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Der Jugendbund · 1926-05-01 · 8 (1.5.1926) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
2 (1926)
Issue
8 (1.5.1926)
Date
1926-05-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Ober 3 Prob! vom Ganzen, von Einflüssen, die üb Sexualismus Dienst einer Idee, oder nationale Sexualismus und gen. Sexualismus der seelische Zeitalter haben flüchtige Erotik die Frage der M setzungea einzu sexuellen Bindun Zeit von 1800 b der Ehe zur Zi für möglich viel die Emanzipation scheinung. Die entläßt die heran eigener Tätigkei vaterlichen Woh führen. Gleichz eine erotische keinem Abschluß nicht angenehm ist unmöglich, nicht behandeln Der junge J religiös, wirtscha wehr so stark wachsen, wie es Liebesspiel und Faktoren ab. H vollkommen erot blühen unter Wc Einflüsse, wirtsc die Beziehungen scheinung, nur legitimste Bündn Leben unter andern V die Mischehe im körperlichen, ök< Mischehe ist dor danke a«ch die kommen erfaßt kommen. Mit unter die andern Wirtschaftsleben So konnte ich nur wenige Juder die selbslverstänll Großstadt in Kre nur unter sieb Pclzwarcchändlerp Die Mischehe diuig, einer wirt Stellung bei Eigenart unsrer diese dach viel i also die jüdische verbände, allgcr sehen, desto grö man kana auch an ehe-Koeffizienteo ..Bringt soziales Schädigung?" ko tariat am stark; I Hunderttausende sehen. daS der oder Ostea ia ei sein peschlechts Die aktive, über keiae Mitte Nichtjudan ejnen wirkt. Uatgekeh-t fachen Kreisen ohne Yorker die Zeit diese Bünd Mecsdi en < er großen historischen Entwicklung und den rall am Werke sind. 1 Erotik sind heute keine Triebe, die im in der Einstellung auf religiöse Postulate 1 'orderungen ihre Wirksamkeit entfalten. Erotik sind zwei verschiedene Erscheinunist der primitive körperliche und Erotik ist au. Die Großstadt und das kapitalistische ( en außerehelichen - Sexualismus und die i entfalten lassen. Man kann heute über schehe nicht sprechen, ohne auf die Voraus. en. Diese Befreiung des Mannes von g:n bis zur Ehe, bis zur Spätehe erfüllt die 1875. von da bis 1914 folgt die Umstellung he, die nicht mehr im Dienste 4er Religion fyachwuchs sorgt. Und seit dem Krieg tritt der jungen Jüdin wesenhaftest in die Eriegszeit bildet einen Abschluß. Die Familie achsenden Mädchen bei arm und reich zu Die junge Jüdin wartet nicht mehr in der ing auf den Freier, den ihr die Eltern zuig bringt diese wirtschaftliche Emanzipation 1 sexuelle Befreiung mitsich, die noch zu gekommen ist. Es mag in jüdischen Kreisen n, über diese Dinge zu sprechen. Aber es eme zu lösen, deren Voraussetzungen man UL le oder die junge Jüdin sind heute also ich, politisch, kulturell und körperlich nicht dem Judentum und der Judenheit verhre Väter vom JaVe 1000 bis 1800 waren. Eheschließung hängen von allen diesen t ist weder eine rein sexuelle, noch eine che Angelegenheit. Liebe und Freundschaft nsgleichen und Artfremden, — ökonomische ftliche und soziale Zusammenhänge fördern der Menschen. Die Ehe isC nur eine Erne Form menschlicher Bindung und das von Mann und Frau, einer Rasse und Religion verstreut und kern und Religionsgemeinschaften, so wird nathematischen Verhältnis zu ihrer geistigen, >mischen Isolierung stehen. Das heißt, die am geringsten, wo z. B. der religiöse Geemüler vollkommen beherrscht und sie vollder wo Juden nur mit Juden zusamraenm Grade ihrer Zerstreuung und Aufteilung enschen, mit ihrer Einordnung in das übrige wird die Mischehe stärker. B. beobachten, daß an kleinen Orten, wo wohnen, wie z. B. in der Mark, die Mischehe ichste Erscheinung ist, anderseits in der sen, wo Juden persönlich und wirtschaftlich ehren und leben (z. B. bei Konfektionären, die Mischehe kaum vorkommt, st bald die Folge einer erotischen Empfinhaftlichen Lage oder einer politischen Einer religiöser Ucberzeugung. Bei aller seelischen Licbesvorstellungcn richtet sich h den vorliegenden Objekten. Je mehr wir Jugend in allgemeine Jugendvereine, Sporte politische Organisationen untertauchen wird die Zahl der Mischehen werden. Ja, dem Beruf des Juden einen eigenen Mischfeststellen. Anläßlich einer Preisarbeit: und wirtschaftliches Aufsteigen der Rasse te ich nachweisen, daß das jüdische Prolezur Mischehe neigt. Ich habe damals von Fällen statistisch bearbeitet und gedische Arbeiter, der irgendwo im Norden m Hinterhaus zur Aftermiete wohnte, auch en mit seiner Umgebung teilt, wegliche, intellektuell begabte Jüdin, die erfügt, findet im allgemeinen leichter unter Mann, auf den sie seelisch und erotisch einhat das christliche Mädchen aus den einziger