Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 11 (1.11.1928)
- Date
- 1928-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/6492456-6352307-6352544--0712-4928878- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vormittags 11 Uhr: Kundgebung unter Mitwirkung des Sprechchors des Essener Jugendvereins. „Die Not der jüdischen Jugend" (Dr. Prinz, Berlin). „Die Aufgaben des Verbandes in der deutschen Judenheit" (.Dr. Hahn, Essen). Nachmittags 3 Uhr: Geschlossene Delegiertentagung. 1. Rück- und Ausblick (Dr. Jul. Herzfeld, Essen). 2. Aussprache. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. Abends 8.30 Uhr: Gemütlicher Abend des Dortmunder Jugendvereins. Vereine Jüdischer Jugend verein Biesfeld. Unser Verein begeht in der Zeit vom 29. November bis 2. Dezember dieses Jahres das Fest seines 20iährigen Bestehens. Es sind folgende Veranstaltungen vorgesehen: Donnerstag, den 29. November, 20,45 Uhr, im „Lindenhof" Nebelswall): Oeffentliche Jubiläumsfeier. Den Festvortrag hält der Verbandsvorsitzende, Rabbiner Dr. Hahn, Essen. Freitag, den 30. November, 2J.45 Uhr, im „Lindenhof": Freitagabendfeier. Ansprache: Herr Rabbiner Dr. Kronheim, Bielefeld. Sonntag, den 2. Dezember, 15 Uhr, in der „Eintracht" Klosterplatz): Fest der Junggruppe. Aufführung des Laienspiels „fiiob". 20.30 ^jL'hr, in der „Eintracht": Großer Festball. Künstlerische Darbietungen. Kabarett, Tanz. Kapelle Proskaner. Wir laden hierduch alle Verbandsfreunde herzlichst ein. Für diejenigen, welche uns ihr Erscheinen bis zum 20. November mitteilen (Adam Erich Goldberg, Kavalleriestraße 18), werden wir uns auf Wunsch gern um die Besorgung von Privaiquartiercn bemühen. Duisburg. Am 18. September 192S fand im Saale des Reichshofes eine Mitgliederversammlung statt. Die Versammlung erhielt besondere Bedeutung dadurch, daß der langjährige und verdienstvolle erste Vorsitzende Lehrer Fritz Kaiser infolge beruflicher Uebcrlastung gezwungen war, sein Amt niederzulegen." Die besondere Wichtigkeit der Versammlung wurde durch die Anwesenheit von Fritz Schwarzschild betont. Nachdem Fritz Kaiser die Gründe seines Rücktritts dargelegt hatte, ergriff Fritz Schwarzschild das Wort zu längeren Ausführungen über die Bedeutung der Vorstandswahl. Der seitens des scheidenden Vorstandes zum ersten Vorsitzenden vorgeschlagene Verbandsfreund Fritz Reinhard (Anschrift Allgemeine Speditions-Gesellschaft, Duisburg, Schifferstraße 8—12) wurde einstimmig gewählt und Fritz Kaiser einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Hieran schloß sich die Wahl der übrigen Vorstandsmitglieder. Der neue Vorstand setzt sich nunmehr zusammen: t. Vorsitzender Fritz Reinhard; 2. Vorsitzende Martha Sommer; 1. Schriftführerin Erna Kuhn: 2. Schriftführerin Hedi Windmann: Kassierer Albert Chaim; Beisitzer: Lehren* Frank, Aenne Selig, Erich Leser, Hans Rocttgen. Düsseldorf. Im Rahmen der Werbeveranstaltung des Verbandes fand in der überfüllten Aula der Luisenschule am 21. Okiober eine Kundgebung des Jüdischen Jugendvereins Düsseldorf statt, für den Verein und den Verband werbend, die zeigte, wie sehr dieser Bund Mittelpunkt des Düsseldorfer Gemeindelebens geworden ist. Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden Herbert Felsenthal und dem vom Sprecheh'or vorgetragenen „Tröstet, tröstet mein Volk", von Jeremia, sprach der Vorsitzende des Verbandes. Dr. Hahn. Essen, über „Die Not der jüdischen Jugend". Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag sprach der Sprechchor zum Abschluß „Die Schöpfung" in der Bubcr-Rosenzweigschen Uebcrsetzung mit der Orgelbegleitung des Organisten Mingers, Düsseldorf. Die Kundgebung hat die außerordentliche Intensität des Düsseldorfer Jugendvereins als^eines Teiles des Verbandes gezeigt und darüber hinaus viele neue Freunde gewonnen. Elmshorn. Am Simchas-Tauro fand ein gemütliches Zusammensein statt. Im Oktober wird Herr Rabbiner Dr. Holzer, Hamburg, über „Die Not der jüdischen Jugend" sprechen und für November und Dezember haben sich Herr Rabbiner Dr. Posner, Kiel, und Herr Oberrabbiner Dr. Carlebach, Altona, je zu einem Vortrag verpflichtet. Auch haben wir Herrn Lehrer Baum. Elmshorn, gebeten, uns Vorträge über jüdische Geschichte zu halten. Frankfurt a. M.: Der Montefiore-Verein befaßt sich in seiner diesjährigen Winterarbeit nahezu ausschließlich mit 14 dem Verbandsthema. Sämtliche Referate sind unter die Devise ,.