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Der Jugendbund · 1928-01-01 · 1 (1.1.1928) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
14 (1928)
Issue
1 (1.1.1928)
Date
1928-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Rundbriefe des U/estd. Bezirksverbandes III. Hilfsverein der deutschen Juden. Gegründet 1901 von Dr. James Simson, Eugen Landau, Dr. Paul Nathan, als ständige Organisation für die Hilfsarbeit im Osten bei hereinbrechenden Katastrophen und zur Unterstützung der Juden des Ostens- und des Orients auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet. a) Wirksamkeit vor dem Kriege. Unterhaltung und Subvention von 50 Bildungsanstalten aller Art in der europäischen Türkei, Palästina, Bulgarien, Rumänien und Rußland. Gründung des Technikums in Haifa, Fürsocge für die Durchwanderer (bis 1913 200 000 Emigranten). Hrlfe für die Pogromopfer in RuQland (1903. 1905 und 1906). in Rumänien (1907) und auf dem Balkan (1912 13). b) Wirksamkeit während des Krieges. Organisation des jüdischen Kriegshilfswerks im deutschen Okkupationsgebiet. Errichtung von .'Wärmchallen, Volksküchen. Unterkunftsräumen für Kranke. ■ r c) Wirksamkeit nach dem Kriege." Ausvvan.dererfüTsorge (Zentrale in Berlin, Komitees in Hamburg und Bremen, Vertrauensleute an der Grenze und im Reiche). 1921 bis 1927 am Schlcsischen Bahnhot Berlin rund 136H00 jüdische Aus- und Rückwanderer, in Hamburg 36 0^0. in Bremen 11 300. Vermittlung von Geldsendungen zwischen den überseeischen Ländern und Rußland, sowie des Briefwechsels zwischen Polen und Litauen, die postalischen Verkehr miteinander nicht haben. Wiederaufrichtung jüdischer Ackerbaukolonien in RuQland und Beschaffung von Medikamenten. Unterstützung von Erziehungsanstalten und Waisenhäusern in Litauen und Polen. Erziehung von Waisenkindern aus der Ukraine in Deutschland. Hilfsaktion für ausländische lüdischc Studierende in Deutschland. d) Neue Aufgaben. Unterstützung der Bcrufsumstellung der russischen Juden. Seit 1925 Ansiedlung von über 12 000 Familien in der Krim, im Süden , der Ukraine, in Weißrußland, im nördlichen Kaukasus, in Usbekistan durch die Sowjetregierung. Errichtung von Krankenhäusern, Ambulatorien. Badeanstalten, Schulhäusern. Kindergärten und Kinderhorten durch den Hilfsverein. . e) O r g a n. Korrespondenzblatt für jüdische Auswanderungsängelegenheiten. f) L i t e r a t u r. Flügblatjt des Hilfsvereins der deutschen Juden, „Das deutsche Judentum, seine Parteien und Organisationen". B. Kulturelle Organisationen. I. Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Veranlaßt durch einen Aufsatz Hermann Cohens: „Zwei Vorschläge zur Sicherung unseres Fortbestandes" (1907 in der Festausgabc der Berichte der Großloge U. O. B. B.) und durch einen Rriei Franz Rosenzweigs an Hermann Cohen: „Zeit ist's". Nach dem Tode Hermann Cohens Gründung' des Vereins, zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums, Vorsitz Proi. Dr. Leopold Landau, später August von Wassermann. a) Grundidee der Akademie. Pflegestätte für das ersterbende jüdische Geistesleben, Arbeitsstätte für die in ihrer Existenz bedrohten' jüdischen Gelehrten. Anziehungsmittel für begabte jugendliche Kräfte, die sich sonst praktischen Berufen zuwenden. Pflanzstätte für Bibel- und Talmudforschilng. für Erforschung der jüdischen Religion und Geschichte mit den Methoden der europäischen Wissenschaft, aber durch jüdische Gelehrte. Heranbildung einer jungen Generation von jüdischen Gelehrten, die, niit den europäischen