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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1920-08-01 · 3 (8.1920) · p. Seite 67

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
11 (1920)
Issue
3 (8.1920)
Date
1920-08-01
Page
Seite 67 (sequence 13)
Language
German
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67 die „obere Welt" ist in ihm enthüllten." Das Göttliche mutz, um als solches erkannt zu werdiM, im Bewußtsein des Menschen leben. Der Spiegel aber, der die „Strahler des Göttlichen" auffängt, ist die Seele. Und nur die Seele macht 3o§ Wesen des Menschen aus. „Was ist der Mensch? Ist er nur Haut,!Fleisch, Knochen und Adern? Dem ist nicht so. Ter wahre Mensch ist die Seele, und die Dinge, die wir genannt haben, Haut, Knochen, Fleisch und Adern, sind nur ein Getvand, eine Hüll^ aber nicht der Mensch. Wenn der Mensch weggeht von der Erde, entkleidet er sich! dieser Hüllen." (Schemoth.) Alle Seelen sind aus dem absoluten,! unfatzbaren Sein hervorgegangen und kehren zu ihm zuruck. „Alle Seelen", sagt der Zohar, „sind der Wanderung unterworfen, und diss Menschen kennen nicht die Pfade des Ewigen. Sie wissen nicht, datz die Seelen zu Gericht gezogen wurden, bevor sie in die Welt eintraten und wissen nichts von den vielen Umwandlungen und geheimen Prüfungen, die die Seelen zu bestehen haben, bis datz sie zurückkehren in den Palast des himmlischen Königs, von dem sie ausgegangen sind." (Schemoth.) So muß denn die Seele viele Wandlungen durchmachen, viel Leid erduldet haben, bis sie sich zurückfinden darf zu ihfem Schöpfer. Doch kann auch schon in diesem irdischen Leben die See(e, d. h. der Mensch sich mit Gott als vereint empfinden durch die Liekststaten, die er seinen Mitgeschöpfen ertveist. Und wenige^wir sind ijs, die dieser Verbindung mit Gott während ihres irdisches Daseins teilhaftig tuerden. jFn einem der verborgensten und erhmensten idle des Himmels ist ein Palast, den man „Palast der Liek^" neitnt. Dort sind die tiefsten Geheimnisse bewahrt, und dort sind^ himmlischen König geliebt König.... mit den heiligen Seele Küsse der Liebe". (Schemoth.) feelen, die Liebe erweisen und vom >ver!>en. Dort wohnt der himmlische n und vereinigt sich mit diesen durch Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen ist es, die die menschliche Seele zu Gott emporträgt. „In der Liebe ist das Geheimnis die höheren und niederen Stufen auf jene Stufe, wo alles eins ist heimnisvoll gehaltenen Worten den, daß er in seinem Namen und dem Menschen ausgedrückt „Was" (^leti), der Schöpfer und der Einheit Gottes. Sie ist es, die aneinander knüpft. ,Sie erhebt alles' (Wajikrü.) Aus allen diesen gespricht die religiöse Sehnsucht des Mystikers der das Verhältnis s icht zu seinem Gott. Und so sehr wünscht der Schöpfer bei seinen Geschöpfen die Sehnsucht, ihn zu findie Verbindung mit seiner Welt hat: Das „Wer"? (mi) und das das Geschöpf zusammen geben Gott seine Bezeichnung (ölobim) (Vorrede). Mag die Wissenschaft mit diesem Gedanken anfangen, was immer sie will: sie wird fpin Wesen nicht erschöpfen. Dem jüdischen Volke'äber erzählt er, wie die Ahnen Sieger wurden über Not und Vergänglichkeit. „Nicht durch Macht jinfi nicht durch Kraft, sondern dutchden Geist Gottes" (Secharja IV.). Hei rrich Speyer, Frankfurt a. M.

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