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Der Jugendbund · 1928-12-01 · 12 (1.12.1928) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
14 (1928)
Issue
12 (1.12.1928)
Date
1928-12-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Die hauptberuflich Erwerbstätigen nach der Stellung im Beruf 1907 und 1925 Stellung im Beruf 1907 1925 Zu- ( \-) bzw. Abnahme ( — ) Zahl 0„ Zahl /• Zahl 0/ 10 Selbständige .......... 5164773 20,5 5 538 500 17,3 373 727 + 7,2 Angestellte und Beamte...... 3171229 12.6 5 274 232 16,5 -r 2 103 003 t-66,3 Arbeiter 11 600390 46,1 14433 754 45,1 4-2 833364 + 24,4 Mithelfende Familienangehörige . . 3 770 982 15,0 5 437227 17,0 + 1666245 + 44,2 1 448 643 5,8 1 325 587 4,1 123056 + 8,5 Insgesamt hauptberuflich Erwerbstätige ... 25156017 100 32009300 100 + 6 853 283 + 27,2 Dieser Vergleich zeigt, daß die Schicht der Angestellten verhältnismäßig aroi stärksten zugenommen hat: sie hat sich um 2.1 Millioner. oder um ihres irüheTen Bestandes vermehrt. Die absolute grollte Zunahme \on 2.8 Millionen entfällt :tui die Arbeiter. Die Zunahme der Selbständigen ist zum überwiegenden Teil aui ein Anwachsen der Zahl der selbständigen Handeltreibenden, wahrscheinlich auch auf eine steigende Zahl der Aerzte und Rechtsanwälte zurückzuführen. Bei obiger Darstellung sind Angestellte und Beamte zusammengefaßt: dio Zahl der eigentlichen Angestellten weist eine noch gröllere Steigung 1925 gegen 1907 auf. Auf die Ursachen der Verschiebungen innerhalb der bcrufi:chen Gliederung, vor allem in \ erbindung mit der Größe der gewerblichen Betriebe kann in diesem Zusammenhang nicht eingegangen we,rden. Einkommensgestaltung der invalidenversicherten Arbeiter und Hausangestellten im jähre 1927 im Reichsgebiet Die aus obigen Zahlen gewonnenen Erkenntnisse über die berufliche Gliederung sollen hier ergänzt werden durch die Angaben über die Einkommensverhältnisse der Arbeiter und Angestellten. Durch deren Pflicht zur Invalidenversicherung bzw. zur Angcstelltenversicherung ist ein Einblick in die Höhe der Einkommen dieser beiden Berufsgruppen möglich. Die Berufszählung 1925 hat in Deutschland etwa 21,4 Millionen Arbeiter. Angestellte, Beamte, Pächter, Direktoren. Geschäftsführer, leitende Privatbeante festgestellt. Bei der folgenden Berechnung wurden insgesamt 17.7 Millionen Arbeiter und Angestellte erfaßt, das sind 83 Prozent aller Personen, die ein Arbeitseinkommen aus nicht selbständiger Tätigkeit beziehen. Nicht erfaßt sind etwa 3.7 Millionen Personen: diese setzen sich aus den nicht versicherungspflichtigen Reichs-, Landes¬ und Kommunalbeamten und den Angestellten mit mehr als 6000 Mark Jahreseinkommen zusammen. Einkommensgestaltung der versicherten Angestellten im Jahre 1927 im Reichsgebiet Lohnklasse Wochenlohn RM. Auf die einzelnen Lohnklassen * entfallen vollversicherte Personen Zahl 1 bis 6 917 000 5,5 2 über 6—12 2 564 000 15,1 3 „ 12-18 3037000 18,3 4 „ 18—24 1 894 000 12,3 5 „ 24-30 1 407 000 9,7 6 ..30 5 263 000 39,1 1—6 — 15 063 000 100 | atistdirteii Zahlen »in.l n lT'-i: i ttn^perronimfHi. .VtiLTui-» n für den >:•' Pruz ntzakleii. l'tlrehsi i IM» des e Ii- «ieii ».;!•«< auf I Gehaltsklasse Monatsgehalt Auf die einzeln. Gehaltsklassen * entfallen versicherte Angestellte RM. Zahl A B C D E F G und H bis 50 über 50—100 „ 100—200 „ 200—300 „ 300—400 „ 400—500 freiwillig Höherversicherte 489000 18,4 459 000 17,2 872000 32,7 473 000 18,1 216 000 8,6 111000 4,5 14 000 0,5 A H — 2634000 100 »jaarea iwii : .sie wenien n r uir «l. ii iiiirciiMiiinlt iles ganzen Jahr U*ä? bffeieilen, Kind night aus diesen absoluten Zahlen envehnet. Hiernach ergibt sich: Von insgesamt etwa 15 Millionen Arbeitern im Jahre 1927 haben 8,4 Millionen, d. h. etwa 61 Prozciit, ein wöchentliches Einkommen bis zu 24 Mark, demnach ein monatliches Einkommen bis zu 100 Mark gehabt. Vcn insgesamt etwa 2,6 Millionen Angestellten im Jahre 1927 haben 1,8 Millionen, d. h. etwa 68 Prozent, ein monatliches Einkommen bis zu 200 Mark gehabt. ".....>.• in i- .»i i ■ min 11 ii i i i Die \erteilung auf die einzelnen Lohn- bzw. Gehaltsklassen ist aus den Tabellen zu ersehen. Diese Ergebnisse ermöglichen ohne Schwierigkeiten einen Kommentar, der die Ueberschrift tragen darf: „Die soziale Frage". — Vielleicht darf sie heißen: „Die soziale Not?!" 1»i«- Zahlenangaben iiher •Iii- Bernfyriiederuntc liaeh den Ve iiffentlicbnugen des Statistisclu-n Reiehwat*; die Ansahen üher die Kinkommens- IzeaiaHuBje nach taterguebnajmi des Institut« für Könjanktorfonehnug. Der soziale Lebenstypus uon or. Heinrich Kautz, Rektor, Hamborn (Rhid.) Unsere Z«.:i hallt wider von dem heiß leidenschaftlichen Ruf nach .-ozialer Seelen- und Lebensgestaltung. Ein unermeßliches ^ortmeer umbrandet die seelig gepriesene Insel sozialgeformter Gedankenwelt. Aber darin ist keineswegs ein Beweis dafür zu 2 erblicken, daß der Gegenwart nun im besonderen Maße die ^roße Orientierung individueller Selbstlosigkeit und kollektiven Pflichtbewußtseins in Charakter und Lebensführung eigen sei. Im Gegenteil, in diesem sozialen Schrei der Menschheit offenbart sich ihre ganze Schwäche und Schuld gegenüber seelischen und allgemeinen menschlichen Forderungen einer weltbeglückenden sozialen Ethik und sozialen Kultur. Kein Ge-

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