Mannheim
Compact Memory

Der Jugendbund · 1928-06-01 · 6 (1.6.1928) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jugendbund
Volume
14 (1928)
Issue
6 (1.6.1928)
Date
1928-06-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/6492456-6352307-6352540--0640-4928810
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Herbert Felscnthal, Düsseldorf: Der Hauptauschuß schließ! sich dem Antrag Bonnin-Lchmann an. Das Külluramt soll keine Entscheidungen, sondern Material bringen. Der Antrag Bonnin-Lehmann wird angenommen. Der Antraf des JJV.. Kreuznach: „Die Verbands*ercine sind verpflichtet, Rednern, die, V erbandsinitglieder sind, kein Honorar, sondern lediglich Reisespesen 3. Klasse und die durch die Verpflegung und l ehernachtung entstehenden baren Auslagen zu zahlen. Der Verband hat die Möglichkeit, nach freiem Ermessen bedürftigen Rednern ein Honorar zu vergüten", wird ohne Debatte angenommen. Der Antrag der Verbandsleitung und des Junggruppen- Dezernats: I „Die .lunggruppen des Verbandes sind den Verbandsvereinen gleichgestellt und arbeiten selbständig neben den \ ereinen. In den Verständen der Vereine soll ein Mitglied der Junggruppe stimmberechtigt vertreten sein. 2; Der Verband hat eine .Junggruppenleitung. In engster Zusammenarbeit mit der Verbandsleitung erledig: die Junggruppenleitung die gemeinsamen Aufgaben der .lunggruppen des Verbandes. ■ Der Führer und mindestens ein weiteres Mitglied der .lunggruppenleitung sind gemäß § 4 der \ erbandssatzung inj Verbandsvorstand. 3. Für die Zusammenarbeit der .lunggruppen in den Landes¬ und Bezirksverbänden des Verbandes finden die Bestimmungen unter 2 sinngemäß Anwendung. I. In l ebereinstimmung mit der Verbandsleitung und auf Grundlage der Verbandssatzung geben sich die .lunggruppen ihr bindendes Gesetz", wird als Anhang zur Satzung angenommen. Danach steht Tollender Antrag der Verbandsleitung zur Diskussion:" ..Der Verhandsbeitrag beträgt ab 1. .Itini 1928 pro Miti glied und Monat .Mk. 0.2(1. In diesem Beitrag sind laut § 7 des Satzungsentwurfs ■ der Einzelbezug der Verbandszeitschrift und der Beilrag in die Landes- und Bezirksverbände eingeschlossen." 1 eher diesen Antra.: entwickelt sich eine längere Debatte. Guteritz erklärt seine Bereitwilligkeit, in begründeten Fällen mit den Vereinen Sonderabmachungen zu treffen. Der Antrag der Verbandsleitung wird gegen eine kleine Minderheit angenommen. 5. Wahlen. Im Laute einer längeren Diskussion, bei der die Frage der Zusammensetzung des neuen Vorstandes und die Bedeutung eiler möglichst starken "Vertretung der .lunggruppen behandelt werden un.i in der Krnst Hölzer. Frankfurt, Robert Marcus. Essen, Jakob .lacobs. Frankfurt, Dr. Jacob, Saarbrücken, Mine Mover. Düsseldorf, Dr. Gustav Löftier. Frankfurt, und Dr. Hermann Lehmann. Bremen, sprechen, schlägt Levy Wolff, Kölr), als Vorsitzender des Wahlausschusses, Dr. Hahn, Essen, als 1. Vorsitzenden vor. Nach einer Erklärung Dr. Kleinwird Dr. Hahn unter dem Beifall der Versammlung zum f. Vorsitzenden gewählt. Dr. Hugo Hahn (Essen): qjl Wer die Verhandlungen der "izlen Zeit kennt, der iveiß, daß ich mich zu diesem Amt nicht gedrängt habe, daß ich mich nur deswegen in letzter Stunde dazu bereit fand, weil ich die Verjüngung der Verbandsleilung für eine unumgängliche Notwendigkeit halte. Ich habe gestern die FJire gehabt, die Sitzung zu leiten und hörte, daß ich sie zu straff geleitet hätte. Der Verband muß in den nächsten beiden Jahren eine einheitliche Führung haben, wenn er nicht Gefahr laufen will, sich an und wegen seiner Größe zu Tode zu laufen. Nehmen Sic es mir deshalb nicht übel, wenn ich in der nächsten Zeit die Zügel straff halte. Ich kann das Amt nicht