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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-10-01 · 6/8 (Oktober/Dezember 1919) · p. Seite 249

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
6/8 (Oktober/Dezember 1919)
Date
1919-10-01
Page
Seite 249 (sequence 89)
Language
German
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249 — herauszustreichen. Ich glaube, es genügt, wenn wir die Gemeind« darauf Hinweisen, daß sie einen Beitrag leisten soll. Vorsitzender Dr. Apfel: Das geht schon in die Sache hinein. Wir kommen nun zur Abstimmung. Wer ist für Schluß der Debatte? Bitte um die Gegenprobe. — Die Debatte ist geschlossen Nun bin ich dafür, daß wir uns einigen. Ich möchte Herrn Dr. Nieger fragen, das Einverständnis der Versammlung voraussetzend — es erhebt sich kein Widerspruch —, ob er eine kurze Erklärung zu den, Anträge abgeben will. Landesrabbiner Dr. Rieger-Braunschweig: Meine sehr geehrten Freunde, ich möchte doch bitten, meine Leitsätze so, lvie ich sie vorgetragen habe, beizubehalten. Ich möchte darauf Hinweisen, daß. wir erwarten dürfen, daß die Vorsteher der Gemeinden nur solche Vorstandsmitglieder zu uns delegieren werden, die ein Interesse an unserer Arbeit haben. (Sehr richtig!) Es ist doch ganz natürlich, daß der Vorstand nicht jeniand delegieren wird, der gar 'kein Interesse., gar kein Verständnis für die Arbeit hat. (Na, na!) — Das ist doch ganz selbstverständlich. „Na, na" ist kein Beweis dagegen. 1 Uh bin lange Jahre bereits Rabbiner in Gemeinden und lveiß, daß in jedem Vorstand Männer sitzen, die ein Verständnis für die Arbeit der Vereine besitzen: und es ist naturgemäß, daß ein jeder Vorstand solche Leute hineindelegieren wird, die wirklich ein Verständnis für die Arbeit in unserem Jugendverein haben. Ich komme nun zu der Verteidigung meines Leitsatzes 1b, in deni es heißt, daß die Gemeinde dafür zu sorgen hat, daß ein harmonisches Verhältnis zwischen Rabbiner und Lehrer und dem Verein besteht. Die Erfahrung hat mich darüber belehrt, daß leider eine Reihe von Rabbinern und eine Reihe von Lehrern kein Verständnis hat für die große Bedeutung unserer Jugendarbeit. (Sehr richtig!) Es ist darum nötig, daß Rabbiner, und Lehrer von den Gemeinden geradezu verpflichtet werden, ihre Kraft dein Jugendverein zur Verfügung zu stellen. Ebenso bitte ich uni Beibehaltung der Absätze 2 und 3 meiner Leitsätze. Wenn wir das demokratische Wahlrecht besitzen, dann werden wir schon dafür iorgen, daß junge Mitglieder in die Gemeindevertretung hineinkommen. Sie können nicht verlangen, es sollen so und so viel vom Jugendverband etwa in den Repräsentantenkreis mit aufgenommen werden. Es genügt schon, überlassen Sie das ganz den.demokratisch wählenden und durch den Verband geschulten jungen Juden' und Jüdinnen, daß sie die geeigneten Persönlichkeiten in die Gemeinde hineinwählen. Das wird einen größeren Eindruck machen, als wenn Sie sagen, wir fordern, daß ein Mitglied unseres Vereins Mitglied der Repräsentantenvertretung sein soll. Wir fordern das demokratische Wahlrecht und werden dann diejenigen hineinwählen, die wir für geeignet halten und die auch unsere Jngendreche mit voller Kraft verteidigen. (Sehr richig!) Vorsitzender Dr. Apfel: Sie haben Schuß der Debatte eben beschlossen. Wir sind nun in der Abstimmung. Dr. Wolfheim-Erfurt (zur Geschäftsordnung): Ich stelle bloß fest, daß Herr Dr. Rieger selbst gesagt bat: Wir fordern das demo-

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