Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 2 (1.2.1928)
- Date
- 1928-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
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schaftliche Buchführung; 4. Erdkunde; 5. Kochen; 6. Nahrungsmittellehre; 7. Waschen und Plätten; 8. Hausarbeit; 9. Handarbeit; 10. Zeichnen, Rhythmik. b) Fachschule für Wäscheanfertigung, für Schneidern, für Kunsthandarbeit, für kunstgewerbliches Zeichnen. 3. Höhere Handelsschule: 1. Deutsch; 2. Schreiben, einschließlich Rundschrift; 3. Handelskunde und Wirtschaftsrecht mit kaufmännischem Schriftverkehr; 4. englische Sprache und Schriftverkehr; 5. französische Sprache und Schriftverkehr; 6. Rechnen"; 7. Buchführung; 8. Warenkunde und Wirtschaftsgeographie; 9. Bürgerkunde; 10. Volkswirtschaftslehre; 11. Maschinenschreiben; 12. Kurzschrift; 13. hauswirtschaftlicher Unterricht; 14. rhythmische Gymnastik. 4. Gewerbelehrerinnen- Bildungsanstalt: a) die Höhere Fachschule; b) technisches Seminar für Handarbeit und Hauswirtschaft; c) Gewerbelehrerinnenseminar. Die Anmeldung zu den verschiedenen Kursen muß sehr frühzeitig erfolgen, da in jedem Kursus nur eine kleine Anzahl junger Mädchen zugelassen wird und alle Kurse sehr stark begehrt sind. Es wäre erfreulich, wenn mehr als bisher durch den Besuch dieser Schule unseren jungen Mädchen eine gediegende Ausbildung für Beruf und Leben zuteil würde. Anfragen sind zu richten an den Israelitischen Frauenverein Rheydt: Frau Ruth Stern, Vierhausstraße 9. Rabbinerverband in Deutschland Der Rabbiner-Verband in Deutschland wird am 29. ..und 30. Mai in Berlin seine satzungsgemäße Hauptversammlung abhalten. Die Sitzung soll in ihrem nichtgeschäftlichen Teil unter dem einheitlichen Gesichtspunkt ,,Die Forderung des Judentums für die Gestaltung des öffentlichen Lebens" stehen. Ein Referat über den Sabbatgedanken wird diesen Teil der Tagung einleiten; es sind dann ferner vorgesehen Referate über Wirtschafts-Ethik", „Bodenreform" und „Bevölkerungspolitik". Für die Wahl des die Tagung beherrschenden Themas war der Gedanke maßgebend, daß das religiöse Judentum nicht darauf verzichten darf, eine Ordnung des gesamten Lebens anzustreben, und nicht darauf verzichten darf, seine Stimme zu erheben und in dem Chaos unserer Tage von seiner Idee aus Gestaltung zu versuchen. * Neue Geschäftsstelle der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und des Reichausschusses der jüdischen Jugendverbände: Berlin N. 24, Oranienburger Straße 69, II. Fernsprecher: Norden 127 70. * Frau Irene Triesch, Berlin, bittet mitzuteilen, daß sie, entgegen verschiedener umlaufender Gerüchte, nach wie vor zum Judentum gehört. Ilus dem Leben des Verbandes verband Fritz Schwarzschild besuchte als Vertreter des Verbandes die vom 26. bis 28. Dezember 1927 stattfindende Tagung des Reichsverbandes der jüdischen Lehrervereine Deutschlands in München. Er kam dort ausgiebig zu Wort und seine Ausführungen fanden großen Beifall. Die am zweiten Tage gehaltenen Referate über „Jugend und Lehrerschaft", von denen das eine unser Verbandsfreund Prediger Rülf aus Detmold, das andere Herr Lehrer Neuhaus, Fritzlar hielt, werden demnächst im Druck erscheinen. Landesverbände Nordwestdeutschland. Am 15. Januar fand in Hannover im Heim des Jüdischen Jugendvereins eine erweiterte Vorstandssitzung des Nordwestdeutschen Bezirksverbandes statt, an der außer den Vorstandsmitgliedern etwa 30 Vertreter von 12 Vereinen teilnahmen. Zum ersten Male waren auch die Vereine Ahlen und Harburg vertreten. Von der Verbandsleitung nahm Fritz Schwarzschild an der Sitzung teil. Es wurden die beiden Themen „Unser Recht auf das Heim" und „Unsere Mitarbeit in und an der