annehmen, ohne im Namen des Vorstandes unserem bisherigen Verbandsleiter Dr. Klein von ganzem Herzen zu danken für die unendliche Mühe, die er auf sich genommen hat. Der Verband wäre heute nicht hier versammelt, wenn Dr. Klein es nicht gewesen wäre, der den Mut gehabt hat, den Verband aus den Nöten seiner schweren Zeit herauszureißen. Ich habe die Ehre, ihm im Namen des V orstandes und des ganzen Verbandes diese Plakette zu überreichen, die nur ein äußeres Zeichen unseres Dankes ist. Ich freue mich, daß Sie' sich zu Ehren Dr. Kleins von Ihren Plätzen er|iobcn haben und danke Ihnen dafür. (Starker, andauernder Beifall.) Herbert Felsenthal wird gegen eine kleine Minderheit zum 2. Vorsitzenden gewählt. Die Wahlen von Fritz Schwarzschild, Wiesbaden, /.um geschäftsführenden Vorsitzenden. Karl Goeritz, Chemnitz, zum Schatzmeister, Dr. Klein, Düsseldorf, als Schriftleiter der Verbandszeitschrift und Waldemar Strauß, Berlin, erfolgen durch Akklamation. Als persönliche Vorstandsmitglieder werden weiterhin ge wählt:. * Dr. Hermann Lehmann, Bremen —■ Dr. Walter Einstein, Stuttgart — Elsbeth Capell. Düren — Irvin Eppstein, Saarbrücken — Dr. Hans Karger, Breslau — Jack Raphael, Beckum Hans Friedberg. Karlsruhe und Alice Kovacs, München, durch Akklamation und Aribcrt de Jongc, Duisburg, gegen eine kleine Minderheit. 2 Sitze bleiben zur Verfügung des neuen Verbandsv orstandes, der für diese ' das Recht der Cooptation erhält. Levy Wolff, Köln, schlägt für den Beirat die Wieder- bzw. Neuwahl von Dr. Gust. Löffler, Frankfurt — Dr. Cora Berliner. Berlin — Fritz Hagclberg. Konstanz — Elsa Hirschel, Dresden Rechtsanwalt Horovitz, Frankfurt Rechtsanwalt Dr. David Krombach, Füssen — Dr. Paul Lazarus, Wiesbaden — Oberlandcsgcrichtsrat Dr. Alfred. Neumeyer, München Dina Schüftan, Erfurt, Gustav Spier. Haigerloch — Kommerzienral Maximilian Stein, Berlin — Lehrer M. Steinhardt, Magdeburg und Lehrer Siegfried Weinberg, Wunslorf vor. Die Wahl wird ohne Widerspruch vorgenommen. Für 3 weitere Beiratsmitglieder erhält der Vorstand das Recht der Cooptation. Schluß der Geschlossenen Delegiertentagung — 11,10 Uhr. Stimmen der Presse zur Dresdener Tagung C.-V.-Zcitung, 28. Mai 1928. ... Eine Versammlung, die auf ihren Zuhörerbänken in bunter Reihenfolge Männer und Frauen aller Altersstufen neben Jungen und Mädel — die Junggruppcnleute in frischer Pfadfindertracht r^—~ aufwies, von deren Rednertribüne reife W eisheit neben stürmischem Vorw ärlsdrängen unmittelbar nacheinander zu vernehmen war, kann naturgemäß keine letzten Erkenntnisse bringen. Auch der überraschend schnelle und große V itschwung des Verbandes ließ noch keine restlose Einheitlichkeit' zum Entstehen gelangen. Segen und Gefahr liefen in diesen Tatsachen, die der Freund der Bewegung mit Besorgnis zum Ausdruck zu bringen sich verpflichtet fühlt. 26 . Die innere Bewegtheit der jüngeren Kräfte wird immer und tels den neutralen Verband als Jugendbund wirksam werden lassen. Die Einfügung der mitunter starken Temperamente innerhalb von der Führung gezogener Grenzen des Verbandes ist nur Frage von Takt und Taktik, nicht des Prinzips. Prinzipiell bedeutungsvoll dagegen erscheint die Beobachtung, daß manche der Verbandsfreundc entsprechend dem alle* Kreise umfassenden Ausbau des Verbandes auch alle Probleme des jüdischen Lebens in die Verbandsarbeit einbeziehen möchten, und zwar nicht nur zur neutralen Erörterung in den Bünden, was zur geistigen, und politischen Schulung der Mitglieder gut und nötig ist, sondern auch zur praktischen Verwirklichung in ganz bestimmter Richtung. Hier wird die Erfahrung der Führung eine Begriffsverwischung zwischen Neu-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.