Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 11 (1920)
- Issue
- 3 (8.1920)
- Date
- 1920-08-01
- Page
- Seite 59 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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59 arbeit sehen, die an zahlreichen Gemeinschaften geleistet worden imdert werden: „Machet die Augen auf und' ihr iverdet viel Klein- Plätzen von den schon bestehenden ist." Nur sind dies eben keine parademäßigen Prunkleistungen, > sondern ruhigen, sicheren Schrittes wird der Weg durchmessen werden, der über Bibel- und Talmudwissen, über Kenntnis der Geschichte unseres Volkes, sowie Eindringen in die Literatur voii Vergangenheit und Gegenwart zum Ziele fuhren soll.!! Wenn bei diesen Ausführungen immer wieder die Worte der Jungen in den Vordergrund traten, so möge dies nicht ausgefatzt werden, als wolle man die langjährige, bewährte Mitarbeit der alten Verbandsfreunde nicht gksbührcnd anerkennen. Nichts liegt uns ferner als dies.. Was wir Jungen verlangen, ist nichts tvcitcr als daß man unserem tvahrhaft efnsten Streben das nötige Verständnis entgegenbringe. Einige, die ganz offen bekannten, daß sie uns auf diesen neuen Wegen nicht mehr begleiten könnten, legten ihre Vorstandsämter nieder. Man mußte Achtung haben vor diesem offenen Bekenntnis: dieser Schritt bot andererseits die seit langem erstrebte Gelegenheit, eine Verjüngung des Verbandsvorstandes herbeizuführen. Noch manche andere Frage sollte in den Kreis der Erörterungen gezogen werden, doch verhinderte die vorgerückte Stunde ein längeres Verweilen bei den einzelnen Gegenständen. Zur Palästinafrage konnte Dr. Apfel unter der Zustimmung der Versammlung die Haltung der Mehrheit des Verbandes mit den in dent Artikel „Palästina" in Heft 2 unserer „Mitteilungen" niedergelegten Leitsätzen identifizieren. In den weiteren „Mitteilungen" wird unter der Rubrik „Sprechsaal, zur Palästinafrage" rin Meinungsaustausch über diesen Punkt den Verbandsfreunden ermöglicht werden. Weiterhin gab unser verehrter Dr. Löffler Richtlinien für die Arbeiten in den einzelnen Vereinen. Ta aber die Mehrzahl der Telegierten diesen so wichtigen Tarlegungen nicht mehr folgen konnten, entsprach Dr. Löffler, vielseitigen Wünschen und wird seine diesbezüglichen Ausführungen schriftlich nicderlegen.; Ganz zum Schluß gab es noch einige Mitteilungen geschäftlicher Natur, und gegen 9 Uhr abends konnte die Sitzung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf unsere Jugendbewegung für beendet erklärt werden. Sache der Telegierten wird es nun sein, allerorts dem oft zitierten Gemeinschaftssinn zum Siege zu verhelfen. Tann wird auch die Vorstandssitzung des 27. Juni zu Eisenach in der Geschichte unseres Verbandes stets , die ihr gebührende Rolle spielen zum Heile unseres Verbandes, wie zum Wöhle der jüdischen Gesamtheit . Fritz Levy, Aschaffenburg. 2*