Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 11 (1.11.1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Iraler Emigrations- und Kolonisationsfonds für den Aufbau Palästinas. Gegründet 1920. Bisher etwa 65 Millionen Mark gesammelt. In den einzelnen Ländern bestehen neutrale Komitees; in Deutschland ist Vorsitzender: Direktor Oskar Wassermann. 6. Literatur: Siehe b. b) Zionistische Vereinigung für Deutschland 1. Landsmannschaft der Zionistischen Weltorganisation, vertritt in ihrer Mehrheit den „allgemeinen Zionismus". 2. Sitz: Berlin W 15, Meineckestraße 10. Vorsitzender: Kurl Blumenfeld. 3. Oj^tn: ..Jüdische Rundschau" in Berlin. 2 mal wöchentlich. Ferner Zeitschrift „Der Jude", gegründet von Martin Buber, erscheint z. Zt. nur in Sonderheften. 4. Literatur (sehr umfangreich): Grundlegendes Werk über Geschichte und Theorie des Zionismus". A. Böhm, Die Zionistische Bewegung, 2 Teile zusammen, 550 Seiten, Preis 6 RM), reicht jedoch nur bis Mitte 1921; ferner über Geschichte des Zionismus. Nahum-Sokolow, Geschichte des Zionismus, Wien 1919 (Preis 5,5" RM.): über Theorie des Zionismus empfehlenswerter Grundriß: H,oldheim-Prcuß, Die theoretischen Grundlagen des Zionismus, Berlin, 1919, 80 Seiten; S. Bernstein. Der Zionismus, Berlin 1918, Preis 50 Pfg. Ucbcr die praktische Betätigung des Zionismus und seine Institutionen: Siehe Zionistisches Handbuch, herausgegeben von Holdheini (1923). 450 Seiten (Preis 3 Mark), verhältnismäßig neu und zur Unterrichtung über den Gesamtzionismus sehr brauchbar, enthält auch Aufsätze über Ideologie des Zionismus. lieber Politik des Zionismus siehe Kohn und Dr. Wellsch. Zionistische Poltiik (1927). Die klassischen Werke des Zionismus, die jedoch alle nur ein einseitiges Bild des Zionismus geben, sind vor allem: Th. Herzl, Zionistische Schriften, 2 Bände, Preis 4 RM. (polit. Zinn.), Achad Haam, Am Scheidewege, 2 Bände, Preis 16 RM. (kult. Zinn), Martin Bubcr, Drei Reden über das Judentum (Preis 2 RM.) und Die jüdische Bewegung. 2 Bände, Preis 5 RM.; Klatzkin, Krisis und Entscheidung. Preis 3.50 RM (radikal. Zion.): Pinskcr, Autoemanzipation. Preis 70 Pfg. (polit. Zion., leicht verständlich und zur Erfassung des Geistes des politischen Zionismus sehr empfehlenswert). Außerdem zahlreiche Broschüren und Artikel in Zeilschriften (besonders „Der Jude"), neueste Broschüre von Kurt Blumenfcld: „Im Kampf gegen den Zionismus"; zu bezichen von der Zentrale. Spezielle Literatur über Palästina: Ruppin, Der Aufbau des Landes Israel. Berlin, 1920 (Preis 4 RM.); Ruppin, Die landwirtschaftliche Kolonisation, 1925 (Preis 3 RM.); Felix Tinner, Das neue Palästina, 1926 (Preis 3 RM.); daneben1 eine Reihe Reiseberichte, so von Felix Saiten, Artur Holitscher, Rundl-Bermann, v. Schoenaich. Macdonald u. a. Siehe auch Airred Wiener (Syndikus des CV.), Reise durch das jüdische Palästina. 1927 (Philo-Verlag). Die meisten zionistischen Bücher sind im Jüdischen Verlag. Berlin NW 7, Dorolheenstraßc 35, erschienen. Bezugsquelle außerdem Jüdische Buchhandlung „Jalkut", Berlin- Charlottenburg, Kantstraße 46 und Buchhandlung „Kedem". Berlin-Charlottenburg, Dahlmannstraßc 8. c) M i s r a c h i. 1. Programm: „Der Misrachi erstrebt die Verwirklichung des Baseler Programms auf der Grundlage und im Sinne des traditionellen jüdischen Gesetzes. 2. Der Misrachi ist als Wcltverband eine Föderation der zionistischen Organisation. Im Jahre 1902 gegründet. Eigene Schulen in Palästina. Zentrale in Jerusalem (Prof. Pick, Hermann Struck). 3. Zentralbureau in Deutschland: Berlin-N 24, Monbijouplatz 1. Führende Männer: Oskar Wolfsberg. Dr. A. Barth, Hans Goslar. 