\.in der Not der Jüdischen Jugend und ihre Ueberwindung" gestellt. Auch die Gruppen-Abende und die Arbeitsgemeinschaften befassen siGh zum Teil damit. Im ersten Winterquartal wird die wirtschaftliche und soziale Not in einem Zyklus von 9 Referaten behandelt. Es werden die Grundlagen der ökonomischen und gesellschaftlichen Not in Einzeldarstellungen aufgezeigt. Erfreulich ist, daß der Montefiore- Verein sein Programm allen Verbandsvereinen zusandte, um so dem Gemeinsamen der Arbeit auch äußerlich Ausdruck zu \erleihen. Manche Vereine werden sicherlich bezüglich der Themenwahl wertvolle Fingerzeige erhalten. Es ist überhaupt empfehlenswert, wenn sich der Austausch der Arbeitsprogramme zwischen den Vereinen des ganzen Reiches überhaupt einbürgert. An dem Eröffnungsabend sprach Herr Dr. Schönberger, Aachen, über „unsere Not", und dieser Abend zeigte nicht nur einen überaus sjtarken Besuch, sondern zeitigte auch eine lebhafte Diskussion, jmd war somit ein gutes Omen für den Wiederaufbau der Vereine. Gelsenkirchen. Chanukkafeier und 2 5 j ä h - riges Vereinsjubiläum am 8. Dezember im JJV. Gelsenkirchen. Vereinsfreunde, haltet euch diesen Tag für uns frei. Wir erwarten euch alle, besonders unsre Freunde vom Rheinisch-Westfälischen Bezirksverband. Gladbeck-Horst. Unser neugegründetcr Verein hielt den ganzen Sommer hindurch allwöchentlich einen Heimabend ab. Wenn auch bisher nicht nach einem bestimmten Plan gearbeitet wurde, so hat sich der Zusammenhang unter unseren Mitgliedern doch derart gefestigt, daß es nunmehr an der Zeit ist, mit einer intensiven Tätigkeit zu beginnen. Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 9. d. M. wurde für die Winterarbeit neben dem Pflichtthema „Das religiöse Problem" ein Vortragszyklus über „Jüdische Charakterköpfe" beschlossen. Ferner beschäftigen wir uns mit der Lektüre des Werkes „Das Alter der Kirche", von Prof. Rosenstock und Wittig. Bisher veranstalteten wir: Am 24. Februar Werbeabend in Form eines gemütlichen Heimabends für aktive und passive Mitglieder. Am 20. März Referat unseres Mitgliedes Rieh. Wolff über „Jüdische Jugend und Judentum". Am 10. April öffentlicher Sederabend, der in der Hauptsache den ortsfremden jungen Leuten zugedacht war und der sich einer außergewöhnlich regen Beteiligung erfreute. Am 18. Juli sprach Dr. Julius Herzfeld, Essen, über „Das preußische Judenrecht und seine Reform". Sodann nahmen wir an der von Oberhausen in Gemeinschaft mit Hamborn, Duisburg und Mülheim veranstalteten Treffahrt nach Königshardt mit der ansehnlichen Teilnehmerzahl von 15 Mitgliedern teil. Zwischen den vorgenannten Vereinen und unserem Bund haben sich seit der Zeit erfreulich rege und freundschaftliche Beziehungen gestaltet, deren erste Konsequenz der am 18. August von Salomon Eigenfeld, Hamborn, gehaltene Vortrag über „Das Wesen des Antisemitismus" war. , Hamborn. Am 3. September las Salomon Eigenfeld „Der falsche Abgang", von Theodor Herzl. Darauf trug Hanna Eigenfeld einige Sachen aus „Sinaiklänge" von Davin Schönberger vor. Am 10. September eröffneten wir unsere Winterarbeit mit einem öffentlichen Vortrag von Dr. Schönberger, Aachen, über „Geschichtsauffassung im Judentum". Dieser Vortrag bildet die Grundlage für unsere Winterarbeit. Am 9. September fand unter Leitung von Dietrich Lublinski eine Wanderung in die Sterkrader Wälder statt. Dort trafen wir die Sterkrader. Die Veranstaltung hat dazu beigetragen, das gute Einvernehmen mit den Sterkradern zu fördern. Am 10. September sprach Jakob Jacobs, Frankfurt a. M,, in anschaulicher und fesselnder Weise über die Weltjugendtagung in Eerde. Eine rege Diskussion über die Auswirkungen der Tagung auf unseren Verband schloß den interessanten Abend. H a r z b u r g. Der Jüdische Jugendbund „Harz" hatte im Sommer folgende Veranstaltungen: am 17. Juni Vortrag von Dr. Wilhelm, Barunschweig: „Die Zukunft einer Illusion, nach Siegmund Freud". Am 8. Juli sprach Dr. Krakauer, Osnabrück, zu Herzls Todestag über: „Trotz Judentum — bewußtes Judentum"; am 29. Juli Kurt Lewinsky, Hildesheim, über: „Des Menschen Wohnung, ein Spiegel seines Ich". Am 19. August war ein Bunter Abend.