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Der Jugendbund · 1928-02-01 · 2 (1.2.1928) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
14 (1928)
Issue
2 (1.2.1928)
Date
1928-02-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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bereits begeisterte Freunde des Basteins sind, werden diese: Büchlein aufmerksam lesen. Urfd diejenigen, die noch unintcr essiert beiseite stehen, müssen es natürlich erst recht lesen Vielleicht entschließt sich dann mancher Zauderer zu einerr Versuch. Das Büchlein gibt nicht nur Anleitung. Es gibt — Mut. „Das Zelt". Zeitschrift für die jüdische Jugend. Januar 1928, 1. Heft. Verlag B. Heller. München. Vierteljährlich 1.20 Mk Unausbleiblich ist, daß. da der eine und andere zunächs skeptisch die Achseln zuckt: wir, sahen ja jüdische Zeit Schriften, die der Jugend dienen sollten und wollten, in letzten Jahrzehnt kommen und — gehen. Und es war vie Verheißungsvolles darunter .... Ich gestehe: als ich „Das Zelt" zu Gesicht bekam, zögerte ich erst, an unsere Gruppen mit dieser — neuen — Zeitschrift heranzutreten. Dann las ich sie. Ich wollte jetzt der Jugend selber das Wort zur Rezension geben, und — man war erfreut über die Zusammenstellung der ersten Nummer, die obendrein ein hübsches Chanukkageschenk war. Allgemein ist die Spannung auf das zweite Heft. Wenn die Ausgestaltung — Kenntnisse des Judentums, der jüdischen Geschichte. Naturwissenschaften. Technik. Jugendbewegung. Sport — so bleibt, dann wird die Zeitschrift eine willkommene Ergänzung unserer Gruppenarbeit sein. Die Schriftleitung will innigen Kontakt mit den jungen Lesern und verspricht, besonders interessante Zuschriften zu veröffentlichen. Es ist sicher, daß hier — wenn die eingeschlagene Linie "des Blattes beibehalten wird — auch unsere Junggruppen sich gern beteiligen werden. Wir begrüßen die neue Zeitschrift. J. R. Bücherschau Biblische Gestalten in der Legende. Von Frieda Weißmann. J. Kauffmann. Verlag. Frankfurt am Main. Preis geb. 2.80 Mk. Mit Recht wird immer wieder geklagt über den Mangel an brauchbaren Schriften für die jüdische Jugend. Um so mehr ist das Jürscheinen dieses Buches zu begrüßen. Die Verfasserin ist schon bekannt durch ihr hübsches Jugendbuch „Mose", das ih glücklicher Anlehnung an die Sprache Grimmscher Märchen den Kindern die Lebensgeschichte unseres großen Lehrers nahe bringt, und durch die hübsche Kindergeschichte ,.Schabbo5". eine dem kindlichen Verständnis angepaßte Vorbereitung auf den Ruhetag. Auch in dem %-orliegenden Werkchcn versteht es die Verfasserin, die Fassungsgabe und Sprache der jüngsten Jugend zu berücksichtigen und wertvolles Gut der jüdischen Legende ihr darzubringen. Wir können das Büchlein unseren Junggruppen wärmstens empfehlen. S. K. Deutsche Volks-Idee und deutschvölkische Idee. Von Prof. Dr. Julius Goldstein. Philo-Verlag. Berlin. Diese soziologische Erörterung der völkischen Denkart von dem bekannten Herausgeber der bedeutsamen Zeitschrift ..Der Morgen" ist zuerst in Form von Aufsätzen im 2. und 3. Jahrgang des ...Morgen" erschienen. Ausgehend von der Schrift Wilhelm Stapels ..Antisemitismus" führt sie zu den letzten soziologischen Problemen der deutschen und der europäischen Kulturexistenz. Die Schrift ist eine mit glänzender Beredsamkeit und zwingender Logik duFchgeführte Begründung der Ueberzeugung des Verfassers: Der Bejahung der deutschen Volksidee und der Verneinung der deutschvölkischen Idee. Die deutschvölkische Idee vertritt nach den Darlegungen Goldsteins ,.die objektive Volkstheorie, nach der die Abstammung über" die Volkszugehörigkeit eines Menschen oder einer Gruppe entscheidet. Die deutsche Volksidee hält an der subjektiven Volkstheorie fest, liach der im europäischen Kulturkreis die psychische Einstellung für die Volkszugehörigkeit bestimmend ist." Wichtig sind die Beispiele, die Goldstein im Nachtrag der Schrift bringt, zum Beweise, daß seine Entscheidung durchaus übereinstimmt mit der wissenschaftlichen Literatur, die jenseits aller Parteipolitik das ■m« . _ Für unsere maüeis Wieder stehen Ostern die Eltern vor der Frage: Was lasse ich meine schulentlassene Tochter lernen? In der Staatlichen Handels- und Gewerbeschule für Mädchen in Rheydt erhalten nicht mehr schulpflichtige Mädchen Gelegenheit, sich für den Haushalt, einen gewerblichen oder kaufmännischen Beruf und zur Gewerbelehrerin auszubilden. Zur Aufnahme der jüdischen Schülerinnen dient ein rituell geführtes Heim des Provinzialverbandes Jüdischer Frauenvereine in Rheinland und Westfalen. Einteilung der Schule: 1. Haushaltungsschule. 2. Gewerbeschule. 3. Höhere Handelsschule. 4. Bildungsanstalt für technische Lehrerinnen und Gewerbelehrerinnen. Diese vorzüglich geleitete Schule, die von beinahe 500 Schülerinnen aus ganz Preußen besucht wird, findet in unseren jüdischen Kreisen viel zu wenig Beachtung. In Kürze folgt eine Uebersicht über die verschiedenen Lehrgänge: 1. Haushaltungsschule: Der Lehrstoff erstreckt sich auf: 1. Kochen. Backen, Einmachen, Krankenkost; 2. Waschen und Plätten; 3. Haus- und Gartenarbeit; 4. einfache Handarbeit, Flicken. Stopfen. Wäschenähen usw.: 5. Nahrungsmittel- und Gesundheitslehre; 6. Säuglings- und Krankenpflege; 7. Rechnen und hauswirtschaftliche Buchführung; 8. Berufs- und Lebenskunde mit Schriftverkehr; 9. Zeichnen, Gesang, Rhythmik. 2. Gewerbeschule; a) Vorbrereitungskursus: 1. Deutsch und Schrift verkehr; 2. Berufs- und Lebenskunde; 3. Rechnen, hauswir? Benutzt fleißig unsere Spendenhefte 12

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