Hemmungen sich Juden hinzugeben, irat auszumachen. Trotzdem legalisiert die die Gewohnheit, Schwangerschaft und — 7 ve rk ni£ ßig ähnliche Momente führen dazu, das Verhältnis zu einem dauerhaften zu machen. So sehen wir die verschiedensten Ursachen am Werk. In England und in Amerika ist die Mischehe nicht so stark verbreitet. In beiden Staaten ist das Gesellschaftsleben und die gesellschaftliche Differenzierung noch umrissener und ausgeprägter wie bei uns. Das Judentum hat dort einen ausgesprochenen Gesellschaftscharakter. Außerdem hat in den angelsächsischen Ländern die sexuelle Lockerung, besonders das freie sexuelle Leben des Mädchens nicht in so augenfälligem Maßstab stattgefunden wie in Deutschland. Dia Kirchengemeinde hat ihren gesellschaftlichen Charakter noch stärker behalten. Wir fassen also zusammen: Die Mischehe ist der Ausdruck der sexuellen Wahl einer zersprengten Gemeinschaft, wobei erotische, wirtschaftlich« I und soziale Gründe im Vordergrund stehen. Je mehr die stärksten persönlichen Beziehungen und geistigen Vorstellungen zwischen Juden und Nichtjuden gepflogen werden, müssen die Mischehen zunehmen. Die Mischehe ist gewissermaßen der Gradmesser für das Aufgehen im Kulturkreis der Umwelt, für das Zusammenleben mit den Nichtjuden und für das Sinken der religiösen Idee. Die Mischehe ist eine soziologische Erscheinung. Je ge» ringer die persönliche Anteilnahme an der jüdischen Gemeinschaft, an den sittlichen und nationalen Gütern ist, je weniger der einzelne mit den Seinen zusammenkommt, desto weniger leicht wird er in diesen Kreis heiraten. Ist es dem Individuum ferner nicht möglich, vorehelich oder überhaupt sexuell mit einem jüdischen Pariner'zu verkehren, so wird es Mittel und Wege suchen, mit einem nichtjüdischen Partner sein Anrecht darauf zu finden. Obwohl sich die jüdische Lehre und die Gesellschafismoral dagegen stemmen, hat längst die männliche jüdische Jugend und neuerdings auch große Teile der weiblichen, sich auch in diesen Dingen von dem alten Gesetz der Keuschheit freigemacht. Abgesehen von religiöser Bceinflussur^ wird nach andern Mitteln der Beeinflussung gesucht. Erziehung und Umgebung sind wichtige Faktoren in unserm Leben: intensi#«-|—*. jüdische Erziehung (jüdische Schulen) und jüdische Verein« (Jugendvereine, Sporlverbände). Trotzdem besteht die ero- ' tische Anziehungskraft des Fremden, Besonderen, Andern, die geistige Aktivität beim Juden, sein temperamentvolles Aussehen, anderseits die stattliche Erscheinung des blonden Deutschen, seine Ruhe und Gleichmut (Ses extremes ses touchent). Ebenso sind wirtschaftliche Erwägungen bedeutsam. Das christliche Mädchen und der christliche junge Mann sind billiger, begnügsamer, weniger berechnend in ihren Ansprüchen, Man braucht die vielen Wirtschaftsmöglichkeiten nicht an« zuführen, die das Zustandekommen der Ehen und der Mischehen begünstigen. Am stärksten ist der Einfluß dort, wo die Heirat als ein Geschäft, als wirtschaftliche Unternehmung ohn« weitere arriere-pensees aufgefaßt wird. Paßt in eine derartig« Kalkulation ein entsprechendes Angebot, die materielle Substanz, dann wird die Teilhaberschaft, die eheliche Kompagnie, geschlossen. Bei den Juden hat die Ehe stets einen Wirt, schaftscharakter gehabt, nur hat die nationalreligiöse Voraussetzung die Kombination mit Nichtjuden ausgeschaltet. Jetzt schiebt sich das soziale Prinzip in den Vordergrund, das nationalreligiöse tritt zurück. Im allgemeinen ist das Angebot für Mädchen wirtschaftlich nicht besonders verlockend. Früher standen zwar christlich« Schwiegersöhne (Adel usw.!) höher im Kurs, jetzt sind sie nur deshalb beliebt. Sie sind billiger, genügsamer, sie verlangen keine so große Mitgift. Auch der Jude, der eine. Christin aus einfachen Kreisen nimmt, hat weniger ökonomische Verpflichtungen gegenüber der Familie und Frau. Die Christin aus den unteren Ständen arbeitet lieber mit, Isi wirtschaftlicher, anspruchsloser. Erst die .Jüdin, die selbst lange Zeit im Wirtschaftskampf stand, hilft dem Mann durch eigenes Mitverdionen, paßt sich der schweren Zeit an. Und so gibt es Christen, die kluge Jüdinnen heiraten, weil diese das Geschält besser verstehen. So wechseln wirtschaftliche Ucbcrtragungcn mit national-erotischen Empfindungen ab. Weichliche „germa» nische" Typen finden kuragierte Jüdinnen, die sie und ihr Geschäft dirigieren, und quecksilberhafte Juden leben mit blonden Gretchen zusammen, die mit größtem Gleichmut di« Temperamentsausbrüche ihres Partners ertragen. Sexualität,

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