Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 168 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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168? schon darin! — Aachen! — Ist denn jemand aus Aachen hier? (Wird verneint.) (Fräulein Außbaum-Krefeld.) Wir müssen einmal feststellen, ob Fräulein Dina Meyer in der Satzungskommission ist, wo ich allerdings auf ihre Arbeit besonderen Wert lege, weil sie gerade die Sorgen der Bezirksvereine kennt. (Zuruf: Fräulein Nußbaum» Krefeld!) — Es ist vorgeschlagen worden: Fräulein Nußbaum-Krefeld, die zu unseren eifrigsten Mitarbeitern allerdings auch gehört. Sind Sie damit einverstanden? (Zustimmung.) ES liegt hier eine Resolution von vr. Jsi Kahn vor, die ich in dieser Sekunde bekomme. Sie scheint mir allerdings mit der Materie im Zusammenhang zu sein, die Herr vr. Löffler in seinem Referat behandeln wird. Ich möchte deshalb empfehlen, daß wir diesbezügliche Resolutionen und Anträge erst vorlesen, wenn Herr Dr. Löffler sein Referat gehalten hat. Ich halte es für illoyal gegen Herrn vr. Löffler, Anträge einzubringen, ehe wir Herrn vr. Löffler.selbst gehört haben. (Herr vr. Jsi Kahn: Sie müssen doch bekannt gegeben werden!) — Lieber Jsi Kahn, Du hast ganz recht, einlaufende An- 'träge müssen bekannt gegeben werden. Aus diesem Grunde appelliere ich an Deine Loyalität, stelle den Antrag bitte zurück! Er wird sofort nach dem Referat von vr. Löffler verlesen werden, (vr. Ist Kahn: Wenn es dazu gehört, dann ja!) — Also der Antrag wird zurückgestellt. Rechtsanwalt Schiudler-Kottbus (zur Geschäftsordnung):, Die Tagesordnung liegt vor, daß nachmittags mit dem Referat über die Bekämpfung des Antisemitismus begonnen wird. Ich bitte nunmehr, daß wir nachmittags um 3 Uhr beginnen mit dem Bericht der Kommission und mit der Abstimmung über das, was die Kommissionen uns bringen. Das ist doch eigentlich die positive Arbeit, die wir gestern nicht geleistet haben. Ein großer Teil der Anwesenden fährt heute abend weg, einige gehen schon um 6 Uhr weg. andere um 7 Uhr, und ich weiß nicht, wie lange es heute dauern wird. Aber nach den Erfahrungen, die ich auf den früheren Delegiertenversammlungen und erweiterten Vorstandssitzungen gemacht habe, dauert der zweite Tag immer bis etwa,10 Uhr. Wenn wir also zunächst mit dem Bericht der Kommissionen und mit den Abstimmungen beginnen und dann das Referat folgt, so werden wir, die wir heute abend wegfahren, höchstens die Aussprache über dieses Referat verlieren. Ich glaube, daß es viel wichtiger ist, daß wir die Berichte der Kommissioneu anhören, damit wir unseren Vereinen auch wirklich berichten können, was eigentlich beschlossen worden ist. Deshalb bitte ich, daß wir das Referat dann zurückstellen. Vorsitzender vr. Apfel: Es wird hier immer die Rede, geführt: gestern ist keine positive Arbeit geleistet worden. Ich behaupte, daß gestern eine ungeheuere Positive Arbeit geleistet worden ist. (Lebhafte Zustimmung — Widerspruch.) Ich behaupte, daß die gestrige Tagung und die Beschlüsse, die wir gefaßt haben, den Weg zur Positiven Arbeit innerhalb des Verbandes endlich einmal freigemacht haben, und das ist auch eine positive Arbeit gewesen. ^(Stürmischer Beifall.) , . .