Gemeinde" behandelt. Zu dem ersten Thema sprach der Vorsitzende des Bezirksverbandes Alfred Bonnin, Bielefeld, und legte die Berechtigung dar, die Gemeindeverwaltungen zur Erfüllung dieser Wünsche heranzuziehen. Zum zweiten Thema betonte derselbe Redner die Notwendigkeit, die Jugend zur Arbeit in der Gemeinde und für die Gemeinde zu erziehen, nicht zuletzt im Interesse der Gemeinden selbst. Notwendig seien auch Reformen des Gemeinderechtes, insbesondere des Stimmrechtes (aktives und passives Wahlrecht für Männer und Frauen), der Frage der Zugehörigkeit zur Gemeinde (Mitglied der Gemeinde ist jeder ansässige Jude) und der Karenzzeit (Notwendigkeit einer solchen, aber Beschränkung auf ein Jahr). Nach eingehender Aussprache wurde beschlossen, die vorgesehenen Schritte des Verbandes in jeder Weise zu fördern. Es folgten Berichte über die Arbeit des Verbandes, des Bezirksverbandes, der Bezirksgruppen und der Vereine. Fritz Schwarzschild forderte gesteigertes Verantwortungsgefühl, vor allem von denen, die berufen seien, führend tätig zu sein. Es herrschte Uebereinstimmung darüber, die Fördereraktion des Verbandes nach Kräften zu unterstützen. —! Zum 2. Vorsitzenden des Bezirksverbandes wurde Prediger Rülf, Detmold, gewählt,, als Vertreter der Junggruppen Bodo Moses, Detmold, in den Vorstand kooptiert. Die Versammlung schloß mit einer Mahnung des Vorsitzenden, in der Arbeit nicht nachzulassen, und einem Hinweis auf die Delegiertentagung in Dresden, die eine gewaltige Kundgebung für den Verband werden müsse. Rheinland-Westfalen. Die Führersitzung des Rheinisch-Westfälischen B. V. am 15. Januar in Essen versammelte eine stattliche Anzahl von Abgesandten der Vereine unter dem Vorsitz von Alfred Heymann, Gelsenkirchen. Für die Verbandsleitung war Herbert Felsenthal, Düsseldorf, zugegen. Dieser referierte über die Junggruppen-Frage und sprach in eindringlicher Weise von der Wichtigkeit der Erziehung eines Nachwuchses und von der Notwendigkeit verständnisvollen Eingehens auf die Eigenheit der Jüngeren. Gerade im Rheinisch-Westfälischen liege die Junggruppenarbeit noch sehr im argen. Es wurde beschlossen, Heinz Abraham, Gelsenkirchen, als Vertreter der Junggruppen in den Bezirksverbandsvorstand zu kooptieren und überall da, wo es angängig sei, Junggruppen zu gründen. Den Beschluß der Aussprache bildeten Berichte aus den einzelnen Vereinen. Württemberg. Bei Gelegenheit der Anwesenheit von Dr. Klein in Stuttgart fand eine Aussprache mit dem Vorstand des Landesverbandes und des Berthold-Auerbach-Vereins Stuttgart statt. Es wurde in freimütiger Weise über das Verhältnis des Verbandes zum Landesverband gesprochen, wobei insbesondere die Wünsche des Landesverbandes zum Statutenentwurf zum Gegenstand freundschaftlicher Auseinandersetzungen gemacht wurden. vereine Ahlen i. W. In unserem neugegründeten Jugendbund hielt vor einer großen Versammlung Herta Weinberg, Herne, einen Rezitationsabend. Das gutgewählte Programm und die ausgezeichnete Vortragsweise erweckten den Wunsch, die Vortragskünstlerin noch öfter zu hören. Bernburg. Einem Bericht des Vorsitzenden Berthold Simonsohn ist zu entnehmen, daß nach langer Pause die Arbeiten des Vereins in vollem Umfange wieder aufgenommen wurden. Bei Freitagabendfeiern wird jüdische Geschichte getrieben und das Buch „Das unbekannte Heiligtum" von Palliere besprochen. An den Heimabenden wird neben einzelnen Themen fortlaufend ein Zyklus „Jüdische Charakterköpfe" behandelt. Eine Bibliothek erfreut sich eifrigster Benutzung. Chemnitz. Da der bisherige Vorsitzende Heinrich Guttmann sich ausschließlich der Führung des Landesverbandes Sachsen widmen will, wurde ein neuer Vorstand gewählt, an dessen Spitze Dr. 13