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Der Jugendbund · 1926-10-07 · 18 (7.10.1926) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
2 (1926)
Issue
18 (7.10.1926)
Date
1926-10-07
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Rundbrief über „Erziehungsfragen" Vorbemerkung. Der Hundbrief enthält lediglich in Dispositionsform die Angabe des zu behandelnden Stoffes. Die Art der Durcharbeitung muß dem Führer überlassen bleiben, jedoch wird darauf aufmerksam! gemacht, daß eine sorgfältige Vorbereitung der einzelnen Heimabende, insbesondere Studium wenigstens eines Teiles der angegebenen Literatur unumgänglich notwendig ist. Die Bearbeitung der für die einzelnen Heimabende angegebenen Themen kann sich auch auf mehrere Abende erstrecken. I L „Geschichte der Erziehung im Judentu m." Einleitender Vortrag: „Religion und Erziehung". Als Redner stehen zur Verfügung: Rabhiner Dr. Hahn, Essen. Rabbiner Dr. Schönberger, Aachen. _■ Rektor Coblenz, Köln. Fräulein L o e b , Köln. j_ Literatur: Leo Baeck: „Religion und Erziehung" in Sonderheft 2 der Zeitschrift „Der Jude", Jüdischer Verlag 1926. Elfriqde Bergel-Gronemann:. „Religiöse Erziehung", ebenda. Erster Heimabend; Erziehung in der Bibel. Literatur: Müller: „Zum pädagogischen Problem der Bibel", Sonderheft „Der Jude". Stefn: „Das Buch Hiob". Quellenstudium: „Die Sprüche Salomo"; „Das Buch Hiob". Literatur: Straßburger: „Geschichte der Erziehung u. des Unterrichtes bei den Israeliten", Stuttgart 1885. Duschak: „Schulgesetzgebung und Methodik der alten Israeliten", Wien 1872. Markus: „Die Pädagogik d?s israelitischen Volkes", Wien1 1877. Zweiter Heimabend: Erziehung in Mischna nnd Talmud (insbesondere Entwicklung der verschiedenen Schulen). Literatur: Braunschweiger: „Lehrer der Mischna". Straßburger: „Geschichte des Erzjchungs- und Unterrichtswesens bei den Juden". Funk: „Entstehung des Talmud". Hirsch: „Aus dem rabbinischen Schulleben". Frankfurt am Main 1871. Bacher: „Das altjüdische Schulwesen", aus dem Jahrbuch für Jüdische Geschichte und Literatur, Bd. 6, 1903. Levit: „Darstellung der theoretischen und praktischen s Pädagogik im jüdischen Altertum", Berlin 1896. Frankfurter: „Das altjüdische Erziehungs- und Unterrichtswesen im Lichte moderner Bestrebungen, Wien 1910. Dritter Heimabend; Erziehung im Mittelalter. Literatur: Güdemann: „Geschichte des Erziehungswesens im Mittelalter". Straßburger (siehe zweiter Heimabend). Quellenstudium: „Herzenspflichten" von Bachja. Hierzu Hermann Cohen: „Jüdische Schriften", Band 3 Seite 213. Vierter Heimabend: Die jüdische Erziehung in der Neuzeit (augenblicklicher Stand). Hebräisch - Religionsunterricht - Schulen. Behandlung am besten getrennt für a) Deutschland, b) Osten, c) Palästina. Literatur: zu a) „Die Unterrichtspläne der Berliner Gemeinde." Maybaum: „Methodik des jüdischen Religionsunterrichtes", Breslau 1896. Berger: „Methodik des jüdischen Religionsunterrichtes", Leipzig 1911. züb) u. c) Verschiedene Aufsätze im Sonderheft „Der Jude", Fünfter Heimabend: Die jüdische Schule. a) Volksschule, b) Höhere Schule, c) Volkshochschule (Lehrhaus), d) Rabbiner- und Lehrerseminare. Literatur: Adler-Dingfelder: „Für und Wider die jüdische Schule", Verlag von J. Kauf (mann, Frankfurt am Main. ' Abschließender Vortrag: „Die jüdische Schule". Als