Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 11 (1920)
- Issue
- 3 (8.1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 84 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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84 Strauß- Berlin würben die Leiter des jungjüdischen Wanderbundes, der die Wandergruppen des Verbandes einheitlich zusanimenfassen, geistig und technisch leiten und sie zu einem Jungbrunnen des Verbandes und damit für das gesamle Judentum machen soll. Mit neuen Impulsen kehrt die Jugend von Frendenberg heim: Aufgabe der Vereine, insbesondere deren Vorstandsschaften muß es nun sein, das große Erleben dieser Tage nicht in technischen Schwierigkeiten des Alltags verflachen zu lassen, sondern mit bewußtem Verständnis den Wandergeist zu fördern und allen Gliedern der Vereine zu vermitteln. Wenn der „Verein" in seinen Vortragsabenden Kenntnisse und Geistigkeit, in seinen Kursen und Freitagsabenden religiöses Erleben und sittliches Wollen weckt, die „Wandergruppen" Freude an der Natur und Stählung des Körpers schaffen, beide aber in inniger Harmonie und gegenseitiger Ergänzung ein Vorbild selbstlosen Gemeinschaftssinns Iverden — dann kann und muß unsere jüdische Jugendbewegung einen gewichtigen Faktor bilden bei der Erfüllung der messianischen Aufgabe unseres Judentums. Einer von den bayrisch-jüdischen Wanderern. Die Reidisfdjulkonferenz! Vom 11. bis 19. Juni hat die so viel Aufsehen erregende Reichsschulkonferenz stattgesunden. Sie setzte sich aus 650 Vertretern der Universitäten, der Oberlchrerverbände, Volksschullehrervereine, Jugendbewegungen, der Städte, Regierungen und der großen Wirtsfchaftsverbände usw. zusammen. Ter ganze Verlauf der Tagung zeigte, wir der Reichsniinrster des Innern Tr. Koch in seinem Schlußwort mit Recht seststellte. Würde und ernstes Mühen bei allen Gruppen, so daß für die Neugestaltung des Schulwesens bedeutendes Material geliefert und vor allem der Grundstock zu einem Einheitsschulgesetz gelegt wurde. Bindende Beschlüsse wurden nicht gefaßt. Auf die verschiedensten Referate im Plenum folgte eine eingehende Aussprache, die in 20 Ausschüssen ihre Fortsetzung fand. „ Bei den Verhandlungen über die Organis-ation unseres Schulwesens nach dem Einheits sch ulgedanken platzten die Geister am härtesten aufeinander. Philologen, Zentrum und evangelische Orthodoxie standen als geschlossener Block den Schulreforniern aus den Kreisen der Volksschullehrer, der Jugend und der politisch links gerichteten Gruppen gegenüber. Alle Ausschüsse stellten Leitsätze auf, welche dem Plenum vorgelegt wurden: dem Ausschuß 2