Mannheim
Compact Memory

Der Jugendbund · 1926-06-17 · 10 (17.6.1926) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jugendbund
Volume
2 (1926)
Issue
10 (17.6.1926)
Date
1926-06-17
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/6492456-6352473-6352485--0128-4928334
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

der sich nicht mit Ersatz beruhigen kann, für den es kerne Rulie gibt, weil er nichts ertragen kann, was einen Aspekt der Negation hat, erkennen wir, sage ich, daß ein solcher Mensch durch den Nihilismus hindurch muß, wie das Volk durch die Wüste mußte. Aber erkennen wir auch, daß mit der Erkenntnis der Situation dfe Bedingung für die Rettung gesetzt ist, erkennen wir in diesen jungen jüdischen Menschen den Durst nach dem Unbedingten, dem Vollkommenen. Und wenn wir dies) erkannt haben,'dann wissen wir auch, warum sie zu uns kqmmcn. Nicht laus den Gründen, die die verslar.dnisbereitcl Güte unseres Freundes Lüfflcr annahm: als Trotzjuden, aüs einer Beruhigung im Historischen, aus einer Befriedigung im Betrachtenden. Nein, diese jungen Menschen kommen aus c em jüdischen Urerlcbr.is heraus, zu uns, mit all der Sicherheil -eines Gc;-cHechtcs. dem sein Judentum so sclbstverständjich geworden ist wie seine HauK Und wenn sie sich ganz durchgerungen haben, dann ton rnen sie zu uns in Gelassenheit und tiefem Glück. Kommen zu ur.s als Mcn*c',en der Harmonie, als Menschen mit dem Bewußtsein von der Möglichkeit der Linung, als Menschen — hier stehen sie auf der höheren Windung der Spirale —, die Wissen, daß sie hier die jüdisch-religiöse Vergangenheit wieder aufnehmen: in, ihrem Streben nach Vollkommenheit. IL. Ic Robert Salomon, der von der Romantik sprach, ihren Gegensatz: die Aufklärung, ihr gegenübergestellt, ihm hätte der Name von den Lippen springen müssen, in dersen Zeichen die Einung vollzogen wurde. Goethe, der klassische Mensch! In seinem Namen will ich hier von Gelassenheit und Harmonie gesprochen haben. Ruf einer Tagung von jungen Judeu, die fühlen könr.cn, daß diese Erfüllung des Menschen, vorgeahnt in unserem Blute, mehr unserem Wesen entspricht als die Gespenster der Moderne. Ich sprach euch von einem Glück, das wir in ur.s tragen, und meinte nicht die seligen Augenblicke, in denen wir im Einklang mit dem All sind, sondern das Glück unseres Wissens: Israel trägt ein neues Kind unter dem Herzen. Daß wir die mystische Union von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft spüren, daß wir dem Kinde Israels in die Augen sehen können, daß wir anfangen und daß wir warten können, das ist das Glück. Fanatiker sagt ihr? Nun wohl, Fanatiker eines Werkes, nicht einer Ideologie, Fanatiker einer Berufung. Fanatiker in Gelassenheit wie „der stille Künstler, -der sein Bestes tat, versonnen wartend, daß der Himmel BÖ.C HERSCHAU „Pas junge Deutschland!', Monatsschrift, herausgegeben vom Reichsauss'chuß der deutschen Jugendverbände, Heft 6, Juni 1926. Neben einer hochinteressanten Darstellung des jugendlichen Lebens in Dänemark, die uns einen Einblick in die hccher.t- W'ckeite Kultur dieses Landes ■ewährt, möchten wir unsere Vcrcinsleiter auf eine Zusammenfassung der preußischen und Reichserlasse zur Forderung der Jugendpflege, Jugendbewegung und verwandten Gebiete hinweisen, die sehr viel Wichtiges r.uch für unsere Vereine enthält. Wir betonen bei.dieser Gelegenheit wieder die Wichtigkeit des Abonnements dieser Zeitschrift, die bei unserer Verbardsleiturg bestt-llt werden kann. Jeder Verein müßte mindestens ein Exemplar abonnieren. Angcnäflgt ist dieser Nummer ein Bericht über das Geschäftsjahr IV25 26, aus dem wir hervorheben, daß die -Kameraden, Deutschjüdischer Wan.derbur.d" neu in den Rai Ii saus schul] aufgenommen worden sind. ..R'ieinischc Jagend", Mitteilungen des Bezirksausschusses f;ir Jugendpflege im Regierungsbezirk Düsseldorf, Nr. 6. Juri 1926. .! lese N*-.:rr.m4r . enthält Darstellungen des Werwo'.f, des Jungbanr.ers und des Verbandes der Sozialistischen Arbeitcr- : J aus der Feder rdn Führern der befreienden Cr^anilcbrreich für die Kenntnis der verschiedenen deutle! wird der Gcclci" von Ir.'cresre sein. I fcHandbvck des Zcltlafcrlcbcns", von T. H. Holding, O'.to- Mpüv.widc-'Vcrlag, Hamburg 8. In Amerika ist das iCaroping", wie man dort das Zc!irieben nennt, längst |Allgemeingut geworden. Fast