Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 6 (22.4.1926)
- Date
- 1926-04-22
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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liehe Jugendorganisationen Frankfurts zusammengeschlossen zum Jüdischen Jugendring Man wollte in ehrlicher und wahrhafter Aussprache den schl.igwurtentklcideten Kern der Gegensätzlichkeit finden und dadurch ein Sichkennerlernen und Sichachtenlcrncn über die Schranken der Parteien hinaus ermöglichen. Das Wort nahm al-dann Herr Martin Goldner zu seinem Referat über „die Aufgaben der jüdischen Jugend in Deutschland". In seinen an Form und Inhalt glcichvollendeten Ausführungen zeigte er zunächst auf, wie die Jüdische Jagend in Deutschland von der Wandervogel-Idee der deutschen Jugendbewegung ausgehend, sich allmählich in den jüdischen Jugendbünden fand, die trotz ihrer Verschiedenheit in der Tendenz doch alle auf dem Boden der gemeinsamen jüdischen Vergangenheit ständen — ein Bewußtsein, das durch das Wissen um' jüdische Geisteswerte vertieft und verstärkt werde. 'Indem er dann die Anteilnahme der jüdischen Jugend an Wandern und Sport strei'te, zeichnete er schließlich die kulturelle Verbundenheit der „deutschjüdischen" Jagend, der er angehöre, zur deutschen Kultur, zum deutschen Wesen. In der Aussprache, in der sich die Führer und Vertreter fast sämtlicher Jugendorganisationen beteiligten, wurde in Rede und Gegenrede manch gutes Wort über die Aufgabe und den Weg der jüdischen Jugend in Deutschland im allgemeinen und des Jüdischen Jugendrings in Frankfurt am Main im besonderen gesagt. Den anregenden Abend, der mehr als ein bloßer Tastversuch war, schloß der Vorsitzemde in später Stunde, mit dem berechtigten Wunsche, daß dem Jugendring auch bei seiner weiteren Arbeit, von der jüdischen Jagend und darüber hinaus von der jüdischen Oeüentlichkeit die Beachtung geschenkt werde, die ihm gebührt. VEREINSNACHRICHTEN Mitteilungen des Bezirksverbandes jüdischer Jugendvereine Westdeutschlands 1. Wir ersuchen wiederholt um Beantwortung der statistischen Anfragen in Nr. 4. Letzter Termin: 1. Mai. 2. Gleichzeitig bitten wir ebenso dringend um F.insejidnng der -. Fragebogen für die Delegierteniagung. Die Mitteilungen über die Tagung sind unter den Verbandsnachrichten zu finden. 3. Die Vereine werden ersucht,, einen oder mehrere Heimabende den Fragen jüdischer Hygiene und Wohlfahrtspflege zu widmen. Es wird erwartet, daß sie sich im Sommer zu einer Besichtigung der Getolei aach Düsseldorf begeben. Material stellt die Geschäftsstelle zur Verl fügung. . ..._„. 1. Die Bezirksleiter werden um Bericht über die Trefiahrten ihrer Vereine ersucht. 5. Redaktionsschluß für die nächste Bezirksausgabc: t. Mai. Mit Verbandsgruß! Herbert Felsenthal. " Verein der jüdischen Jugend, Aachen Anschrifi: Hans Frarelcen, WilhelmstraBe 109. 25. 4. Treffa'nrt mit Düren ur.d Düsseldorf. Jüdiseher Jugeridvcrein, Düren 25. 4. TTeRshrt rr.it Düsseldorf und Aachen. Führung: Herbert y Felscr.thal. 4. Heimabend. Thema: Uricl d'Acosta; Referent: Karl Bender. ' 4. 5. Heimabend. Thema: Spinoza: Referent: Otto Edier. Jüdischer Jiifjendverein, Düsseldorf * Arschrllt: Leopo'.J Vo;:eL Graf-Adolf-StraS« 73. Heim: OitstreGe 50. 23. 4. F.eitag-Abendfeier; Leitung: L. VogcL 25. 4. Tageswanderung. Treffa^-rt mit Aachen und Düren in der EifeL Abfahrt 8.2^ Hhr HauptbahnhoL Rückfahrt g«:gen 9'j Uhr. Fahr'urtc 4. Klasse und zurück nach Düren. Preis 4.20 Mark, Rucksack', crpflegung. Die "Teilnehmer tre'fen sich e-ne viertel Stunde vor Abgang de* Zu-.';* am Kiosk von Hugo Wilhelm. Führer: Herbert FflsenthaU 27. 