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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-10-01 · 6/8 (Oktober/Dezember 1919) · p. Seite 205

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
6/8 (Oktober/Dezember 1919)
Date
1919-10-01
Page
Seite 205 (sequence 47)
Language
German
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— 205 vor, in einer anderen Form in absehbarer Zeit zu erreichen zu suchen, nämlich auf die Tagesordnung der nächsten Delegiertenversammlung einmal das Thema zu stellen: die Stellung der jüdischen Lehrer in den Gemeinden, um vielleicht der Heranwachsenden Jugend Gelegenheit zu geben, wenn sie einmal in der Gemeindestube das Wort führen wird, zur Besserung der vorhandenen Zustände beizutragen. Das alles läßt sich im Rahmen einer kurzen Erklärung nicht erörtern. Im Interesse der Sache aber, gerade jm Interesse dessen, was Herr Gutinann erreichen möchte, befürworte ich, daß der Antrag in diesem Augenblick zurückgezogen und nicht zur Abstimmung gestellt wird. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich beantrage, die Redezeit hierüber aus eine halbe Minute zu beschränken. Einverstanden? (Zustimmung.) > Guttmann-Chemnitz: Ich mutz auf der Abstimmung über diesen Antrag bestehen, da ich nicht einsehen kann, weshalb wir hier keine Entschlietzung fassen sollen, datz der Verband der jüdischen Jugendvereine sich für eine Besserstellung der jüdischen Lehrer Deutschlands einsetzen soll. Lehrer Stein-Berlin: Ich möckste einen praktischen Vorschlag machen: damit wir gleich zum Ziel kommen, würde ich beantragen, datz schon auf den nächsten Sitzringen der einzelnen Landesverbände unserer Jugendvereine den Lehrern Gelegenheit gegeben wird, i» einem kurzen Referat zur Sache Stellung zu nehmen. Dann können ' wir uns weiter Worbehalten, wie wir uns später auf einer Delegiektenversammlung zur materiellen Sicherstellung der Lehrer benehmen wollen. Dr. Löffler-Frankfurt a. M.: Meine Damen und Herren, ich bitte Sie, datz Sie einstimmig diese Resolution annehmen, und zwar nicht etwa, weil ich glaube, datz wir einen allzu starken Einflutz gerade auf die materielle Seite ausüben, sondern weil aus dieser Resolution sich die frohe Zustimmung unserer Jugend zu dem kundgibt, r.'as die Lehrer für uns leisten. Geben Sie dieser Kundgebung freudig Raum! Lehrer Levi-Frankfurt a. Main: Meine Damen und Herren, ich erkenne den guten Kern, der in diesem Anträge steckt, unbedingt am Aber ich mutz Sie als Lehrer und Mitkämpfer in dem Verbände der - jüdischen Lehrervereine in Deutschland dringend bitten, nicht etwa den Antrag abzulehnen — so meine ich das nicht —, sondern diese Resolution von der Tagesordnung abzusetzen. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich empfehle folgenden Weg: Wenn, die Form führenden Männern der Lehrerschaft, die wir hier gehört haben, nicht genehm ist, so müssen wir dem gerecht werden. Ich glaube aber, datz wir beschließen können, datz der Verbandsvorstand beauftragt wird» dafür zu sorgen, daß auf den Bezirksverbandstagungcn das Verhältnis zur jüdischen Lehrerschaft besprochen wird, und zwar in dem Sinne, daß dieses Verhältnis ein ausgezeichnetes sein möge, datz dim Stellung der Lehrer materiell, aber auch ideell — Herr Gutmann, das v fehlt in Ihrem Anträge, darauf kommt es den Lehrern mindestens . ebenso an (Sehr richtig!) — gehoben werde. Dann hat der Antrag Segensreiches gestiftet. Ich bitte den Herrn Vertreter des Lehrerver-

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