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Der Jugendbund · 1927-11-01 · 11 (1.11.1927) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
3 (1927)
Issue
11 (1.11.1927)
Date
1927-11-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Sonderheft des Juden: Judentum und Christentum Jüdischer Verlaß. E s c h,e 1 b a c h e r : Das Judentum und das Wesen des Christentums. Pick: Judentum und Christentum in ihren Unterscheidungsmerkmalen. B a e c k : Zu Harnacks Vorlesungen über das Wesen des ■ Christentums. Max Brod (schwer): Heidentum. Christentum. Judentum. I. Der Stand des Judentums zur Zeit des Beginns des Christentums; 1. politisch, 2. geistig. siehe Graetz, Dubnow: Hellenismus, Philo, außerdem sehr interessant: Travers Herford (engl. Geistlicher): Das pharisäische Judentum. Verlag Engel. Leipzig. Zur Frage der Pharisäer, außerdem von großer Bedeutung: 2 Aufsätze von Martin Bubcr: Pharisäertum. Sonderheft des Juden: Antisemitisches und jüdisches Volkstum. Bericht und Berichtigung. Sonderheft des Juden: Judentum und Deutschtum. II. Urchristentum: a) Persönlichkeit Jesu, . b) Persönlichkeit des Paulus, Jüdische Geschichte, Neues Testament, die verschiedenen angegebenen Werke, Bubcr, Herford. III. Begriff der Kirche vom Mittelalter bis zur Neuzeit und Gegensatz jüdischer Auffassung; nach verschiedenen Weltgeschichten und den in der Einleitungangegebenen Werken. IV. Wesensunterschiede zwischen Judentum und Christentum im Lichte der modernen Anschauung. Dazu sind die meisten Aufsätze des Sonderheftes des Juden geeignet, ferner die oben angegebenen Werke. V. Vergleich der Stellen im Alten Testament, auf -die im Neuen Testament hingewiesen wird, durch Lektüre des Neuen Testaments; dazu Dr. Scfigmann Pick: Die auf Jesus gedeuteten Stellen des Alten Testaments. Verlag Kaufmann. Frankfurt a. M. Fs sei nochmals darauf hingewiesen, daß jeder Punkt eine Arbeitsgemeinschaft für sirh ist und daß es durchaus genügt, wenn nur einer dieser Punkte durchgearbeitet wird. Zu näheren Auskünften stehen zur Verfügung Studienrat I.evy Wolff, Köln. Rabbiner Dr. Schönberger. Aachen. Zum Rundbrief jüdischer Charakterköpfe. Wir verweisen ferner auf das vom Heinebund herausgegebene Buch Gestalten und Momente aus der jüdischen Geschichte, von Professor Ellbogen, das für unsere Zwecke besonders geeignet ist. Für die Vereine, die Quellenstudien treiben wollen, weisen wir hier auf das Qucllcnlcscbuch zur jüdischen Geschichte und Literatur, von Dr. Julius Höxter. III. Teil, Deutschland. Frankreich und Italien im Mittelalter. Kaufmann. Bilder aus der iüdis.chen Vergangenheit, von Prof. Sulzbach. Kaufmann. 6. Mark. Jüdische Organisationen Der Rundbrief ist als Hilfsmittel zur Darstellung des Judenlums der Gegenwart gedacht. Er gibt aber nur einen Teil wieder, und zwar hauptsächlich den äußeren Rahmen, innerhalb dessen sich das eigentliche Leben des deutschen Judentums abspielt. Dieses selbst in einem Rundbrief darzustellen, war nicht unsere Aufgabe. Es wäre auch kaum möglich gewesen, da einem lebendigen, vielgestaltigen Organismus die Systematik zur Aufstellung eines objektiven Themas — mehr kann ein Rundbrief nicht sein — fehlen würde. Jede Idee bedarf zu ihrer Durchsetzung im realen Leben eines äußeren Fundaments, der Organisation. Sie ist auch der Prüfstein der Idee. Hier zeigjt sich ihr wahres Gesicht und die Ehrlichkeit und Ueberzeugunjgstreue ihrer Anhänger. Hier erleeres Hirngespinst ist oder die Massen auslösen kann. Daher weist sich, ob die Idee ein Kraft und Begeisterung de sollte die bei uns vielfach ür