4. Heimabend: Jugendfürsorge; Referat: Fräulein Emma Levischn; Leitung: Mine Meier. 2. 5. Morgenwanderung am Rhein. Treffpunkt 0 Uhr Corneliusplatz: Rückkehr gegen 1 Uhr. Führer: H. Spiegel. 4. 5. Heimabend: Die Ostiudenfrage; Referat: Walter David. Leitung: Herbert Felsenthal. 7. 5. Freitag-Abendfeier. Leitung: Rabbiner Dr. Klein. 2. 5. 8'j Uhr: Wiederbeginn des hebräischen Kursus. 29. 4. Geschichti-Arbe.itsgemeinschaft; von jetzt ab 14 lägig Donnerstags, erstmalig am 29. ApriL 6. 5. Künstlerische Arbeitsgemeinschaft: Nächster Arbeiteabend Donnerstag, den 6. Mai. Band jüdischer Schüler nnd Schülerinnen Düsseldorfs. 24. 4. 6 L'hr: Heimnachmittag: Die Augen des ewigen Bruders ron St. Zweig. 25. 4. Die Aelteren kennen an der Wanderung des Jugendvereins teilnehmen. Für die Jüngeren Wanderung nach Essener Stadtwald über Hösel, Kettwig. Treffpunkt 6,45 Uhr Hauptbabnhof. Fahrt nach Ratingen, 70 Pfg. 2. 5. Wanderung nach Angermund über Kalkum. Treffpunkt 7,15 Uhr Tonhalle; Fahrt bis Unterrath; 50 Pfg. Jüdischer Jugendbund, Euskirchen Anschrift: Dr. Schweizer, Kessenicher Straße 36. 25. 4. Nachmittags 5 Uhr: Vortrag des Verbandsvorsitzertden Rabbiners Dr. Klein, Düsseldorf, über: „Neue Aufgaben des Jugendvereins". Jüdischer Jugendverein, Jülich Anschrift: Berta Sommer. 2. 5. (Lag-Biaumer.) . Ausflug zur Dreilägerbach-Talsperre, Kalltal, Nideggen. Abfahrt 6,38 Uhr nach Düren, von dort Postauto bis Jägerhaus. Rückkehr 9 Uhr. Rucksackverpflegung. Führung: Hugo Voß. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung wegen der Fahrscheine. Jüdischer Jugendbund Gabriel Riesser, Köln Anschrift: Hans Goldberg, TrajanstraCe 25, part. Telephon: Ulrich 2116. Heim Cecilieiistraße IS 22. ■ Jeden Freitagabend: Feier im Hehn. Mitteilungen des Rheinisch-Westfälischen Bezirhsverbandes 1. Die Vereine werden gebeten, die Fragebogen zur Delegiertenta'iun < umgehend nach Düsseldorf einzusenden. 2. Dia Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzende,) der Vereine werden zu »iner letzten Besprechung anläßlich der Düsseldorfer Tr.gung aui Sonntag, den 9. Mai, vormittags 10 Uhr, in das Gemeindehaus Essen, Steeler Straße 291, hiermit eingeladen. Dr. Hab,n. - Jüdischer Jugenebur.d, Duisburg Anschrift: Lehrer und Prediger Fritz Kaiser, Duisbcrg-Fuhrort. Jeden Freitag 8H Uhr: Freitagabendfeier im Gemeindczimmer, Junkernstraße. Jüdischer Jugendverein, Hssen Anschrift: Rabbiner Dr. Hahn, Emilie, straße 59. Montag, den 26. April, abends 814 Uhr, im Gemeindehaus, Steoler Straße 29 I: „Klinge, kleines Frf'hlingslied", ein Heimabend, ausgeführt vom Schauspieler Kiel vom Stadttheater Essen. Jüdischer Jugendverein, Geilenkirchen Anschrift: Alfred -Teymajrn, Bergmannstraße 41. Die Freitagabendfeiern finden während der Sommermonate nicht statt Der Literarische Zirkel wird weitergeführt und erfolgen hierzu besondere Einladungen. 27. 4. Heimabend über das Thema: Die große Düsseldorfer Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (Gesolei) und ihre Sondergruppe „Hygiene der Juden". Referent: Herbert Fersenthal, Düsseldorf. Der Heimabend findet pünktlich S!> Uhr abends ia der AmosJogc, Bahnhofstraße 14 (Schauburg), statt. Wir erwarten stärkste Teilnahme, zumal der Jugendverein beabsichtigt, die Gesolei, insbesondere die jüdische Abteilung, in diesem Frühjahr gemeinsam zu besuchen. — 14 -