Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 21 (18.11.1926)
- Date
- 1926-11-18
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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dan Juden du- .Diaspora zu neuer Verwurzelung im Judentum und zur Freude an ihm verhelfen können (Religion, Soziale«, neue Wirtschaft u. a.J. Aber ebenso fraglos ist's, daß auch unser eigenes indisches Sein eine ungeahnte Befruchtung erfahren wird, wenn wir ganz unbefangen auf die wirklichen kulturellen Leistungen achthaben, die ein junges Geschlecht begeisterter Juden drüben im Lande der Väter vollbringt, und wenn wir um der Verbundenheit mit den jüdischen Brüdern in der Welt willen die hebräische Sprache in unsern geistigen Besitzstand einbeziehen. Selbst wenn die U. U. J. J. sich nicht zu einem wahren Weltverband aller oder doch der bedeutendsten jüdischen Jugendorganisationen zu entwickeln vermöchte, und auch, wenn unser J. J. V. nicht — wie ich's aufrichtig wünschte — den Weg zur Union fände, so gingen doch von ihrem ersten Pariser Kongreß Eindrücke und Anregungen aus, die in unsrer Verbandsarbeit zu verwerten, dankbar zu verwerten uns heilige Pflicht sein muß. 9 HilftfrseBbsf^ jüdische Jugend! Der Verbandsgedanke marschiert — und die Verbandsfinanzen sind zerrüttet. Viele Freunde in Stadt und Land warten auf unsere Unterstützung Wir können ihnen nicht helfen, weil eure Hilfe für uns fehlt. Jeder wahrhafte Verbandsfreund wird im Gedanken ^des Chanukka-Festes eine freiwillige Spende nach besten Kräften dem Verband widmen. Jede Chanukka-Feier eines Verbandsvereins schließt mit einer Sammlung für die Verbandskasse! Zahlt bald e ire Chanukka-Spende für den Verband auf das Postscheckkonto Berlin 13500, Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands, Chemnitz, Markgrafenstraße 3. Die Arbeit im Verband Seit der Düsseldorfer Tagung ist ein halbes Jahr verflossen, und ein solcher, wenn auch kurzer, Zeitraum rechtfertigt den Wunsch der Verbandsleitung, über ihre Maßnahmen zur Bewältigung der ihr gestellten Aufgaben einem weiteren Kreise in gewissem Umfang Rechenschaft zu geben. Die erste Aufgabe, deren Erfüllung die Voraussetzung für jegliches Arbeiten war, mußte die Wiederanknüpfung bzw. Festigung der Beziehungen der neuen Vcrbandsleitung zu den Vereinen und der Vereine zueinander sein. Die Organisation des Verbandes, die, mit wenigen Ausnahmen, überall stark erschüttert war, mußte als Form neugebildet und gefestigt werden, wenn wir uns daran machen wollten, die geistigen Inhalte unserer Arbeit in sie zn gießen. Unseren langwierigen Bemühungen ist es unter tatkräftigster Unterstützung der neugefestigten Landes- und Bezirksverbände fast restlos gelungen, in engem Konnex mit den einzelnen Verbandsvereinen und ihren führenden Menschen zu kommen. Die Bezirkstagungen und Rednerrundreisen, von denen noch zu sprechen sein wird, dienten neben dem selbstverständlichen propagandistischen Zweck vor allem der Stärkung, der menschlichen Beziehungen der Verbandsfreunde. In auffälligem Gegensatz zu der früheren Form der Bezirks- und Landesverbandstagungen standen diesmal mit voller Absicht die Probleme der praktischen Arbeit im Vordergrund, denn von diesen Zusammenkünften mußte die Anregung ausgehen, in Zukunft das Hauptgewicht der Arbeit unserer Bünde in die Heimabende und Arbeitsgemeinschaften zu verlegen, um aus unseren Jugendlichen Mitschaffende, statt bisher nur Nehmende heranzubilden. Der Tagung des Westdeutschen Bezirksverbandes am 18. Juli in Bonn, in deren Mittelpunkt die Anregungen Herbert Felsenthals für die in der Oktober-Nummer der „Jüdischen Blätter" veröffentlichten Rundbriefe standen, folgten: 3. Oktober: Bezirksverband Rheinland-Westfalen in Essen; Thema: Einführung in das Bibellesen". Referentin: Fräulein Sachs, Bochum. 10. Oktober: Bezirksverband Nordwestdeutschland in Braunschweig; Thema: „Jugend und Staat". Referent: Dr. Hermann Lehmann, Bremen. 10. Oktober: Landesverband Saar-Pfalz in Saarbrücken; Thema: „Jugend und Bibel." Referent: Rabbiner Dr. Ernst Jacob, Saarbrücken. 17. Oktober: Badischer Landesverband in Karlsruhe; Thema: „Jüdische Jugendarbeit." Referent: Fritz Schwarzschild, Wiesbaden. 24. Oktober: Württembergischer Landesverband in Stuttgart: Thema: „Jüdische Jugendarbeit." Referent: Fritz Schwarzschild, Wiesbaden. 31. Oktober: Hessischer Landesverband in Offenbach; Themen» „Jüdische Jugendarbeit"; Referent: Kurt Bachrach, Kreuznach. — „Die Jugend in der Gemeinde." Referent: Rabbiner Dr. P. Lazarus, Wiesbaden. 14. November: Sächsischer Landesverband in Görlitz; Thema! „Jungjüdische Aktivität." Referent: Rabbiner Dr. Fuchs, Chemnitz. Den Beschluß der Bezirkstagungen bildet die Tagung des