Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 16 (9.9.1926)
- Date
- 1926-09-09
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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c Die Delegiertentagungen der Landesverbände Baden und Württemberg werde» voraussichtlich ebenfalls am 10. Oktober, die von Hessen am 24. Oktober stattfinden. An dem Kongreß der Union universelle de Ia Jeunesse Juive in Paris nahm Dr. Gustav Löffler teil, der in der nächsten Ausgabe der Jüdischen Blätter einen ausführlichen Bericht darüber bringen wird. Am 16. August 1926 fand in Berlin eine Sitzung des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände statt, auf der auch unser Verband durch Waldemar StrauQ, Berlin, vertreten war. Es wurden dabei die Abmachungen Fritz Schwarzschilds mit dem ReichsauschuO zur Kenntnis gegeben. Der Reichsausschuß der jüdischen Jugendv erbände soll mit dem Reichsausschuß der deutschen Jugendverbände nur durch die Vertretung des Verbandes der jüdischen Jugcndvereine Deutschlands Beziehungen pflegen. Der Verband wird dafür von allen einschlägigen Eingänge und Beratungen dem Reichsausschuß der jüdischen Jugendvjerbände Kenntnis geben. Die Sitzungen des Reichsausschussef der deutschen Jugendverbände, die zweimal im Jahre stattfinden, werden durch den Geschäftsführer des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands oder durch einen Stellvertreter wahrgenommen. Bei dieser Vertretung handelt es sich nur .um solche Fragen, die sozialer Art sind. — Herr Lubinski, der über die Winterarbeit des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände referierte, machte den Vorschlag, eine Zusammenkunft aller sozial tätigen Berufarbeiter, die aus der Jugendbewegung kommen, einzuberufen, welche sich L die Aufgaben stellen, eine Kritik an der jüdischen Wohlf fahrtspflege vom jugendlichen Standpunkt aus vorzunehmen, 2. die Beziehungen der Jugendbewegung zu sozial-pädagogischen Fragen zu klären. Diese Vorschläge fanden allgemeinen Beifall. — In Berlin ist ein jüdischer Jugendwohlfahrtsverband für Berlin und Brandenburg gegründet worden, der sich ein eigenes Programm gegeben hat. Es sollen noch me.hr solcher Verbände gegründet werden. Ein vornehmliches Ziel dieser Verbände soll die Schaffung von Jugendheimen, einer Bibliographie der jüdischen Jugendbewegung un'd Anregung zur Beratung sozialer Fragen sein. i ' » Der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände will sich an den Vorbereitungen der Ausstellung „Das junge Deutschland", die durch den Reichsausschuß der deutschen Jugendverbände für; das nächste Jahr geplant ist, beteiligen. Als Vertreter für I die Fachausschüsse dieser Ausstellung wurden Herr Lennh*ff, Berlin, und Rabbiner Dr. Klein, Düsseldorf, vorgeschlagen.! MITTEILUNGEN DER VERBANDSLEITUNG 1. Die Vereine werden dringend ersucht, die ihnen zugehenden Rechnungen umgehend zu begleichen, und bei den Zahlungen anzuheben, für welche Belastung der Betrag zu verwenden ist, ob Vereinsbeitrag oder Zeitungen. 2. Wir weisen nochmals darauf hin, daß das Postscheckkonto des Verbandes wie folgt lautet: „Verband der jüdischen JugenJvcreinc. Chemnitz. Markgralenstraße 3, Konto Bc.-ün 13 500". Jegliche persönliche Adresse ist unstatthaft. - j 3. Die Vereine werden um sofortige Mitteilung! gebeten, in welchen Räumen ihre Veranstaltungen abgehalten werden, vor allen% Dingen benötigen wir Angaben über eventuelle Eigenheime. 