Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 248 (sequence 88)
- Language
- German
- Belongs to
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248 -er ganze Jugendverein mir. leid tun. (Sehr richtig!) Ich möchte Sie darum bitten, auch diesen Absatz zu streichen. Andererseits möchte ich einen Zusatz zu dem letzten Absatz 3 auf der nächsten Seite haben, der da lautet: „Tie Jugendvereine treten für die Förderung des demokratischen Gemcindewahlrechts ein. Die Bestimmung der politischen Wahlmündigkeit muß auch für die Wahl zur Gemeinde Geltung haben. Von der Mitarbeit .... ist eine Belebung des Gemeindelebcns zu erwarten." Ta möchte ich um den Zusatz bitten: Darum ist eine Vertretung der Jugend in den Körperschaften, nämlich Vorstand und Repräsentantenversannnlung, der Gemeinde anzustreben. Meine Tamen und Herren, es ist gestern von einem Redner — ich glaube, es war von meinem Nachbar, Herrn Dr. Kaufmann — mit etwas unparlamentarischen Ausdrücken von dem hohen Alter der Herren gesprochen worden, die im Vorstand und der Repräsentantenversammlung ihren Platz einnehmen. Wenn ich von dem unparlamentarischen Ausdruck absehe, möchte ich in der Sache das, was Herr Dr. Kaufmann gesagt hat, ganz und gar unterschreiben. Es ist notwendig, daß in unsere Gemeindestuben junges, frisches Blut hineinkommt. Darum treten Sie mit dafür ein, daß die Jugendvereinsmitglieder Aemter in der Verwaltung der Gemeinde einnehmen können, daß Repräsentanten und Vorstandsmitglieder aus der Reihe der Jugend in Zukunft gewählt werden. (Bravo!) I)r. Wolfheim-Erfurt: Meine Damen und Herren, ich freue mich, in dieser Frage so außerordentlich konforme Vorschläge mit meinem Herrn Vorredner zur Abänderung dieser Thesen machen zu können. Ich habe fast genau dasselbe zu sagen. Tie Absätze d und e müssen gestrichen werden. In dem letzten Absatz muß es aber — darin gehe ich weiter als mein Vorredner — heißen: Nicht die Jugebdvercine treten für die Förderung des demokratischen Wahlrechts ein, sondern: Tie Jugendvereine fordern das demokratische Wahlrecht unabhängig von der Steuerleistung. (Bravo! und Zuruf: Tautologie! Demokratisch ist unabhängig von der Steuerleistung t Es ist selbstverständlich!) — Schön, wenn Sie das so auslegen, dann ziehe ich das zurück. Und dann muß noch hinzugesetzt werden: Deshalb ist dem Vorsitzenden des Jugendvercins während der Zeit seiner Amtsführung Sitz und Stimme im Repräsentantenkollegium zu geben. (Zuruf: Ausgeschlossen! Nein, nicht ausführbar! — Lehrer Steinhardt: Das ist nicht deniokratisch!) Rosenthal-Minden: Meine Herren, ich möchte Ihnen empfehlen, - unter Streichung der §§ 3b und 3c und unter Hinzufügung des Schlußsatzes nach dem Vorschläge des Herrn Steinhardt diese Leitsätze des Herrn r>r. Rieger durch Zuruf anzunehmen. (Zuruf: Und demokraüsches Wahlrecht!) — Selbstverständlich! Vorsitzender Dr. Apfel: Dieser Antrag bedeutet Schluß der Debatte. (Zustimmung.) Herr Rosenthal hat für den Schluß der Debatte gesprochen. Wer wünscht dagegen zu sprechen? Pinthus-Nordhausen: Ich würde bitten, den Passus 3a, der doch die Höhe des Beitrages festsetzt — das finde ich einigermaßen rigoros