Arbeitsmethoden und jüdischen Stoffgebieten vertraut, von hier aus die Lehrstühle der Welt als jüdische Gelehrte beziehen können. b) Organisation der Akademie. Bis jetzt verwirklicht ein Forschungsinstitut unter der Leitung von Hermann Dessau, Julius Guttmann, Baneth, Elbogen, Torczyler, Baeck. Freimann, Horovitz, Cassirer und Teubler. In ihm arbeitet eine Anzahl von jungen Gelehrten, die durch ihre Früharbeit die Aufmerksamkeit der ^wissenschaftlichen Kreise auf sich gelenkt hat. Talmudische, sprachwissenschaftliche, philosophische, historische, literarhistorische Sektion. Herausgabe bedeutender wissenschaftlicher jüdischer Werke. Bis jetzt erschienen eine Reihe von Schriften über Talmud und Mischna, über die Juden im Herzogtum Cleve, die Juden im preußischen Staate, ferner die jüdischen Schriften Hermann Cohens in drei Bänden. Beabsichtigt ist die Herausgabc einer Geschichte der Juden in Spanien, des Kusari von Jehuda Halevi. des A\oreh Nebuchim von Maimonides. einer Geschichte der Kabbala, eines Werkes über Reuchlin, einer Darstellung der Einflüsse des Judentums auf den Koran, einer Sammlung der Kreuzzugliteratur über die Juden, ferner archäologische Arbeiten in Palästina. c) Sitz der Akademie. Berlin, Logenhaus U. O. B. ß. Sekretär Dr. Israel Auerbach, d) Literatur. Sammelblälter jüdischen Wissens (herausgegeben von der Großloge für Deutschland U. O. B B.). II. Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. Gegründet 1932. Sekretariat Berlin-Schöncberg, Beiziger Straße 46. Vorsitzender Prof. Dr. Sobernheim. a) Zweck. Förderung der Wissenschaft des Judentums ■ 1. durch wissenschaftliche Veröffentlichungen, 2. durch Gewährung von Jahresstipendien an jüdische Gelehrte. 3 durch Schaffung und Unterstützung von Lehrstühlen an jüdisch-wissenschaftlichen Lehranstalten. b) Mitgliedschaft. 1. Slifter, 2. immerwährende Mitglieder, 3. Mitglieder. c) Herauszugrebende Schriften. Jedes Mitglied erhält eine periodische Veröffentlichung der Gesellschaft unentgeltlich, sowie auf Verlangen ein Exemplar der von der Gesellschaft herausgegebenen Schriften zu 75 Prozent des Ladenpreises: ferner das Organ der Gesellschaft „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des . Judentums". d) Wichtige herausgegebene Werke. „Grundriß der GesamtwUsenschaft des Judentums"; darin erschienen: M. Philippsons „Neueste Geschichte des jüdischen Volkes" (3 Bände); Güdemann: „Apologetik"; Krauß: „Talmudische Archäologie" (3 Bände): Caro: „Wirtschaftsgeschichte der deutschen Juden" (- Bände); Cohen: „Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums": Elbogen: „Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Bedeutung ", Philippson: „Gesammelle Abhandlungen"; David Kaufmann: „Gesammelte Schriften"; Festschrift zum 70. Geburtstag Marlin Philippsons. III. Verband der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur. Gegründet 1893. Vorsitzender Prof. Dr. I. Elbogen, Berlin NW, Altonaer Slraße 14. Zahlreiche Ortsgruppen. a) Zweck. Abhaltung von Vorträgen auf dem Gebiete der jüdischen Geschichte und Literatur, Unterhaltung von Bibliotheken, Unterstützung hilfsbedürftiger Vereine, Herausgabe einer Rednerliste. Herausgabe eines Jahrbuches. b) Publikation. „Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur". f Was ziaht mich zum Gottesdienst? (Schluß der Umfrage.) Was mich zum Gottesdienst zieht? — — — Die Pflicht! Der Gehorsam! Kein Gehorsam gegen meine Eltern, und keine 4

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