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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-10-01 · 6/8 (Oktober/Dezember 1919) · p. Seite 169

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
6/8 (Oktober/Dezember 1919)
Date
1919-10-01
Page
Seite 169 (sequence 11)
Language
German
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168 + Nun würde ich empfehlen, doch zunächst einmal abzuwarten, lvas Dr. Löffler sagt. Wir haben gebeten, die Referate möglichst auf eine halbe Stunde zu beschränken. Darauf müssen wir auch drängen. -Herr Dr. Löffler wird der Einfachheit halber seine beiden Referate in einem halten, weil die Stoffe auch etwas ineinander übergreifen. Die Diskussion soll dann getrennt stattfinden. Es wird sich dann die Frage ergeben, ob wir sofort über das Lösflersche Referat diskutieren oder erst das Referat über den Antisemitismus vorwcgnehmen. Da wollen wir doch erst einmal abwarten, in welcher Stimmung wir'nach dem Löfflerschen Referate sein werden. Im übrigen glaube ich, die bestimmteste Versicherung geben zu können, daß der Telegiertentag gegen 8 Uhr abends sein Ende erreicht, denn wir haben alle Formalien gut vorbereitet. Es ist ein Telegramm von der Wandergruppe des Frankfurter Montefiore-Vereins eingegangen: „200 froh vereinte Wanderer grüßen und wünschen erfolg-, reiche Arbeit." (Beifall.) Rechtsanwalt Lichtrnberg-Hannover (zur Geschäftsordnung): Meine Damen und Herren, ich glaube, wir sollten nichts vertagen über die Anordnung der weiteren Verhandlungen, sondern wir sollten uns auf folgendes einigen. Ich möchte davor warnen, zwei Referate heute morgen miteinander zu verquicken, die nichts miteinander zu tun haben, die Löfflerschen und das Langesche meine ich. Ich möchte aber Vorschlägen, daß wir uns heute bereits darauf einigen, heute vormittag jetzt durch einfache Abstimmung, daß wir heute mor- . gen selbstverständlich das Lösflersche Referat hören und daß wir heute nachmittag uin 3 Uhr mit dem Referat von Di-. Lange beginnen. Diö Frage des Antisemitismus niuß bei frischen Ohren und aufmerksamen Sinnen hier erörtert werden und nicht bedrängt von anderen Dingen. Wir brauchen darüber ja vielleicht garnicht zu debattieren. Selbst der Centralverein hat darüber vor 8 Tagen keine Debatte gehabt. Dann wird das Referat des Herrn Dr. Lange sicher, wie ich ihn kenne, nicht länger als eine halbe Stunde dauern, und dann wird alles weitere sich erledigen lassen. Darauf einigen Sie sich! Vorsitzender Dr. Apfel: Aber, lieber guter Lichtenberg, wir wissen doch nicht, was fflr eine Stinimung nach dem Löfflerschen Referat sein wird! Es kann sein, daß die Diskussion nach dem Löfflerschen Referate 10 Minuten dauert, es kann sein, daß sie eine halbe Stunde oder 2 Stunden dauert. Dr. Ist Kahn (zur Geschäftsordnung): Ich bitte Sie, doch jetzt im Interesse der Arbeit von Geschäftsordnungsdebatten einstimmig Abstand zu nehmen (Bravo I), damit doch, unser Freund Dr. Gustav Löffler endlich zum Worte kommen kann. Das ist der Mittelpunkt unserer ganzen Arbeit. Jch'bitte, den Herrn Vorsitzenden zu erwachtigen, weitere Geschäftsordnungsdebatten nicht mehr zuzulassen und Herrn Dr. Löffler endlich das Worten erteilen. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Dr. Apfel: Das Wort zur Sache hat Herr Dr. Löffler-Frankfurt a. M. ' ■ 2

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