Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 250 (sequence 90)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/4926451-6352298-6352431--2000-4928087- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
250 kratische Wahlrecht. (Zuruf: Jawohl! Das ist dasselbe!) — Nein, das ist nicht dasselbe. Vorsitzender Dr. Apfel: Das ist nicht mehr zur Geschäftsordnung, Wir stimmen ab. Wer ist gegen Leitsatz 1? — Niemand! Dann darf ich die einstimmige Annahme feststellen. Wer ist gegen Leitsatz 2? — Niemand! Einstimmig an. genommen. Leitsatz 3, zunächst der erste Satz. Wer ist dagegen? — Angenommen. Nun zu a). Da liegen verschiedene Anträge vor, zunächst der, den Antrag in der Form von Dr. Rieger 'anzunehmen das ist derweitgehendste —, dann die Anträge von Herrn Pinthus, die Beitragsfcstsetzung zu streichen. Wer ist für den Riegerschen Antrag? — Bitte um die Gegenprobe. — Ich meine, daß sich die Gegenprobe nur gegen den Satz mit den 5 Mark richtet. (Zustimmung). — Also gut! Wer ist für die Streichung? Die Riegersche Formulierung ist abgelehnt worden. Also alle Sätze sind angenommen, mit Ausnahme dieses 5 Mark-Satzes. Wer ist nunmehr für Streichung? (Zuruf: Mißverstanden!) — Ich glaube, wir können uns dahin einigen, daß die Forderung aufzustellen ist, daß die Gemeinde (Zwischenrufe und Unruhe) — so kommen wir nicht weiter, ich ersuche um Ruhe! — Wer ist für Streichung dieses 5 Mark-Satzes? Also der Satz wird gestrichen. Wir kommen zu d). Wer ist für Annahme? — Bitte um die Gegenprobe, — Der Antrag ist abgelehnt. Also wird der Satz gestrichen. Leitsatz. «•). Wer ist für Annahnie? — Bitte »in die Gegenprobe. Er ist. abgelehnt, wird al'o auch gestrichen. « Gegen <l) ist wohl kein Widerspruch. -- Angenommen, e) wohl desgleichen, gegen k) auch kein Widerspruch, gegen z) auch kein Widerspruch. Nun aber II, 1 kein Widerspruch. — 2 kein Widerspruch! Nun müssen wir zunächst den ersten Sah nehmen. Da ist beantragt worden: Die Jugendvereine fordern ein demokratisches Gemeindcwahlrecht. Wer ist für diese Fassung? — .Ich bitte um die Gegenprobe. — Er ist einstimmig angenommen. Nun Satz 2. Ta ist kein Widerspruch. — Gegen 3 auch nicht. Dann kommt ein Zusatzantrag Steinhardt: „Darum ist eine Vertretung der Jugend in den Gemeinde- ' körperschiften, nämlich Vorstand und Repräsentantenversammlung, anzustreben." Wer ist dafür? — (Zuruf: Fordern!) — Es steht da, „anzustreben!" Ich bitte um die Gegenprobe. — Mit Einstimmigkeit angenommen. /Zuruf: Noch einmal verlesen, da hier die Worte nicht verstanden worden sind!) — Meine Stimme versagt bald; es muß unbedingt Ruhe herrschn. Ich wiederhole: „Darum ist eine Vertretung der Jugend in den Gemeinde-, körperschaften, nämlich Vorstand und Repräsentantenversammlung, anzustreben."