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Der Jugendbund · 1926-10-07 · 18 (7.10.1926) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
2 (1926)
Issue
18 (7.10.1926)
Date
1926-10-07
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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beantwortete ich das Was, um com Schluß darzulegen, daß die Arbeit in unseren Bünden am sichersten vorwärtsschreitet, wenn wir die Heimabende, den inneren Aufbau, die Bindung von Mensch zu Mensch, in den Mittelpunkt unseres Strebens stellen. Die anschließende Aussprach« brachte wertvolle Ergänzungen zu dem Gesagten. So konnte auch ich, wie ich es so sehnsüchtig gewünscht hatte, noch mancherlei lernen und mit in meinen heimatlichen Jugendverein nehmen. Die Moral von der Geschichte zweitem Teil: In jedem Menschen kann' nur das wachsen, Blüten treiben und Frücht« tragen, was schon als Keim in ihm schlummerte, nur auf Erweckung wartend. Darum fahrt zu Tagungen, wenn ihr euch innerlich gerüstet fühlt! Die Grundlage zu dem, was ihr dort lernen sollt, muß schon in euch vorhanden sein. Bayreuth war ein Erlebnis! Nehmt es zum V o r b i 1 d I Die Heimabende des Westd. Bezirksverbandes Wie wir bereits in der Augustnummer unseres Blattes mitteilten, hat der Westdeutsche Bezirksverband seines Vereinen für die Winterarbeit Themengruppen aufgegeben, die diese bearbeiten müssen. Zur Unterstützung der Vereinsführer wurden die folgenden vier Rundbriefe herausgegeben, an Hand deren die Vereinsführer die KS . abende ohne Mühe bearbeiten können. Die Schriftleitung. Rundbrief über Arbeitsgemeinschaft „Propheten" I. Allgemeine*. Gedacht ist aa eine Arbeitsgemeinschaft, die sich über vier Monate erstreckt, von denen jeder Monat ein abgeschlossenes Ganzes bildet. Als Grundlage für die Arbeit dient in jedem Monat ein einleitender Vortrag, dessen Inhalt in den folgenden drei Abenden einer jeden Woche des betreffenden Monats verarbeitet wird. Als Einleitung zu einem Heimabend dient jedesmal ein kurzes Referat eines Vereinsmitgliedes über einen in dem Vortrag behandelten Ideenkreis. Aus der Aussprache werden sich immer noch besondere Fragen ergeben. E« ist Sache des Leiters der Arbeitsgemeinschaft, diese Fragen evtl. noch für weitere Heimabende zu verwerten. Als Literatur diene außer der Bibel: Tachau: „Die prophetischen Bücher der Heiligen Schrift" nach ihrem Gedankeninhalt gewürdigt, ein Wegweiser für die Lektüre der Propheten. Wolfenbüttel 1899 — Verlag von Julius Zwißler. Dr. Max Wiener: „Die Religion der Propheten", aus der Sammlung „Volksschritten über die jüdische Religion", herausgegeben von Dr. I. Ziegler, Karlsbad. Verlag J. Kauffnvann, Frankfurt am Main. Ch. Cornill: „Der israelitische Prophetismus". F. Giesebrecht: ,J>ie Grundzüg« der israelitischen Rcligionsgeschichte", aus der Sammlung „Aus Natur und Geisteswclt". Verlag B. G. Tenbner. Band 52. Bernhard Duhm: „Israels Propheten", aus der Sammlung „Lebensfragen", herausgegeben von H. Weineil. Nr. 26. — Tübingen, Verlag von I. C. B. Es sind absichtlich nur wenige und erschwingliche Bücher angegeben, die aber für die Vorbereitung vollauf genügen. IL Spezielles. 1. Einleitender Vortrag über „Das Wesen der Prophetie und ihre Bedeutung". a) Erster Heimabend: Der geschichtliche Hintergrund nnd die Eingrnppierung der einzelnen. Propheten in ihre Zeit. (Die Zeit Jerobeams II. bis zur Wiedereinweihung des Tempels 516.) f Es sind vor allem die kulturellen nnd religiösen Zustände herauszuarbeiten, die viel Vergleichspunkte mit der Gegenwart bieten (Königsbüchcr). b) Zweiter Heimabend: Das Wesen der Prophetie soll herausgearbeitet werden. Vergleich mit dem alten Prophetentum zur Zeit Samuels und Ahabs (Eliha, Elisa). Zur Erkenntnis des Wesens der Schriftpropheten sind Stellen aus den Prophetenbüchern herauszuziehen; wie Arnos Kap. 7 Vers 34 u. ff., und Jer. Kap. 20 Vers 7 u. ff. c) Dritter Heimabend: Die Propheten als Politiker nnd Theologen. — Geeignete Stellen sind am besten aus dem Buche von Tachau zu ersehen. 