Redner stehen zur Verfügung: Studienrat L e v i Wolf, Köln. Rabbiner Dr. Schönberger, Aachen. - 4 DL „W ege der Erziehung Sn der Gegenw ar t." Einleitender Vortrag: „Erziehungsmöglichkeiten nnd ihr« Grenzen". A. Erziehungs- und Schulmethoden. Erster Heimabend; Die verschiedenen Erziehungssystemc bis zum schulpflichtigen Alter. Literatur: Montessorie: „Die neue Erziehung". Fröbel. — Bernfeld: „Sisyphus oder über die Grenzen der Erziehung", Psychoanalytischer Verlag. Bernfcld: „Kinderdorf Baumgarten". ... Sonderheft „Der Jude": „Das Kinderdorf im Emek" und „Von der Straßenhorde zur Gemeinschaft", Zweiter Heimabend: Die modernen Schulsysteme. Literatur: Kerschensteiner: „Begriff der Arbeitsschule". Messer: „Pädagogik der Gegenwart", Maritzins Verlag, Berlin. „Menschenbildung", 1922 Schwetschke (Bund entschiedener Schulreformer). Bemerkung: Ueber dieses Thema sollte möglichst ein Fachmann sprechen. B. Jugendpflege und Jugendwohlfahr't. Literatur: „Taschenbuch für die Wohlfahrtspflege". Dritter Heimabend; Staatliche Fürsorge. Literatur: Friedländcr: „Grundzüge des Jugendrechtes", Verlag Oldenburg, Leipzig. Dr. Karl Vossen, Düsseldorf: „Jugendwohlfahrtsrecht" (gutes Literaturverzeichnis). Vierter Heimabend; Der Kampf gegen Schmutz und Schund. Literatur: Verschiedene Jugendzeilschriften, z. B.: „Jugendherberge", „Rheinische Jugend" usw. Fünfter Heimabend: Jugendhilfe der Wohlfahrtsverbände. a) Allgemeine b) Konfessionelle c) Parteien. Sechster Heimabend: Gefährdeteniürsorge. Literatur: Pappritz: „Handbuch der amtlichen Gefährdetenfürsorge". München. . Bergmann: „Die geschlossenen und halboffenen Einrichtungen der jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland", Habig, Berlin. Siebter Heimabend: Selbsthilfe der Jugend. Jugendbewegung, deutsche und jüdische. Literatur: Herrle: „Die deutsche Jugendbewegung", Perthes, Gotha — Stuttgart. Engelhardt: „Die deutsche Jugendbewegung als Kultur- Phänomen", Berlin, Arbeiterjugendverlag. III. „Psychologie des Jugendalter s." Einleitender Vortrag: „Psychologie des Jugendalters". Als Redner stehen zur Verfügung: Rosi Lechner, Braunschweig (Anfang Januar 1927). Studienrat Levi W o 1 f f, Köln. Rabbiner Dr. Schönberger, Aachen. Frau Regina Friedmann, Berlin (für den Fall des Zustandekommens einer Tournee). Literatur: E. Spranger: „Psychologie des Jugendalters", William Stern: „Die menschliche Persönlichkeit". E. Stern: „Jugendpsychologie". Erster Heimabend: Eltern und Kinder. Es ist der gesamte Fragenkomplex des Verhältnisses zwischen Jugend und Alter, Eltern und Kind zu behandeln. — Sehr zu empfehlen ist hierbei ein Ausflug in die belletristische 'Literatur der Nachkriegszeit. Literatur. Wynneken: „Jugendkultur". Posener: „Der Vater als Lehrer" im Sonderheft „Der Jude" (zur Berücksichtigung des biblischen Standpunktes), Zweiter Heimabend: Individuum und Gemeinschaft. Li t e r a t u r : Baeck: „Wesen des Judentums" S. 204 u. ff. Litt: „Individuum und Gemeinschaft", Leipzig 1924. Hermann Cohen: „Die Religion der Vernunft", Kapitel „Das Individuum als 'ich". i Die Durchführung des Themas, also die Behandlung der Frage der Stellung des Jugendlichen in der Gesellschaft, führt zur Behandlung der Fragen des Weseirs der Jugend» bewegung, so daß als

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