liehe Geringschätzung alles Organisatorischen einer besseren Einsicht Platz machen. Trotzallcdem kann man sei istverständlich nicht das Leben des deutschen Judentums lediglch dadurch darstellen, daß man von seinem großen Segen an Organisationen erzählt. Es erscheint noch nicht einmal enpfehlenswert. die Organisationen, so wie es in diesem Rundbrie1 aus rein praktischen Gründen geschehen ist. unmittelbar als Grundlage eines Vortragszyklus oder Kursus zu nehmen. Ji :1er Führer sollte vielmehr nach Möglichkeit versuchen, den Problemen des Judentums von innen aus gerecht zu werden und in ihnen die Grundlinien und die Einteilung »u finden. di< seiner persönlichen Anschauung entsprechen. Als Reispiel diene etwa folgende Einteilung: 1. Antisemitismus. 2. Nation ilismus 3. Sozialismus 4. soziale Tätigkeit der Juden. 5. Reformbeslrchungen der Juden. 6. Trennungsorthodoxie. Hic bei ließe sich ieder Punkt wieder unterteilen und auf mehrere Heimabende verteilen, wie etwa: Antisemitismus" in al Gec< bichtc. b) Wesen, cl unser Verhalten zum Antisemitismus Bei einem derartigen Vortragszyklus soll der Rundbrief d :ni Führer als Hilfsmittel dienen, damit er einerseits weiß, v o und wie die einzelnen Ideen ihren Ausdruck gefunden \ aben. und anderseits feststellen kann, wo er sich weiter übtr die Fragen unterrichten kann. Der Rundbrief soll dazu beittagen. daß wir nicht wie Biertischpolitiker oder mitunter Volk vcrsammlungsredner ohne genaue Orientierung oder rinc innere Beziehung zu den Problemen Diskussionen über Oc'cnwar sfragen führen, die uns nie weiter, bringen. Fs soll aurti nicht verges;cn werden daß zum vollen Verständnis der Gegenwart des d< ulschcn Judentums Kenntnisse von Verhältnissen und Dingen erforderlich sind, die keinen unmittelbaren Zusammenhang irit jüdischen Organisationen haben, so z. B. die sozialen Verhältnisse. Bevölkerungsbewegung, Ein- und Auswanderung der Jude l. Hierüber -'eben folgende ßücher Aufschluß: Runpin, Juden der Gegenwart Jüdischer V :rla<'. 1920 (z. T. veraltet): Theilhaber Der Untergang der di utschen Juden. Jüdischer Verlag, 1921: Krcppel Juden und Ju fcnlum von heule. Amalthea-Ver>- lag. Wien 192S. 900 Seiten 'rei* 25 RM. Rothholz. Die deutschen Juden in Zahl und Bi d Philo-Vcrlag. 192t (40 Seiten): ferner die Veröffentlichung^! des Verbandes für Statistik der luden. Rerlin. Bei dem ungeheuren Material ist es selbstverständlich, daß manches lückenhaft und aunh wohl ungenau ist. Der Rundbrief soll einer ständigen F rgänzun" unterliegen. Für jeden Rat sind die Herausgeber al cn dankbar. Zur genaueren Auskunft sind sie, soweit es in iliren Kräften steht, jederzeit bereit An Literatur, die Aufschli ß über sämtliche jüdische Organisation gibt ist vorhanden:; Kreppcl. Juden und .lulcntum von heute fs. o.); Das deutsche Judentum seine P; rlcicn und Organisationen Weltverlag. Berlin NW 7. Dorothjecnstraße 35 (eine Sammelschrift, zwar 1919 erschienen aber .empfehlenswert): Baruch-Krupnik. Die jüdischen Parteien. Rcrlpn 1920; ferner die z. Zt. in vier Bänden erscheinende ..Jüdische Enzyklopädie". Herausgeber: Herlitz & Kirschner |Preis 150—200 RM.). A. Parteien. Allgemeines: Die Grundlage ieder jüdischen Partei ist — im Gegensatz zu den Inlcres^enpartcien des deutsch-politischen Lebens — eine bestimmte Idee vom Judentum, die sie grundlegend von anderen jüdischen Gruppen unterscheidet. Ideen sind aber . nichts endgültig Feststehendes, sondern meist nicht in eindeutigen Sätzen faßbar und mit der Zeit wandelbar. Es gibt 5

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