tut aen Mehbocus als feierlichen Abschluß. Das war I für alle das Sc:- nstc unserer ganzen Fahrt. Der Aufstieg zum Auer-' b. eher Sehl 8 ar.c zu:: Gipfel des Berges war ein mehrstünccc< W andern durch dunide Tannenwälder, denen der matte Schein einer klaren Mondnacht ein ganz eigenartigschenes Gepräge /.ah Aui der Bergspitze legten wir uns nieder und icb efen fc - u:e Nachtwache uns zum Sonnenaufgang weckte »rt t> sich die .r.scntingrige Eos". Beschreiben karr Iran dieses Nattrrschauspiel nicht, das muß man erleben, um efar.: begreiteri zu k nnen. Schlaitrunkene Gestalten schlichc- Bach der >W1 a.. ae- "frankfurter Lokalhymne ..Was haben wir fär -ct. Küster ati» abwärt« Alle, mit Ausnahme von aai ■ <■ " »estdeuischen begaben s.ch in die Scheune, um der ".erer. Schlaf nachzuholen Wir aber fuhren all icrcr.e ur.cr.-.icner >cnar nach Frankfurt unsern Elsbeth Capell. .Letz, heiir.v.- Düren. B-jcher tup die Fann Harri Frasdc Ohric Geld um die Welt. Preis brosch. Verla; RM . Ratter ebundtr e r. Vorurteil ce,..r. dick« Bücher, besonders ^cjc -"^r habe, bekam ich keinen kleinen Schrecker - Buch >a- Aber ich habe e; dann nicht aa« der -"- -'•££"-.: in dieser Romantik von ErleSnisdrar. - i .. sparr.or.ee Sachlichkeit 'und Natük-kchke:: i:säcHlici »Ilen Respekt kriegt vor dem kodak- >'« t..:cr?j—:r.'ior. icsc'-.arf genug beobachtet, bc- ..:r..-el: hat ia aller. Winkeln des Plmet-n - agefangeh an Bord de* Fahre die dealVerkehr r. Hafetrjtjtdt Detroit ar.i der kanadischen KjüsH Wik z:i-.i7. aar.r. -:: aber die sonnigen L-äni- -«.rc.c-.i ur.a Italiens, genießen die R:v>ra ohn« abcf Aras er. fuhr: der W eg nach Palästina uai aas sc^stvcrstanilich besonder* die kleine -"- EH*««w lodiea, ior ganze überladcr.. -*.:*-"-" '-'*:-rs s.arnosiscr.c Dschungeln.. .Japan. — ■-••'• reist sieht wie c:r. Benchterstatlter oder "'" •'•-'■ ^csherts» ollen -Resultate" aa: bl ß d« gaax pcrsöabclMS oft nebensächlicher. r.icressanten Eindrücke. Das macr ers: reeat - r- £ .-o- -::v':.c-i<n Lektüre für iunge Menschor - - ..- Bsai au. in .FL.geh der Gedanken ir. da« Welt h:=

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