2. Einleitender Vortrag über „Die Religion der Propheten", a) Erster Heimabend: Die Gottesanschauung. Besprechung über den Begriff des Monotheismus. — Dazu vor allem Arnos Kap. 5 Vers 14 a. ff., Kap. 9 Vers 7, Kap. 3 Vers 1—8, Kap. 5 Vers 18—24. — Unterscheidung zwischen Monotheismus und Henotheismus (Universalismus). Näheres über diese Begriffe, die für die Religionsauffassung entscheidend sind, aus der angegebenen Lektüre. b) Zweiter Heimabend: Die KnHaranschatning der Propheten. Ihr Auftreten gegen die Wcrkheiligkeit, das Ueberhandnchmen der Opfer und die Art des Gottesdienstes. Besprechung der Bedeutung der Zeremonien. (Vergleiche Friedländer: „Die jüdische Religion", J.-Kauffmann-Verlag, Frankfurt a. M.) Hierzu sind zu vergleichen: Arnos Kap. 4 Vers 4—5, Kap. 5 Vers 21—24; Hosea Kap. 8 Vers 5—7, Kap. 6 Vers 4—6; Jcsaja Kap. 1, Kap. 58 Vers 2—8, Kap. 55 Vers 6—7. c) Dritter Heimabend: Die Verinnerlichung der Religion. Das Verhältnis von Religion und Ethik. Soziale Anschauung und Religion. (Vergleiche: „Die Lehren des Judentums", herausgegeben vom Verband der deutschen Juden. (Verlag C. A. Schwctschke & Sohn, Berlin. Cohen: „Di« Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums", herausgegeben von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums".) Hierzu sind zu vergleichen: Arnos Kap. 3; Jeremias Kap. 20, Kap. 31; Ezechiel Kap. 18 und Kap. 33; Micha Kap. 6 Vers 6 u. If. 3. Einleitender Vortrag über „Die Ethik der Propheten". Gott als moralische Persönlichkeit. a) Erster Heimabend: Di« Lehr« von der Gerechtigkeit. Hierzu sind zu vergleichen: Die Literatur zu dem dritten Heimabend des 2. Vortrages. Ferner: Arnos Kap. 8 Vers 4—7, Kap. 5 Vers 24; Hosea Kap 4; Jesaja Kap. 1, Kap. 5 Vers 1—7; Micha Kap. 6 Vers 6. b) Zweiter Heimabend: Di« Lehr« von der Lieb«. Der Begriff der Nächstenliebe. Liebe und Gerechtigkeit. Feindesliebe. Hierzu sind zu vergleichen außer der obigen Literatur: Hosea Kap. 6 Vers 14. Kap. 2 Vers 21 u. ff; Jesaja Kap. 40 Vers 1—2; Micha Kap. 6. » c) Dritter Heimabend: Die Lehre von der Heiligkeit. Der Lebenswandel in Gott Anschließend ist ra behandeln: das jüdisch« Gesetz, insbesondere die Sabbatfeiertage, sowie Speisegesetze in ihrer Bedeutung für die Lebensführung. Hierzu sind zu vergleichen außer der obigen Literatur: Jesaja Kap. 6. 4. Einleitender Vortrag über „Die Weltanschauung der Propheten". a) Erster Heimabend: Universalismus. Vergleiche: Arnos Kap. 5 Vers 14 u. ff., Kap. 9 Vers 7, Kap. 3 Vers 1—8, Kap. 5 Vers 18—24; Jeremia Kap. 1, Kap. 29 Vers 4—10; Maleachi Kap. 2 Vers 10. b) Zweiter nnd c) dritter Heimabend: Die Messiaslehre. Ihre Entwicklung von Jesaja bis Dcutero-Jcsaja (Knecht Gottes). Hierzu ist zu vergleichen: Jesaja Kap. 11 Vers 1—9, Kap. 2* Vers 2—4, Kap. 52, Kap. 53, Kap, 42, Kap. 56 Vers 3—7. Die Völkerbund-Idee. III. Bemerkung. Für die einleitenden Vorträge kommen im allgemeinen nur Redner in Betracht, die das betreffende Gebiet vollständig beherrschen. Der Bezirksverband wird bemüht sein, den Vereinen rechtzeitig geeignete Redner namhaft zu machen. In den Heimabenden sollen nur Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaften zu Worte kommen. Dem Leiter der Arbeitsgemeinschaften ist es überlassen, den Themenkreis nach Bedarf beliebig zu erweitern, doch ist davor au warnen, zu weit vom Thema abzuschweifen. — 3 — t

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