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Der Jugendbund · 1926-04-22 · 6 (22.4.1926) · p. [Seite]

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Journal
Der Jugendbund
Volume
2 (1926)
Issue
6 (22.4.1926)
Date
1926-04-22
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Ton den Teilnehmern gezahlt werden müssen, alle andern Veranstaltungen sind kostenlos. 4. Die Auskunftsstelle des Verbandes befindet sich Freitagnachmittag ab 3 Uhr und am Samstag im Jugendheim, Oststraße 50. Abholen von der Bahn ist infolge des Pfingstverkchrs nicht möglich. Die Teilnehmer erhalten klein« Stadtpläne. Bisher eingegangene Anträge 1. Antrag Rabb. Dr. Klein und Herbert Felsenthal: Das Verbandsorgan ist von Seiten der Vereine für jedes Mitglied, bei mehreren Mitgliedern einer Familie für die Familie zu halten. X Antrag Rabb. Dr. Klein and Herbert Felsenthal: Der Verbandsbeitrag beträgt monatlich 5 Pfennig pro Vereinsmitglied. 3. Antrag Jngendbnnd Magdeburg: Wir beantragen, durch ein Preisausschreiben einen W e 11. bevtrb unter den Künstlern und künstlerisch eingestellten Mitgliedern der Verbandsvereine zur Erlangung -geeigneter künstlerischer Entwürfe für ein Verbandsabzeichen auszuschreiben, das für Briefköpfe, Beitragskarten, Anzeigen, auch als Exlibris und Nadel Verwendung finden kann. fn den Entwürfen soll der kultur- und einheitfördernde Gedanke des Verbandes zum Ausdruck gebracht werden. Als Preise dienen Bücher oder Geld, die vom Verbände zur Verfügung zu stellen sind. Ein Preisrichterkollegium, dem alles Weitere obliegt, soll aus fünf künstlerisch gebildeten Verbandsmitgliedern bestehen. Wir halten das Verbandsabzeichen für eine die Verbandsarbeit in ideeller wie praktischer Beziehung stark fördernde Einrichtung. 4. Antrag Nordwestdeutschland: Die Wahl zum Posten des 1. Vorsitzenden des Verbandes Die Arbeit Am 1*8. April fand in Chemnitz eine Delegiertentagung des Landesverbandes Sachsen statt. Vertreten waren die Vereine Chemnitz, Dresden, Gera, Görlitz, Leipzig, Plauen und Zwickau. Die Tagung war einer Aussprache über die praktische Vereinstätigkeit gewidmet. Die Berichte der einzelnen Vereine förderten viel Brauchbares zutage. Wir entnehmen dem Protokoll, daß in Leipzig die Gruppenorganiaation sorgfältig durchgeführt ist. Es bestehen musikalische, dramatische, literarische, jüdisch-kulturelle und Wandergruppen. Dresden läßt seine Vorträge größtenteils von eignen Mitgliedern halten und betätigt sich auf sozial-charitativem Gebiete; die Jüngsten sind in einer Schülergruppe zusammengefaßt. Chemnitz hat eine Monatszeitung gegründet und eine Sportgruppe mit dem RJF. Besonderer Wert wurde auf die Ausgestaltung der Heimabende gelegt. Auf sozialem Gebiet betätigte sich der Verein erfolgreich mit seiner Klciderhilfe. Der kleine und junge Verein Plauen arbeitet sehr erfreulich; hervorzuheben ist ein Zyklus über jüdische Entwicklungsgeschichte. — Es wurde nach längerer Aussprache folgende Resolution gefaßt: „Der sächsische Landesverband stellt fest, daß der Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands nicht die Organisation einer allgemein jüdischen Jugendbewegung im Sinne der Meißner Formel ist, und daher nicht in irgendeinem Gegensatz zu den Organisationen der jüdischparteilichen Jugendbewegung steht." Die Sommerarbeit soll tatkräftig in Angriff genommen, insbesondere Treffahrten unternommen werden. — Die Tagung bot ein Bild regen Lebens und wird sicherlich praktische Erfolge zeitigen. fn Anwesenheit des Verbandsvorsitzenden versammelten ■ich am 11. April die Führer des Landesverbandes Pfalz-Saar in Kaiserslautern. Es erschienen Vertreter aus Frankenthal, Kaiserslautern, Landstuhl, Ludwigshafen, Neunkirchen (Saar), Saarbrücken und Speyer. Nach dem Bericht Dr. Kleins über den Verband hörte man die einzelnen Vereinsberichte. Man klagte allgemein über große Gleichgültigkeit, sowohl der Jugend als auch der Alten. Besser scheinen die Dinge im Saargebiet und in Speyer zu stehen. Man erkannte schließlich die Notwendigkeit intenist durch geheime Wahl zu tätigen, falls mehr als ein Kandidat nominiert wird. Bezirksverband ~ der Jüdischen Jugendvereine Nordwestdeutschlands. 