4. Die Gültigkeit der neoen (blauen) Ausweiskarten zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung wird vo/läufig nicht in Kraft treten. An dem Verfahren, wie früher angegeben, ändert sich hierdurch nichts, vielmehr sind die noch ausstehenden Listen weiterzugeben. Die bisherigen gelben Auswei>':arten berechtigen nach wie vor zur Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung (voraussichtlich bis zum 1. Januar 1927). Vereine, die bisher noch keinen Ausweis hatten, müssen denselben nach dem alten Verfahren durch den Orts- bzw. Stadtausschuß für Jugendpflege bei der zuständigen Rcichsbahndircktion beantragen. 5. Der Herr Minister für Volkswohlfahrt hat sich bereit erklärt, durch Schaffung von Jugendpflegceinrichlungen auch Darlchon zu gewähren Nach den Richtlinien, kommen fast ausschließlich politische und kirchliche Gemeinden in Frage, in ganz besonderen Ausnahmefällen können, wenn die nötigen Sicherheiten vorhanden sind, auch einzelne Vereine berücksichtigt werden. Die Vereine werden eventuelle Anträge am besten durch ihre Gemeinden stellen lassen. 6. Wir machen die Vereine darauf aufmerksam, daß durch eine Verfügung der Regierung angeregt worden ist, kleinere freiwerdende Schulräume als Gcmcindejutfendheime auszustatten und den Jugendvereinen gegen »ir.e geringe Gebühr zu überlassen. Es wird dadurch manchen Vereinen die Möglichkeit gegeben, in geeigneten Räumen ihre Veranstaltungen abzuhalten, ohne daß größere Unkosten entstehen. Die Vereine setzen sich zum Zwecke der Erlangung solcher Räumlichkeiten mit der Stadtverwaltung bzw. dem Ortsausschuß für Jugendpflege in Verbindung. 7. Die Düsseldorfer Jugendherberge in der Brehmstraße, zwei Minuten vom Uaupteingang des Zoo, zu erreichen mit den Linien 4, 6 und 8, ist eine der besteingerichtetsten Jugendherbergen der Rheinprovinz, und bietet in vier Schlafräumen für S'i Durchwanderer Platz. Weiter können annähernd 200 ^Jotquartiere gestellt werden. Rechtzeitige Voranmeldung während der Ausstcllungszeit iit dringend erforderlich. 8. Redaktionsschluß für „Jüdische Blätter" 1. Oktober. Bezirksverband der jüdischen Jugendvereine Nordwestdeutschlands Am Sonntag, den 10. Oktober 1926, findet in Bräunschweig die diesjährige ordentliche Delegiertenta^ung des Bezirksverbandes der jüdischen Jugcndvereine Nordwestdeutschlands statt. Eingeleitet wird die Tagung durch eine Veranstaltung des Braunschweiger Jugendbundes am Samstag, den 9.. Ottober, abends 8,30 Uhr. in den Räumen der Leopold Zunz- Loge. Landrabbiner Dr. Wilhelm, Braunschweig, und Herbert Felsenthal, Düsseldorf, sprechen über das Thema: „Die Jugend als Träger der religiösen Erneuerung". Für die Tagung selbst, die in Damms Hotel, Augustplatz la—2, stattfindet, ist folgendes Programm vorgesehen: Vormittags 9,45 Uhr, pünktlich: 1. Eröffnung der Delcgiertentagung. 2. Referat Dr. Hermann Lehmann, Bremen; „Jugend und Staat". 3. Aussprache. Nachmittags 3 Uhr: 1. Jahres- und Kassenbericht. 2. Neuberatunj; fler Satzungen des Bezirksverbandes. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Festsetzung der Beiträge, t 5. Anträge. 6. Verschiedenes. Ein gemütliches Beisammensein mit den Braunschweiger Freunden wird den Tag beschließen. — Seitens der Verbandsleitung haben Herbert Fclsenthal und Fritz Schwarzschild ihre Teilnahme in Aussicht gestellt. — Zu dieser Tagung sind die Mitglieder aller Vereine herzlichst eingeladen, und die Veranstalter .werden sich freuen, Freunde aus den andern Bezirken recht zahlreich begrüßen zu dürfen. Wegen der zu treffenden Vorbereitungen ■ werden Anmeldungen zur Teilnahme an der Tagung bis spätestens zum 30. September an Alfred Bonnin, Bielefeld, Gehrenberg 30, erbeten. — 12 —