4. Organ in Deutschland: „Neue jüdische Presse", Berlin. 5. Literatur: Dr. A. Barth, Orthodoxie und Zionismus, 1919; Brody, Religion und Zionismus; Roth, Orthodoxie und Zionismus; siehe ferner den Artikel von Ernst Simon im Sonderheft des „Juden" über „Erziehung"; Emil Cohn, Judentum. Ein Aufruf an die Zeit, 1923, Preis 5 RM. d) Jüdisch-sozialistischer Arbeiterverband P o a 1 i - Z i o n. 1. Programm: „Wahrnehmung der Interessen der jüdischen Arbeiter auf allen Gebieten des jüdischen Lebens." Propaganda für die Idee eines sozialistischen Palästinas. 2. P. Z. ist als Weltorganisation im Jahre 1905 gegründet und Föderation der Zionistischen Organisation. Organisatorischer Gründer und namhafter Theoretiker: Ber Borochow. Im Jahre 1920 Spaltung in eine linke und rechte Partei. Die linke P. Z. löst sich von der zionistischen Organisation los. Zentralburcau in Berlin unter Berl Locker/ 3. Geschäftsstelle der deutschen Gruppe: Berlin N 24, Auguststraße 17. „Zentralkomitee" besteht u. a. aus Alfr. Berger. Rudel. 4. Organ in Deutschland z. Zt. keins; die Monatsschrift „Der neue Weg" erscheint^ nicht mehr. 5. Literatur meist in jiddisch oder hebräisch. In deutsch siehe den Aufsatz von Theilhaber in der Sammelschrift „Das deutsche Judentum" (siehe die Vorbemerkung); ferner mehrere Aufsätze in der Zeitschrift „Der Jude", von Tartakower, über „Jüdischer Sozialismus"; siehe auch Zionistisches Handbuch „Programm und Dokument des jüdischen sozialistischen Arbeiterverbandes Poale-Zion (Preis 80 Pfg.)- e) Deutscher Landesverband derallweltlichen Zionistischen Arbeitspartei Hitachduth (H a p o e 1 - H a z a i r). 1. Programm: Aufbau Palästinas auf der Grundlage des jüdischen Arbeiters, aber im Gegensatz zur Poale-Zion unter Ablehnung des Klassenkampfes, 2. Im Jahre 1920 als Weltorganisation gegründet und Fraktion der zionistischen Organisation. Zentralbureau in Palästina (Ch. Arlosoroff; Sprinzak). 3. Geschäftsstelle in Deutschland: Dr. Ascher, Berlin W 15„ Meineckestraße 10. 4. Literatur: Arlosoroff, der jüdische Volkssozialismus. Max_ Brod, Sozialismus im Zionismus, 1920. Preis 1,20 RM., A. D. Gordon, Briefe aus Palästina, 1919, Preis 3 RM.; ferner frühere Nummern der Zeitschrift: „Der Jude" und „Die Arbeit". f) Landesverband der zionistischen Revisionisten in Deutschland. 1. Programm: Die Revisionisten verlangen von der Exekutive eine aktivere Politik gegenüber England und radikalere Einstellung gegenüber den Nichtzionisten. Ziel ist die Errichtung des jüdischen Staates. 2. Geschäftsstelle: Berlin S 1(4. Stahlschweilerstr. 44. Führende Männer: Jabotinsky, R. Lichtheim. 3. Organ: „Revisionistische jjlätter", erscheinen zwanglos. 4. Literatur: Jabotinsky, „RSaßwjct" (Deutsches Heft), Berlin 1925 (Preis 2 RM.). ,| g) Vereinigung radikaler Zionistcn. 1. Programm: Stimmt in vielen Punkten mit den Revisionisten überein. Das Schwergewicht liegt auf der innerjüdischen Politik. 2. Gegründet 1927, Weltorganisation. Zentralbureau in Berlin unter Dr. Mar Soloweitschik und Nachum Goldmanh. 3. Organ ist in Vorbereitung., 4. Literatur: Margulies, Kritik des Zionismus, Wien, 1920. Vergl. auch Klatzkin. Krisis und Entscheidung. 2. Zcntralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. 1. Programm: „Der CV. bezweckt, deutsche Staatsbürger jüdi- ^r: sehen Glaubens ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung zu sammeln und sie in der tatkräftigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung sowie in der unbeirrbaren Pflege deutscher Gesinnung zu bestärken." Bekämpfung des Antisemitismus in allen Erscheinungsformen durch Aufklärung und Rechtsschutz. Ablehnung des 7