jeder Stortsmann bat dort sein Zelt, Bei uns beginnt das Wertvolle dieses Lebens errt jetzt ha Wassersport und in der . . - II I ^' >.C I I i I.U>> IIVll IUI UK IVCUlltim UV, >tl.,V.,ICUt.l^!l sehen Jugendorganisationen. Für Besucher der Gesylc der'Aufsclz ,..K'^endpf!cgja-4jiTcI Jugendbewegung auf d helfe". Das sei auch der Fanatismas, liebe Freunde, der an» Sein sieht. Ein üs zu sein. Und Ungläubig-Gläubige mit den Gläubigen der judischen Religion verbinden möge: Wir wollen unser Bestes tun und warten. Dr. Robert Salomon, Trier (Schlußwort): Die Sehnsucht, die Romantik, -die jeder jung«: Mensch einmal durchzumachen hat, muß überwunden werdenj Doch im stillen müssen die Weltanschauungen ausgcfochlen Vierden, vor einem größeren Forum aber muß die Tat wirken. RcJner erklärt, er könne nicht mit Gustav Löifler übereinstimmen, der die größte menschliche Vollkcmmcnheit in der freiwilligen Unterordnung unter das höchste Mensch kann höchst ethisch sein, ohne relig es kann ein Mensch ein wahrer jüdischer Gctieiiischaflsmensch sein, selbst wenn er sich nicht von dem religiösen Gefühl leiten läßt. Menschen wie de Jonge würden nicht die Arbeit aus Verzweiflung aufnehmen. Wenn sie praktische Arbeit leisteten. Wenn man hinausgeht zu den einfachen Menschen auf dem Lande, wenn man ihnen hilft, dann kann man die eigene Sehnsucht überwinden. Seid bescheiden und weidet tälige Juden! Schluß der Gencralaussprache. Antrag des Technischen Ausschusses betragend Satzungsänderungen. Es hat sich ergeben, daß die Satzungen Revision bedürfen schlage: Da:r.it der Vorstand verjüngt werden kann und die älteren Vorstandsführcr in Verbindung mit dem Versand bleiben, § 5 umzuändern in: „Aus bewährten älteren Verbandsführein, die nicht mehr dem Vorstand angehören, wird ein Beirat gebildet, dem seitens des Vorstandes fortlaufend cing« hend Bericht zu erstatten ist. Der Beirat ist in allen wesentlichen Vcrbar isangelcgenheiten gutachtlich zu hören. Die Mitglieder des Beirates werden auf tagueg gewählt und nehmen an. jeder Vofstandssitzung mit beratender Stimme teil." Um den ländlichen Vereinen entgegenzukommen, § 6 zu ändern in: von 1919 einer Der Ausschuß hat daku folgende Vor- Jugendbcwcgung erkannt zu werden. Das einer Delegierten- Zelt ist das Haus Heft, des gesunden Menschen. Wer es einmal kennen gelernt hat, wird immer sein begeisterter Anhänger bleiben. Die Frische urd Lfcberührtheit de{ N.itur wird s'ch ihm mitteilen und ihren belebenden Einfltiß auf Herz, Gemüt und Aörper nicht verfehlen. Es ist sehr zu begrüßen, daß wir die Erfahrungen eines allen englischen Pioniers des Zeltes kennen lernen. Wir lesen von der Anordnung des Lagers, dem Bau des Zeltes, der-Küche des Wanderers, den Geräten, und sind überrascht von der Fülle und einfachen Zubereitung der Speisen und Getränke ÜB Lager. So manche unserer Wandergruppen werden aus dem Büchlein w?rtvnlle Anregung schöpfin können. „Der Morgen", Zweimonatsschrift, 2. Jahrgang, 2. Juni 1926. Diese Zei'schrift ist eine Fundgrube tiefster Belehrung und sollte mehr noch als bisher unsere Arbeitsgemeinschaften befruchten. Ein Aufsatz über Salomon Mnimon, den tiefsinnigen Interpreten Kants aus der nacbmendelssohiischen Zeit, leitet die vorliegende Nummer ein. In klarer, c ndringiicher Form behandelt Friedrich Thicbergc-r „Jona. Hiob und das Problem der Gerechtigkeit.", ein Thema, das jeden i ach Klarheit über religiöse Fragen strebenden Menschen bcsciäftigen muß. Von den übrigen Aufsitzen heben wir hervor: Robert A. Fritzsclie: „Erwäg'ingen zü Nathan dem Weisen"; Julius Bab: „Goethe und die Juden "; Rudolf Hallo: „Die Schrift reichen vom Sinai und das Problem der Heiligen Schrift", „Der Jude", Sonderheft Erziehung, Jiidis*:her Verlag, Berlin. Eni Heft, daswir .alle studieren müßter, das unseren Arbeitsgemeinschaften für lange Zeit Inhalt g;bsn könnte! Leo Baecb schreibt zunächst über „Religion urd Erziehung". Er stellt Religiosität als kürsllerisches Vermögen dar und zeigt, daß der Gegensatz des religiösen Menschen der Philister ist, der ..Arahaarez". Religiosität und Erzieht ng sind aus der gleichen Wurzel. Diese kehrt sich dem eigenen Leben, jene dem des andere« zu, um zu gestalten und zu bilden. Relii giositüt ist csa* nach iunon gewandte Erstehung, Erziehung' 8- —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.