5. Antrag Jugendverein Dierdorf betrifft die Unterstützung ländlicher Vereine. Der Antrag wird von der Verbandsleitung aufgenommen werden. 6. Antrag des Landesverbandes Sachsen: Die Reichsdelegiertentagung wolle beschließen: Es wird ein Vereinsabzeichen in Form einer Nadel geschaffen, zum äußeren Ausdruck der Zusammengehörigkeit. -_7. Antrag des Landesverbandes Sachsen: Die Reichsdelegiertentagung wolle beschließen: Es wird der Posten eines besoldeten Geschäftsführers für den Verband der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands geschaffen werden. Weitere Anträge können nur berücksichtigt Werden, wenn sie bis spätestens 5. Mai schriftlich bei der Verbandsleitung eingegangen sind. Wegen der Delegiertentagung und des Schowuausfestes erscheint die nächste Verbandsnummer bereits am 18. Mai. Redaktionsschluß ist am 10. Mai. Die Landesverbandsleiter werden an die Tätigkeitsberichte erinnert. Aeltere Jahrgänge unsrer Zeitschrift für die Deutsche Bücherei. Der Deutschen Bücherei in Leipzig, die bekanntlich die Auf gäbe hat, das gesamte deutschsprachige Schrifttum der Gegenwart einschließlich der Zeitschriftenliteratur zu sammeln, ] zu verzeichnen und der Forschung zu erschließen, fehlen noch von unsrer Zeitschrift die Jahrgänge 1 bis 12 (früher Mitteilungen). Leider sind diese Hefte in unsrem Büro vollständig vergriffen. Wir richten deshalb an unsre Leser die Bitte, die kulturellen Ziele der Deutschen Bücherei dadurch zu unterstützen, daß sie die fehlenden Nummern zur Aufbewahrung in dieser Bibliothek nach Möglichkeit uns zur Verfügung stellen. *! im Verband i siver Arbeit an und will am 9. Mai eine Delegiertentagung nach Saarbrücken einberufen. Die für den 18. April beaSsichliglc Tagung des Landesverbandes Baden mußte verschoben werden. Die Berichte dieses tätigen Landesverbandes lauten sehr erfreulich. In Württemberg hat die neue Landesverbandsleitung f mit viel Gleichgültigkeit zu kämpfen. . Am 18. April ist nun auch der hessische Landesverband wiedererstanden, den wir herzlichst begrüßen. Der Bericht steht noch aus. Wir wissen nur, ,daß unser ver- \ ehrler Gustav Lcffler sich wieder zur Verfügung gestellt und das Referat gehalten hat. Die großen Vereine dieses Landesverbandes sind nun alle bis auf Mainz wieder an der Arbeit, und wir können berichten, daß auch dieser Verein am 29. April wiedererstehen wird. Der rheinisch-westfälische Landesverband wird am 9. Ma^i wieder einmal seine Führer in Essen zusammensehen. Mit Nordwestdeutschland stehen wir in regster Verbindung und freuen uns über die gute Arbeit, die dort geleistet wird. In dieser Woche wird der Verein in Soest wieder begründet werden. Aus dem Gebiete der Arbeitsgemeinschaft Anhalt liegt uns ein Bericht des Vereins Bernburg vor, der von guter Arbeit zeugt. Ein Jahresbericht des Vereins Forst i. L. aus dem Mitteldeutschen Landesverband zeigt, wie ein kleiner Verein trotz vieler Schwierigkeiten es verstanden hat, auf der Höhe zu bleiben. Zum Schluß ein Bericht aus Frankfurt am Main vom Jüdischen Jugendring. Am 27. März fand die erste Veranstaltung des Jüdischen Jugendrings Frankfurt am Main statt, die von annähernd 400 Personen besucht war. Aus der Erkenntnis der fortschreitenden Zerklüftung und Atomisierung der Judenheit und einer geistigen und menschlichen Fremdheit heraus haben sich, wie der Vorsitzende, Herr Ernst Holzer, ausführte, fast sämt- - 13 —

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